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V B 9/25 ECLI:DE:BFH:2026:B.270426.VB9.25.0 KI-generiert

Mandatory professional representation in tax litigation applies despite indigence when legal aid is denied

Geschäftsnummer V B 9/25
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Finance dismissed the taxpayer's complaint against the non-admission of revision, declaring the appeal inadmissible and ordering the taxpayer to bear the costs of the complaint proceedings. The dispute arose from a tax assessment decision rendered by the Finance Court of Düsseldorf, which the taxpayer challenged in an attempt to have the Federal Court of Finance admit the revision. The court held that the appeal was procedurally invalid because the taxpayer violated the mandatory requirement of professional representation before the Federal Court of Finance by filing the complaint without a qualified attorney, tax advisor, or other authorized representative; the court clarified that even indigent parties must comply with this representation mandate, as they may instead apply for legal aid within the appeal deadline to obtain reinstatement, though such a remedy was unavailable here because the taxpayer’s prior application for legal aid had been rejected. The decisive legal basis comprised Section 62(4) in conjunction with Section 62(2) Sentence 1 of the Fiscal Court Act regarding the obligation of professional representation, and Section 116(5) Sentence 2 Halves 2 of the Fiscal Court Act permitting the omission of detailed factual reasoning for inadmissible complaints.

Legislator-Regeste

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Mandatory professional representation in tax litigation applies despite indigence when legal aid is denied: Von einer Darstellung des Sachverhaltes und einer weiteren Begründung wird nach § 116 Abs. 5 Satz 2 Halbsatz 2 FGO abgesehen.

Schlagwörter

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Anwaltszwang Steuerjustizverfahren Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege Revision der Steuerveranlagung Verpflichtungsgrund Parteientschädigung des Rechtsanwalts
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Volltext

Vertretungszwang beim BFH auch bei Mittellosigkeit eines Beteiligten

[LEITSATZ]

NV: Dem Vertretungszwang beim Bundesfinanzhof steht wegen der Möglichkeit, Prozesskostenhilfe zu beantragen, die Mittellosigkeit eines Beteiligten nicht entgegen.

[TENOR]

Die Beschwerde des Klägers wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts Düsseldorf vom 29.11.2024 - 5 K 450/22 U,AO wird als unzulässig verworfen.

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat der Kläger zu tragen.

[GRUENDE]

Das Rechtsmittel ist unzulässig.

1. Vor dem Bundesfinanzhof (BFH) muss sich --wie auch aus der Rechtsmittelbelehrung in der angefochtenen Entscheidung hervorgeht-- jeder Beteiligte, sofern es sich nicht um eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder um eine Behörde handelt, durch einen Rechtsanwalt, Steuerberater, Steuerbevollmächtigten, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer als Bevollmächtigten vertreten lassen; zur Vertretung berechtigt sind auch Gesellschaften im Sinne des § 3 Satz 1 Nr. 2 und 3 des Steuerberatungsgesetzes (StBerG), die durch Personen im Sinne des § 3 Satz 2 StBerG handeln (§ 62 Abs. 4 i.V.m. Abs. 2 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung --FGO--). Hierzu gehört der Bevollmächtigte des Klägers und Beschwerdeführers (Kläger), der für diesen die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision eingelegt hat, nicht.

2. Den Vertretungszwang muss auch ein mittelloser Beteiligter beachten (BFH-Beschluss vom 11.05.2009 - II B 13/09, Rz 2). Zwar steht ihm die Möglichkeit offen, innerhalb der Rechtsmittelfrist gemäß § 142 Abs. 1 FGO i.V.m. §§ 114 ff. der Zivilprozessordnung Prozesskostenhilfe (PKH) zu beantragen und nach deren Gewährung gemäß § 56 FGO Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen des Versäumens der Rechtsmittelfrist zu erhalten (BFH-Beschlüsse vom 28.04.2004 - VII S 9/04, BFH/NV 2004, 1288; vom 28.09.2005 - X S 15/05 (PKH), BFH/NV 2005, 2249; vom 20.03.2006 - X S 6/06 (PKH), BFH/NV 2006, 1141; vom 12.08.2008 - X S 29/08 (PKH), BFH/NV 2008, 1869). Eine solche Wiedereinsetzung kommt jedoch im Streitfall schon aufgrund des Umstandes nicht in Betracht, dass der Senat den Antrag des Klägers auf PKH mit Beschluss vom 09.02.2026 - V S 2/25 (PKH) abgelehnt hat.

3. Von einer Darstellung des Sachverhaltes und einer weiteren Begründung wird nach § 116 Abs. 5 Satz 2 Halbsatz 2 FGO abgesehen.

4. Die Kostenentscheidung beruht auf § 135 Abs. 2 FGO.