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8 B 101/13 ECLI:DE:BVerwG:2014:221014B8B101.13.0 KI-generiert

Land transfer dispute: violation of right to be heard and procedural rights justifying remand despite unfounded divergence and fundamental significance appeals

Geschäftsnummer 8 B 101/13
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Administrative Court (8th Senate) allowed the admission of revision, quashed the lower court's judgment under § 133 Abs. 6 VwGO, and remanded the case to a different chamber of the Administrative Court of Potsdam for further proceedings, thereby prevailing for the co-defendants in the non-admission complaint. The dispute concerned the legality of an administrative decision transferring a 241 sqm parcel of land from the plaintiff municipality to the co-defendants, which the lower court had annulled for the second time following a prior remand. The decisive legal basis was the violation of the co-defendants' right to be heard and their procedural rights under Art. 103 Abs. 1 GG, § 108 Abs. 1 and 2 VwGO, and § 86 Abs. 1 VwGO; the asserted grounds of fundamental significance and divergence were found unfounded, and the reference to parallel proceedings indicated that the procedural error warranted a new hearing to preserve trust in the judiciary.

Legislator-Regeste

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Art. 103 Abs. 1 GG, § 108 Abs. 2 VwGO, § 86 Abs. 1 VwGO, § 133 Abs. 6 VwGO, § 173 VwGO, § 563 Abs. 1 Satz 2 ZPO; Land transfer dispute: violation of right to be heard and procedural rights justifying remand despite unfounded divergence and fundamental significance appeals: 6 VwGO, and remanded the case to a different chamber of the Administrative Court of Potsdam for further proceedings, thereby prevailing for the co-defendants in the non-admission complaint. The dispute concerned the legality of an administrative decision transferring a 241 sqm parcel of land from the plaintiff municipality to the co-defendants, which the lower court had annulled for the second time following a prior remand. The decisive legal basis was the violation of the co-defendants' right to be heard and their procedural rights under Art. 103 Abs. 1 GG, § 108 Abs. 1 and 2 VwGO, and § 86 Abs. 1 VwGO; the asserted grounds of fundamental significance and divergence were found unfounded, and the reference to parallel proceedings indicated that the procedural error warranted a new hearing to preserve trust in the judiciary.

Schlagwörter

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Verletzung von Verfahrensrechten Anspruch auf rechtliches Gehör Revision eines Entscheids nicht-administrative Streitigkeit Grundrechte Anfechtbarkeit des Rückweisungsentscheids

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 133 Abs. 6 VwGO

Basis for the final order quashing the lower court's judgment.

§ 173 VwGO i.V.m. § 563 Abs. 1 Satz 2 ZPO (analog)

Procedural rule applied to remand the case to a different chamber for renewed hearing and decision.

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Volltext

I

Die Beigeladenen wenden sich mit ihrer Beschwerde - ebenso wie in den Parallelverfahren BVerwG 8 B 99.13, 8 B 100.13, 8 B 102.13, 8 B 3.14 und 8 B 4.14 - gegen die in dem aufgrund der mündlichen Verhandlung vom 18. April 2013 ergangenen Urteil des Verwaltungsgerichts erfolgte Nichtzulassung der Revision.

Das Verfahren betrifft das 241 qm große Flurstück ... der Flur ... im Gemeindegebiet der Klägerin, die dessen Eigentümerin und Verfügungsberechtigte ist. Das Grundstück gehörte ebenfalls zum historischen Gutsgelände ... der Brüder Albert und Max S. Mit dem hier streitgegenständlichen Bescheid vom 22. März 2007 übertrug das Bundesamt das Grundstück auf die Beigeladenen in ungeteilter Erbengemeinschaft.

Nachdem das Verwaltungsgericht Potsdam mit Urteil vom 13. November 2008 - VG 1 K 799/07 - den streitgegenständlichen Bescheid aufgehoben hatte, hat das Bundesverwaltungsgericht auf die Nichtzulassungsbeschwerde der Beigeladenen mit Beschluss vom 28. März 2011 (BVerwG 8 B 44.10) dieses aufgehoben und die Sache an das Verwaltungsgericht zurückverwiesen. Das Verwaltungsgericht hat mit dem angegriffenen, am 24. September 2013 zugestellten Urteil vom 18. April 2013 - VG 1 K 841/11 - den Bescheid der Beklagten vom 22. März 2007 erneut aufgehoben und die Revision nicht zugelassen.

II

Die Beschwerde der Beigeladenen, deren Begründung im Wesentlichen wortidentisch mit der Begründung der im Verfahren BVerwG 8 B 99.13, 8 B 100.13, 8 B 102.13, 8 B 3.14 und 8 B 4.14 eingelegten Nichtzulassungsbeschwerde ist, hat Erfolg. Das angegriffene Urteil verletzt die Beigeladenen in ihrem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 103 Abs. 1 GG, § 108 Abs. 2 VwGO) sowie in ihren Verfahrensrechten aus § 108 Abs. 1 Satz 1 und 2 VwGO sowie aus § 86 Abs. 1 VwGO. Dagegen sind die erhobenen Grundsatz- und Divergenzrügen nicht begründet. Zur Vermeidung von unnötigen Wiederholungen wird insoweit auf die Begründung in dem Beschluss des Senats vom heutigen Tage in dem dieselben Beteiligten betreffenden Verfahren BVerwG 8 B 99.13 verwiesen.

Das angegriffene Urteil wird gemäß § 133 Abs. 6 VwGO aufgehoben und das Verfahren wird im Interesse des Vertrauens der Beigeladenen in die Rechtspflege und zur Vermeidung erneuter Verfahrensfehler gemäß § 173 VwGO i.V.m. § 563 Abs. 1 Satz 2 ZPO (analog) zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an eine andere Kammer des Verwaltungsgerichts Potsdam zurückverwiesen.

Die Kostenentscheidung muss der Schlussentscheidung vorbehalten bleiben.

Die Streitwertfestsetzung beruht auf § 47 Abs. 1 und 3, § 52 Abs. 1 und 4 GKG. Unter Zugrundelegung des vom Verwaltungsgericht in Ansatz gebrachten Grundstückswerts von 50 €/qm errechnet sich daraus für die Fläche von 241 qm ein Wert von 12 050 €.