Inadmissibility of complaint against order for public service of judgment under §§ 128 FGO and 186 ZPO
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Finance Court (BFH) dismissed the plaintiff's complaint as inadmissible and ordered the plaintiff to bear the costs. The dispute concerned the appealability of a lower court's (Finance Court) decision to order the public service of a judgment following oral proceedings. The decisive legal basis was the interplay between the Administrative Court Act (FGO) and the Code of Civil Procedure (ZPO): under § 53 Abs. 2 FGO, service follows ZPO rules, and pursuant to §§ 166 Abs. 2, 186 Abs. 1 ZPO, the decision to grant public service is a procedural order that is not subject to a complaint under ZPO rules. Consequently, because the decision is unchallengeable under the referenced procedural norms, it is also not subject to a complaint under § 128 FGO.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 186 ZPO, § 53 Abs. 2 FGO, § 128 FGO, § 135 Abs. 2 FGO; Inadmissibility of complaint against order for public service of judgment under §§ 128 FGO and 186 ZPO: The dispute concerned the appealability of a lower court's (Finance Court) decision to order the public service of a judgment following oral proceedings. The decisive legal basis was the interplay between the Administrative Court Act (FGO) and the Code of Civil Procedure (ZPO): under § 53 Abs. 2 FGO, service follows ZPO rules, and pursuant to §§ 166 Abs. 2, 186 Abs. 1 ZPO, the decision to grant public service is a procedural order that is not subject to a complaint under ZPO rules. Consequently, because the decision is unchallengeable under the referenced procedural norms, it is also not subject to a complaint under § 128 FGO.
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KI-generiertLegal basis cited in the dispositive for the allocation of costs to the appellant.
Volltext
Beschwerde gegen den Beschluss des FG, die öffentliche Zustellung eines Urteils zu bewilligen
[LEITSATZ]
NV: Da gegen die Bewilligung der öffentlichen Zustellung durch das Prozessgericht gemäß § 186 ZPO eine Beschwerde nach den Regeln der ZPO nicht zulässig ist und dies aufgrund der Bezugnahme in § 53 Abs. 2 FGO auf die Zustellungsregelungen der ZPO auch im finanzgerichtlichen Verfahren gilt, kann ein solcher Beschluss des FG nicht mit der Beschwerde gemäß § 128 FGO angefochten werden .
[TENOR]
Die Beschwerde des Klägers gegen den Beschluss des Niedersächsischen Finanzgerichts vom 20.05.2019 - 13 K 41/19, die öffentliche Zustellung des Urteils anzuordnen, wird als unzulässig verworfen.
Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat der Kläger zu tragen.
[GRUENDE]
Die Beschwerde ist unzulässig.
1. Die Beschwerde ist nicht statthaft.
Gemäß § 128 Abs. 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) steht den Beteiligten gegen Entscheidungen des Finanzgerichts (FG), des Vorsitzenden oder des Berichterstatters, die nicht Urteile oder Gerichtsbescheide sind, die Beschwerde zum Bundesfinanzhof (BFH) zu, soweit in diesem Gesetz nicht etwas anderes bestimmt ist. Die Beschwerde ist auch nicht gegeben, wenn die Entscheidung nach den Vorschriften eines anderen im finanzgerichtlichen Verfahren anzuwendenden Gesetzes unanfechtbar ist (Gräber/Ratschow, Finanzgerichtsordnung, 9. Aufl., § 128 Rz 6). Dies ist für den vorliegend angefochtenen Beschluss des FG, dem Kläger und Beschwerdeführer das im Verfahren 13 K 41/19 ergangene Urteil vom 14.05.2019 öffentlich zuzustellen, der Fall.
Nach § 104 Abs. 1 Satz 2 Halbsatz 2 FGO ist ein aufgrund mündlicher Verhandlung verkündetes Urteil den Beteiligten zuzustellen. Zugestellt wird von Amts wegen nach den Vorschriften der Zivilprozessordnung --ZPO-- (§ 53 Abs. 2 FGO). Gemäß § 104 Abs. 1 Satz 2 Halbsatz 2 i.V.m. § 53 Abs. 2 FGO und §§ 166 Abs. 2, 186 Abs. 1 ZPO entscheidet über die Bewilligung der öffentlichen Zustellung das Prozessgericht durch Beschluss.
Gegen die Bewilligung der öffentlichen Zustellung durch das Prozessgericht ist eine Beschwerde nach den Regeln der ZPO nicht zulässig (Zöller/Schultzky, ZPO, 33. Aufl., § 186 Rz 5). Dies gilt aufgrund der Bezugnahme in § 53 Abs. 2 FGO auf die Zustellungsregelungen der ZPO auch im finanzgerichtlichen Verfahren. Dies entspricht auch der Rechtsprechung des BFH zu öffentlichen Zustellungen vor der Änderung des § 53 Abs. 2 FGO durch das Zustellungsreformgesetz vom 25.06.2001 (BGBl I 2001, 1206), das zum 01.07.2002 in Kraft getreten ist, und die nach den Regelungen des Verwaltungszustellungsgesetzes durchgeführt wurden. Bei diesen handelte es sich ebenfalls nicht um beschwerdefähige "Entscheidungen" (vgl. BFH-Beschlüsse vom 22.11.1990 - III B 300/90, BFH/NV 1991, 335).
2. Die Kostenentscheidung folgt aus § 135 Abs. 2 FGO.