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IX B 27/22 ECLI:DE:BFH:2022:B.150922.IXB27.22.0 KI-generiert

Deductibility of expenditures for property encumbered by lifetime right of residence: lack of income-earning intent bars pre-rental ad cost treatment

Geschäftsnummer IX B 27/22
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Finance Court (BFH) dismissed the taxpayer's complaint against the non-admission of the revision, rejecting it as inadmissible because it failed to sufficiently justify the alleged grounds for appeal under § 116 Abs. 3 FGO, thereby upholding the lower court's decision that the taxpayer could not deduct expenses incurred for a property encumbered by a life-long right of residence as preliminary business expenses for a future rental. The dispute concerned whether the plaintiff, who had inherited a residential property subject to a lifelong usufruct in favor of a third party, could treat expenditures made on the property as deductible advertising costs (*Werbungskosten*) for a rental income objective that would only commence after the right of residence expired. Relying on the absence of an active intent to earn income (*Einkünfteerzielungsabsicht*) while the right of residence persisted and citing the doctrine that expenses are not deductible without such intent (referring to BFH judgment of 04.06.1996 - IX R 84/94), the court confirmed that the expenses were not tax-deductible as long as the beneficiary had not consented to a rental or waived the right, effectively barring the deduction.

Legislator-Regeste

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§ 135 Abs. 2 FGO; Deductibility of expenditures for property encumbered by lifetime right of residence: lack of income-earning intent bars pre-rental ad cost treatment: 3 FGO, thereby upholding the lower court's decision that the taxpayer could not deduct expenses incurred for a property encumbered by a life-long right of residence as preliminary business expenses for a future rental. The dispute concerned whether the plaintiff, who had inherited a residential property subject to a lifelong usufruct in favor of a third party, could treat expenditures made on the property as deductible advertising costs (*Werbungskosten*) for a rental income objective that would only commence after the right of residence expired. Relying on the absence of an active intent to earn income (*Einkünfteerzielungsabsicht*) while the right of residence persisted and citing the doctrine that expenses are not deductible without such intent (referring to BFH judgment of 04.06.1996 - IX R 84/94), the court confirmed that the expenses were not tax-deductible as long as the beneficiary had not consented to a rental or waived the right, effectively barring the deduction.

Schlagwörter

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Abzugsfähigkeit von Kosten Mietzinseinnahmen Aufenthaltsrecht Nutzniessung Minderwert des verbleibenden Teils Steuerdomizil

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 135 Abs. 2 FGO

Basis for the allocation of procedural costs to the plaintiff, explicitly cited in the third dispositive order.

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Volltext

Vorab entstandene Aufwendungen für wohnungsrechtsbelastete Immobilie

[LEITSATZ]

NV: Aufwendungen, die der Steuerpflichtige für ein wohnungsrechtsbelastetes Immobilienobjekt erbringt, sind mangels Einkünfteerzielungsabsicht nicht als vorab entstandene Werbungskosten im Hinblick auf eine nach Erlöschen des Wohnungsrechts beabsichtigte Vermietung der Wohnung abzuziehen, solange und soweit der Wohnungsrechtsinhaber einer Vermietung nicht zugestimmt und insoweit auf sein Wohnungsrecht verzichtet hat.

[TENOR]

Die Beschwerde des Klägers wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz vom 24.02.2022 - 6 K 1112/21 wird als unzulässig verworfen.

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat der Kläger zu tragen.

[GRUENDE]

Die Nichtzulassungsbeschwerde ist unzulässig; denn sie ist nicht gemäß § 116 Abs. 3 Satz 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) hinreichend begründet worden.

1. Nach dieser Vorschrift müssen die Voraussetzungen des § 115 Abs. 2 FGO in der Begründung der Beschwerde dargelegt werden. Hieran fehlt es im Streitfall. Der Kläger und Beschwerdeführer (Kläger) hat --wie der Beklagte und Beschwerdegegner (Finanzamt) in der Beschwerdeerwiderung im Einzelnen ausgeführt hat-- die von ihm geltend gemachten Zulassungsgründe nicht hinreichend bezeichnet (vgl. dazu allgemein Gräber/Ratschow, Finanzgerichtsordnung, 9. Aufl., § 116 Rz 25 f.). Er wendet sich nach dem sachlichen Gehalt seines Beschwerdevorbringens lediglich gegen die Rechtsauffassung des Finanzgerichts (FG) und macht geltend, dessen Urteil sei "unrichtig". Mit solchen Rügen kann der Kläger im Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren nicht gehört werden (z.B. Beschluss des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 19.06.2002 - IX B 74/01, BFH/NV 2002, 1331); sie sind der Revision vorbehalten. Lediglich ergänzend weist der Senat darauf hin, dass das FG zu Recht davon ausgegangen ist, dass der Kläger die Absicht, das im Wege der Gesamtrechtsnachfolge erworbene, mit einem lebenslangen Wohnungsrecht zugunsten des Vaters belastete Wohngrundstück zu vermieten, nicht aufnehmen konnte, solange und soweit der wohnungsberechtigte Vater einer Vermietung von einzelnen Räumen des Objekts nicht zugestimmt (und insoweit --ggf. anteilig-- auf sein Wohnungsrecht verzichtet) hatte. Vor diesem Hintergrund waren auch die Aufwendungen, die der Kläger für die wohnungsrechtsbelastete Immobilie erbracht hat, mangels Einkünfteerzielungsabsicht nicht als vorab entstandene Werbungskosten im Hinblick auf eine nach Erlöschen des Wohnungsrechts beabsichtigte Vermietung der Wohnung abzuziehen (s. BFH-Urteil vom 04.06.1996 - IX R 84/94, BFH/NV 1996, 808, m.w.N.).

2. Von einer Darstellung des Sachverhalts und einer weiter gehenden Begründung wird gemäß § 116 Abs. 5 Satz 2 FGO abgesehen.

3. Die Kostenentscheidung beruht auf § 135 Abs. 2 FGO.