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IX S 7/17 (PKH) ECLI:DE:BFH:2017:B.190417.IXS7.17.0 KI-generiert

Unenforceability of hearing summonses via objection and mandatory statutory financial declaration for legal aid

Geschäftsnummer IX S 7/17 (PKH)
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Finance rejected the applicant's request for legal aid (PKH), resulting in the applicant's loss on both procedural and substantive grounds. The case involved an application for legal aid to fund an appeal against a court summons to a hearing in a tax matter. The court held that the intended appeal was inadmissible and thus lacking a reasonable prospect of success because procedural orders, including summonses to hearings, are expressly excluded from appellate review under § 128 Abs. 2 of the Fiscal Courts Act (FGO). Additionally, the application for legal aid was procedurally defective because the applicant failed to submit the mandatory statutory declaration regarding personal and financial circumstances as required by §§ 114 and 117 of the Code of Civil Procedure (ZPO).

Legislator-Regeste

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Unenforceability of hearing summonses via objection and mandatory statutory financial declaration for legal aid: The case involved an application for legal aid to fund an appeal against a court summons to a hearing in a tax matter. The court held that the intended appeal was inadmissible and thus lacking a reasonable prospect of success because procedural orders, including summonses to hearings, are expressly excluded from appellate review under § 128 Abs. 2 of the Fiscal Courts Act (FGO). Additionally, the application for legal aid was procedurally defective because the applicant failed to submit the mandatory statutory declaration regarding personal and financial circumstances as required by §§ 114 and 117 of the Code of Civil Procedure (ZPO).

Schlagwörter

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Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege verspätete Einwendung des Schuldners Unzulässigkeit der Einspracheveranlagung Unzulässigkeit der Rechtsbeschwerde Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege Nichteintreten auf Kassationsbeschwerde
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Volltext

PKH für Beschwerde gegen Ladung zum Termin

[LEITSATZ] 1. NV: Prozessleitende Verfügungen -- zu denen auch Ladungen gehören -- können nicht mit der Beschwerde angefochten werden.

2. NV: Die Bewilligung von PKH setzt die Vorlage der Erklärung über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse anhand des gesetzlich dafür vorgesehenen Vordrucks voraus.

[TENOR] Der Antrag wird abgelehnt.

Die Entscheidung ergeht gerichtsgebührenfrei.

[GRUENDE] 1

Der Antrag auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe (PKH) hat keinen Erfolg.

2

Nach § 142 der Finanzgerichtsordnung (FGO) i.V.m. § 114 Satz 1 der Zivilprozessordnung (ZPO) erhält eine Partei, die nach ihren persönlichen oder wirtschaftlichen Verhältnissen die Kosten der Prozessführung nicht, nur zum Teil oder nur in Raten aufbringen kann, auf Antrag PKH, wenn die beabsichtigte Rechtsverfolgung hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet und nicht mutwillig erscheint.

3

An der Erfolgsaussicht der beabsichtigten Beschwerde gegen die Festsetzung eines Verhandlungstermins fehlt es im vorliegenden Fall nicht nur deshalb, weil die Ladung zum Termin nicht anfechtbar ist und eine Beschwerde deshalb unzulässig wäre. Denn § 128 Abs. 2 FGO bestimmt ausdrücklich, dass u.a. prozesslei-tende Verfügungen --zu denen auch Ladungen gehören (vgl. Gräber/Ratschow, Finanzgerichtsordnung, 8. Aufl., § 128 Rz 8; Bergkemper in Hübschmann/Hepp/Spitaler, § 128 FGO Rz 82)-- nicht mit der Beschwerde angefochten werden können.

4

Im vorliegenden Verfahren kann die beantragte PKH schon deshalb nicht bewilligt werden, weil der Antragsteller seinem Antrag die nach § 117 Abs. 2 ZPO beizufügende Erklärung über seine persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse anhand des dafür vorgesehenen Vordrucks (§ 117 Abs. 4 ZPO) sowie die dazugehörigen Belege nicht vorgelegt hat.

5

Eine Kostenentscheidung war nicht zu treffen. Gerichtsgebühren entstehen nicht (§ 1 Abs. 2 Nr. 2, § 3 Abs. 2 des Gerichtskostengesetzes i.V.m. dem Kostenverzeichnis).