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VII B 43/20 ECLI:DE:BFH:2020:B.050820.VIIB43.20.0 KI-generiert

Tax revision complaint inadmissible due to insufficient pleading of legal principles and procedural defects

Geschäftsnummer VII B 43/20
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Finance Court (BFH) dismissed the plaintiff's complaint against the non-admission of the revision as inadmissible, upholding the judgment of the Hessian Finance Court, and ordered the plaintiff to bear the costs. The dispute involved a tax case where the plaintiff challenged the lower court's decision, arguing that the revision should be admitted due to unresolved evidentiary applications and asserting issues of general legal significance. The decisive legal basis was the failure of the plaintiff to meet the substantive pleading requirements of § 116 Abs. 3 Satz 3 in conjunction with § 115 Abs. 2 Nr. 1–3 FGO, as a general reference to the claims in the main proceedings is insufficient to establish questions of fundamental importance or procedural defects, and the failure to submit a substantive justification within the extended deadline precluded any further review.

Legislator-Regeste

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§ 115 Abs. 2 Nrn. 1 bis 3 FGO, § 116 Abs. 3 Satz 3 FGO, § 135 Abs. 2 FGO; Tax revision complaint inadmissible due to insufficient pleading of legal principles and procedural defects: The dispute involved a tax case where the plaintiff challenged the lower court's decision, arguing that the revision should be admitted due to unresolved evidentiary applications and asserting issues of general legal significance. The decisive legal basis was the failure of the plaintiff to meet the substantive pleading requirements of § 116 Abs. 3 Satz 3 in conjunction with § 115 Abs. 2 Nr. 1–3 FGO, as a general reference to the claims in the main proceedings is insufficient to establish questions of fundamental importance or procedural defects, and the failure to submit a substantive justification within the extended deadline precluded any further review.

Schlagwörter

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Revision eines Entscheids verfahrensrechtliche Fragen materielle Mängel Steuerjustizverfahren Beweisanforderungen ungenügende Substantiierung von Grundrechtsverletzungen
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 115 Abs. 2 Nrn. 1 bis 3 FGO

Used to determine that the complaint was inadmissible because the plaintiff failed to meet the pleading requirements for admitting revision.

§ 116 Abs. 3 Satz 3 FGO

Established the specific procedural pleading requirements that the plaintiff failed to satisfy, leading to the dismissal of the complaint.

§ 135 Abs. 2 FGO

Basis for the order that the plaintiff bear the costs of the proceedings.

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Volltext

Keine Revisionszulassung aufgrund pauschalen Verweises auf das Klagevorbringen

[LEITSATZ]

1. NV: Mit einem pauschalen Verweis auf den klägerischen Vortrag im Klageverfahren kann die Zulassung der Revision nicht erreicht werden.

2. NV: Zur Darlegung eines Verfahrensmangels, auf dem die Vorentscheidung beruhen kann, ist die Behauptung, im finanzgerichtlichen Verfahren seien "Beweisantritte" unerledigt geblieben, unzureichend.

[TENOR]

Die Beschwerde des Klägers wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 19.12.2019 - 2 K 726/16 wird als unzulässig verworfen.

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat der Kläger zu tragen.

[GRUENDE]

Die Nichtzulassungsbeschwerde ist unzulässig. Ihre Begründung entspricht nicht den Darlegungserfordernissen des § 116 Abs. 3 Satz 3 i.V.m. § 115 Abs. 2 Nrn. 1 bis 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO).

1. Rechtsfragen, deren Klärung von grundsätzlicher Bedeutung oder zur Rechtsfortbildung erforderlich sein könnte, divergierende Rechtssätze oder einen gravierenden Rechtsfehler hat der Kläger und Beschwerdeführer (Kläger) nicht vorgetragen (zu den Revisionszulassungsgründen gemäß § 115 Abs. 2 Nrn. 1 und 2 FGO vgl. etwa Gräber/ Ratschow, Finanzgerichtsordnung, 9. Aufl., § 115 Rz 100 ff.,160 ff., 170 ff., 220 ff., jeweils m.w.N.). Mit einem pauschalen Verweis auf den klägerischen Vortrag im Klageverfahren kann die Zulassung der Revision nicht erreicht werden (vgl. Beschluss des Bundesfinanzhofs vom 08.04.2020 - IX B 103/19, juris).

2. Zur Darlegung eines Verfahrensmangels, auf dem die Vorentscheidung beruhen kann (§ 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO), ist die Behauptung, im finanzgerichtlichen Verfahren seien "Beweisantritte" unerledigt geblieben, unzureichend (zu den Darlegungsanforderungen vgl. etwa Gräber/Ratschow, a.a.O., § 115 Rz 250 ff., m.w.N.).

3. Entgegen der Ankündigung des Klägers im Schreiben vom 20.03.2020 ist keine weitere Begründung eingegangen. Wegen Ablaufs der Beschwerdebegründungsfrist kann sie auch nicht mehr nachgereicht werden. Die gemäß § 116 Abs. 3 Satz 4 FGO mit Schreiben vom 25.03.2020 antragsgemäß verlängerte Frist lief am 22.05.2020 ab. Ein Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nach § 56 Abs. 1 FGO wurde nicht gestellt.

4. Die Kostenentscheidung beruht auf § 135 Abs. 2 FGO.