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8 B 19/15, 8 B 19/15 (8 C 15/16) ECLI:DE:BVerwG:2016:120716B8B19.15.0 KI-generiert

Bona fide acquisition of real property after May 8, 1945: whether both sales contract and formal conveyance must postdate the cutoff, or if post-cutoff conveyance suffices when the prior contract was void for formal defects

Geschäftsnummer 8 B 19/15, 8 B 19/15 (8 C 15/16)
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Administrative Court admitted the revision appeal, ruling that the case possesses fundamental significance and overturning the lower court's refusal to permit appeal to the Supreme Administrative Court. The dispute concerns a restitution claim for half of the undivided ownership interest in a large parcel of land, specifically whether a bona fide acquisition of real property under German property law post-dating May 8, 1945, requires the entire transaction (including the sales contract) to have occurred after that date, or whether it is sufficient that the formal conveyance acts (upset and land registry entry) took place after the cutoff date, particularly when a prior contract was void due to formal defects. The decisive legal basis is § 4 Abs. 2 Satz 1 of the Property Act (VermG), as applied through §§ 88, 132 Abs. 2 Nr. 1, and 133 Abs. 3 Satz 3 of the Administrative Court Procedure Act (VwGO).

Legislator-Regeste

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§ 88 VwGO, § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO, § 133 Abs. 3 Satz 3 VwGO, § 63 Abs. 1 Satz 1 GKG; Bona fide acquisition of real property after May 8, 1945: whether both sales contract and formal conveyance must postdate the cutoff, or if post-cutoff conveyance suffices when the prior contract was void for formal defects: Die Beschwerde ist zulässig und begründet. Sie richtet sich bei sachgemäßer Auslegung gemäß § 88 VwGO auf die Zulassung der Revision (nur) hinsichtlich des nach Teilrücknahme der Klage und Teileinstellung des Verfahrens in der Vorinstanz noch anhängigen Begehrens der Restitution des hälftigen Bruchteilseigentums am 85 959 m² großen Flurstück ... der Gemarkung H. an die Kläger.

Schlagwörter

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Erwerb von Grundeigentum Formmängel verwaltungsrechtlicher Vertrag Rückgabe verstaatlichten Eigentums Miteigentum Kriegsrecht

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Volltext

Revisionszulassung; redlicher Eigentumserwerb bei Grundstücken

[GRUENDE]

Die Beschwerde ist zulässig und begründet. Sie richtet sich bei sachgemäßer Auslegung gemäß § 88 VwGO auf die Zulassung der Revision (nur) hinsichtlich des nach Teilrücknahme der Klage und Teileinstellung des Verfahrens in der Vorinstanz noch anhängigen Begehrens der Restitution des hälftigen Bruchteilseigentums am 85 959 m² großen Flurstück ... der Gemarkung H. an die Kläger.

Der Rechtssache kommt die geltend gemachte grundsätzliche Bedeutung zu (§ 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO). Die Beschwerdebegründung wirft sinngemäß die voraussichtlich im Revisionsverfahren zu klärende Frage auf, ob ein redlicher Eigentumserwerb nach dem 8. Mai 1945 gemäß § 4 Abs. 2 Satz 1 VermG bei Grundstücken voraussetzt, dass der gesamte Erwerbsvorgang nach dem 8. Mai 1945 stattgefunden hat, oder ob es - jedenfalls bei Formunwirksamkeit eines vor diesem Tag abgeschlossenen Kaufvertrages - genügt, dass die Auflassung und die Grundbuchumschreibung nach dem 8. Mai 1945 vorgenommen wurden.

Auf die prozessordnungsgemäße Darlegung und die Begründetheit der Divergenzrüge gemäß § 132 Abs. 2 Nr. 2, § 133 Abs. 3 Satz 3 VwGO kommt es danach nicht mehr an.

Die Streitwertfestsetzung beruht auf § 47 Abs. 1 und 3, § 52 Abs. 1, § 63 Abs. 1 Satz 1 GKG.