Rehabilitation eligibility of GDR border troop demotion: gross disparity and rule-of-law incompatibility under the VwRehaG
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Administrative Court dismissed the plaintiff's complaint against the non-admission of revision, upholding the lower court's judgment and denying the plaintiff relief. The dispute concerned the rehabilitation of a former temporary enlisted soldier from the former German Democratic Republic who had been demoted, a measure he challenged under the Act on the Rehabilitation of Victims of Communist-Political Misjustice (VwRehaG). The Court held that the demotion did not meet the threshold for rehabilitation under § 1 VwRehaG because it was not fundamentally incompatible with the core principles of a rule-of-law state; the analysis focused on whether there was a gross disparity between the sanction and its cause and the actual consequences for the individual. Since the demotion resulted only in the plaintiff's earlier discharge from his status as a temporary enlisted man and transfer to basic service, without severe exclusionary effects, it lacked the requisite severity for a finding of rehabilitation eligibility, and no procedural errors under § 132 Abs. 2 Nr. 3 VwGO were established.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 132 Abs. 2 VwGO, § 132 Abs. 2 Nr. 3 VwGO, § 133 Abs. 5 Satz 2 Halbs. 2 VwGO, § 154 Abs. 2 VwGO, § 52 Abs. 2 GKG, § 47 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 3 i.V.m. § 52 Abs. 2 GKG; Rehabilitation eligibility of GDR border troop demotion: gross disparity and rule-of-law incompatibility under the VwRehaG: The dispute concerned the rehabilitation of a former temporary enlisted soldier from the former German Democratic Republic who had been demoted, a measure he challenged under the Act on the Rehabilitation of Victims of Communist-Political Misjustice (VwRehaG). The Court held that the demotion did not meet the threshold for rehabilitation under § 1 VwRehaG because it was not fundamentally incompatible with the core principles of a rule-of-law state; the analysis focused on whether there was a gross disparity between the sanction and its cause and the actual consequences for the individual. Since the demotion resulted only in the plaintiff's earlier discharge from his status as a temporary enlisted man and transfer to basic service, without severe exclusionary effects, it lacked the requisite severity for a finding of rehabilitation eligibility, and no procedural errors under § 132 Abs. 2 Nr. 3 VwGO were established.
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KI-generiertCited in the dispositive to justify the waiver of further reasoning in the court's decision.
Cited in the dispositive as the legal basis for the decision on costs.
Cited in the dispositive as the legal basis for determining the value in dispute.
Volltext
Degradierung eines Soldaten auf Zeit der DDR
[LEITSATZ]
Zu den Voraussetzungen, unter denen die Degradierung eines bei den Grenztruppen der DDR eingesetzten Soldaten auf Zeit als rehabilitierungsfähige Maßnahme anzusehen ist.
[GRUENDE]
Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision hat keinen Erfolg.
Der Senat hat das Beschwerdevorbringen des Klägers mit Beschluss vom 3. März 2016 über die Ablehnung von Prozesskostenhilfe (BVerwG 3 PKH 3.15) im Einzelnen gewürdigt und ausgeführt, dass und warum keiner der geltend gemachten Gründe für die Zulassung der Revision gemäß § 132 Abs. 2 VwGO vorliegt. Auf diesen Beschluss wird Bezug genommen; die dort genannten Gründe haben auch in Würdigung des weiteren Vortrags des Klägers im Schriftsatz vom 6. April 2016 Bestand. Auch das ergänzende Vorbringen geht daran vorbei, dass das Ergebnis des Gerichtsbescheides hier jedenfalls deshalb nicht auf etwaigen Verfahrensfehlern im Sinne des § 132 Abs. 2 Nr. 3 VwGO beruhen kann, weil die Degradierung des Klägers nach den bindend festgestellten und vom Kläger nicht infrage gestellten Gesamtumständen nicht als mit "tragenden Grundsätzen eines Rechtsstaates schlechthin unvereinbar" im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 VwRehaG angesehen werden kann.
Die abweichende Ansicht des Klägers verkennt, dass nach dem Willen des Gesetzgebers nicht jedes rechtswidrige Verhalten von DDR-Stellen rehabilitierungsfähig ist. Selbst wenn also die Degradierung ohne hinreichende gesetzliche Grundlage im DDR-Recht erfolgt sein sollte, wäre dies für sich genommen, ohne das Hinzutreten weiterer Umstände, nicht schon mit tragenden rechtsstaatlichen Grundsätzen schlechthin unvereinbar. Maßgeblich ist, ob zwischen der Degradierung und ihrem Anlass ein krasses Missverhältnis bestand. Außerdem ist in den Blick zu nehmen, welche Folgen die Degradierung für den Kläger im Einzelfall hatte (vgl. BVerwG, Beschluss vom 29.
Juli 2003 - 3 B 72.03 - juris Rn. 4). Auf der Grundlage der verwaltungsgerichtlichen Feststellungen und des Vortrags des Klägers ist die (unterstellt) rechtswidrige Degradierung nicht von dem gesetzlich vorausgesetzten Gewicht. Sie läuft lediglich darauf hinaus, dass der Kläger einige Wochen früher als beantragt aus dem Dienstverhältnis eines Soldaten auf Zeit entlassen und in den Grundwehrdienst versetzt worden ist, womit, wie das Verwaltungsgericht nachvollziehbar herausgearbeitet hat, eine Degradierung notwendig verbunden war. Tiefergreifende oder gar den Kläger aus der staatlichen Ordnung ausgrenzende Wirkungen hatte dieses Vorgehen nicht.
Von einer weiteren Begründung wird abgesehen (§ 133 Abs. 5 Satz 2 Halbs. 2 VwGO).
Die Kostenentscheidung folgt aus § 154 Abs. 2 VwGO. Die Festsetzung des Streitwerts beruht auf § 47 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 3 i.V.m. § 52 Abs. 2 GKG.