Transfer of expropriated property: violation of right to be heard and procedural rights in non-admission of revision proceedings
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Administrative Court (8th Senate) admitted the appeal against the non-admission of revision, overturned the lower court's judgment, and remanded the case to a different chamber of the Administrative Court of Potsdam for a new hearing and decision. The dispute concerned a challenge to a 2006 administrative order by the Federal Agency that transferred a 1,987-square-meter plot of land, part of a historic estate, to the respondents in undivided co-ownership, which the lower court had previously annulled. The decisive legal basis for the appellate decision was a violation of the right to be heard under Article 103(1) of the Basic Law and § 108(2) of the Code of Administrative Court Procedure (VwGO), as well as procedural rights under § 108(1) and § 86(1) VwGO, while the grounds of fundamental importance and divergence were deemed unfounded.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 103 Abs. 1 GG, § 108 Abs. 2 VwGO, § 86 Abs. 1 VwGO, § 133 Abs. 6 VwGO, § 173 VwGO, § 563 Abs. 1 Satz 2 ZPO; Transfer of expropriated property: violation of right to be heard and procedural rights in non-admission of revision proceedings: The dispute concerned a challenge to a 2006 administrative order by the Federal Agency that transferred a 1,987-square-meter plot of land, part of a historic estate, to the respondents in undivided co-ownership, which the lower court had previously annulled. The decisive legal basis for the appellate decision was a violation of the right to be heard under Article 103(1) of the Basic Law and § 108(2) of the Code of Administrative Court Procedure (VwGO), as well as procedural rights under § 108(1) and § 86(1) VwGO, while the grounds of fundamental importance and divergence were deemed unfounded.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertProcedural rule cited in the dispositive to justify the annulment of the lower court's judgment.
Procedural rule cited in the dispositive to order the remand of the case to a different chamber for new hearing and decision.
Volltext
I
Die Beigeladenen wenden sich mit ihrer Beschwerde - ebenso wie in den Parallelverfahren BVerwG 8 B 99.13, 8 B 100.13, 8 B 101.13, 8 B 102.13 und 8 B 4.14 - gegen die in dem aufgrund der mündlichen Verhandlung vom 18. April 2013 ergangenen Urteil des Verwaltungsgerichts erfolgte Nichtzulassung der Revision.
Das Verfahren betrifft das 1 987 qm große Flurstück ... der Flur ... im Gemeindegebiet der Klägerin, die dessen Eigentümerin und Verfügungsberechtigte ist. Das Grundstück gehörte ebenfalls zum historischen Gutsgelände ... der Brüder Albert und Max S. Mit dem hier streitgegenständlichen Bescheid vom 31. Mai 2006 übertrug das Bundesamt das Grundstück auf die Beigeladenen in ungeteilter Erbengemeinschaft.
Nachdem das Verwaltungsgericht Potsdam mit Urteil vom 13. November 2008 - VG 1 K 1398/06 - den streitgegenständlichen Bescheid aufgehoben hatte, hat das Bundesverwaltungsgericht auf die Nichtzulassungsbeschwerde der Beigeladenen mit Beschluss vom 28. März 2011 (BVerwG 8 B 44.10) dieses aufgehoben und die Sache an das Verwaltungsgericht zurückverwiesen. Das Verwaltungsgericht hat mit dem angegriffenen, am 24. September 2013 zugestellten Urteil vom 18. April 2013 - VG 1 K 838/11 - den Bescheid der Beklagten vom 31. Mai 2006 erneut aufgehoben und die Revision nicht zugelassen.
II
Die Beschwerde der Beigeladenen, deren Begründung im Wesentlichen wort-identisch mit der Begründung der in den Verfahren BVerwG 8 B 99.13, 8 B 100.13, 8 B 101.13, 8 B 102.13 und 8 B 4.14 eingelegten Nichtzulassungsbeschwerden ist, hat Erfolg. Das angegriffene Urteil verletzt die Beigeladenen in ihrem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 103 Abs. 1 GG, § 108 Abs. 2 VwGO) sowie in ihren Verfahrensrechten aus § 108 Abs. 1 Satz 1 und 2 VwGO sowie aus § 86 Abs. 1 VwGO. Dagegen sind die erhobenen Grundsatz- und Divergenzrügen nicht begründet. Zur Vermeidung von unnötigen Wiederholungen wird insoweit auf die Begründung in dem Beschluss des Senats vom heutigen Tage in dem dieselben Beteiligten betreffenden Verfahren BVerwG 8 B 99.13 verwiesen.
Das angegriffene Urteil wird gemäß § 133 Abs. 6 VwGO aufgehoben und das Verfahren wird im Interesse des Vertrauens der Beigeladenen in die Rechtspflege und zur Vermeidung erneuter Verfahrensfehler gemäß § 173 VwGO i.V.m. § 563 Abs. 1 Satz 2 ZPO (analog) zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an eine andere Kammer des Verwaltungsgerichts Potsdam zurückverwiesen.
Die Kostenentscheidung muss der Schlussentscheidung vorbehalten bleiben.
Die Streitwertfestsetzung beruht auf § 47 Abs. 1 und 3, § 52 Abs. 1 und 4 GKG. Unter Zugrundelegung des vom Verwaltungsgericht in Ansatz gebrachten Grundstückswerts von 50 €/qm errechnet sich daraus für die Fläche von 1 987 qm ein Wert von 99 350 €.