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3 A 1/17, 3 A 1/17 (vormals 7 A 1/13) ECLI:DE:BVerwG:2017:240117B3A1.17.0 KI-generiert

Binding effect of extrajudicial cost agreements on judicial cost decisions following withdrawal of an action

Geschäftsnummer 3 A 1/17, 3 A 1/17 (vormals 7 A 1/13)
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Administrative Court dismissed the action following the plaintiffs' withdrawal of suit and ordered that the costs be determined strictly according to the extrajudicial settlement agreement reached between the plaintiffs and the joined party, affirming that the court is bound by such private cost agreements and cannot override them. The dispute involved a challenge to an administrative decision, which was resolved through a settlement involving the withdrawal of the lawsuit, with the sole exception being the costs attributable to the defendant, which were governed by standard statutory rules as the defendant was not a party to the settlement. The decisive legal basis comprises § 92(3) sentence 1 VwGO for the dismissal upon withdrawal, § 155(2) VwGO for the default cost allocation regarding the non-participating defendant, § 159 sentence 2 VwGO for the joint and several liability of the plaintiffs, and § 52(1) GKG for the determination of the amount in dispute, establishing that cost arrangements agreed upon in connection with an extrajudicial withdrawal are binding on the judicial cost decision.

Legislator-Regeste

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§ 92 Abs. 3 Satz 1 VwGO, § 155 Abs. 2 VwGO, § 159 Satz 2 VwGO, § 52 Abs. 1 GKG; Binding effect of extrajudicial cost agreements on judicial cost decisions following withdrawal of an action: Die Kläger haben ihre Klage mit Schriftsatz vom 17. Januar 2017 zurückgenommen. Das Verfahren ist daher gemäß § 92 Abs. 3 Satz 1 VwGO einzustellen.

Schlagwörter

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Kostenauflage Wirkungen des Urteils Rückzug nach Vergleich Verwaltungskosten administrative Entlassung nicht-administrative Streitigkeit
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Volltext

Einstellung nach Klagerücknahme mit Kostenregelung in einem außergerichtlichen Vergleich

[LEITSATZ]

Einigen sich die Kläger mit einem Beigeladenen anlässlich einer außergerichtlich vereinbarten Klagerücknahme über die Kostentragung, ist diese Vereinbarung für die gerichtliche Kostenentscheidung bindend.

[GRUENDE]

Die Kläger haben ihre Klage mit Schriftsatz vom 17. Januar 2017 zurückgenommen. Das Verfahren ist daher gemäß § 92 Abs. 3 Satz 1 VwGO einzustellen.

Die Kostenentscheidung folgt der vergleichsweise getroffenen Vereinbarung der Kläger mit der Beigeladenen, auf die sich die Kläger anlässlich ihrer Klagerücknahme berufen haben. Über diese Vereinbarung kann sich das Gericht nicht hinwegsetzen (vgl. Geiger, in: Eyermann, VwGO, 14. Aufl. 2014, § 160 Rn. 10; Wysk, in: ders., VwGO, 2. Aufl. 2016, § 160 Rn. 11). Soweit es um die außergerichtlichen Kosten der nicht am Vergleich beteiligten Beklagten geht, haben es die Vergleichsparteien bei der ohnehin geltenden Regelung in § 155 Abs. 2 VwGO belassen. Die gesamtschuldnerische Kostentragung der Kläger ist, weil das streitige Rechtsverhältnis ihnen gegenüber nur einheitlich entschieden werden konnte, gemäß § 159 Satz 2 VwGO anzuordnen.

Die Streitwertfestsetzung beruht auf § 52 Abs. 1 GKG.