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II S 16/16 ECLI:DE:BFH:2016:B.160816.IIS16.16.0 KI-generiert

Mandatory representation extends to hearing complaints against decisions subject to the same requirement

Geschäftsnummer II S 16/16
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Finance Court (BFH) dismissed the plaintiff's hearing complaint as inadmissible, ruling that the plaintiff bore the costs of the proceedings. The dispute concerned a procedural objection to the prior decision dismissing the plaintiff's non-appealability complaint for failure to comply with the mandatory representation requirement. The court held that the obligation to be represented by a qualified legal practitioner under § 62(4) of the Fiscal Courts Code (FGO) applies equally to filing a hearing complaint under § 133a FGO if the underlying decision was also subject to such a representation mandate; because the plaintiff filed the complaint personally without proper representation, it was legally void.

Legislator-Regeste

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§ 62 Abs. 4 FGO, § 135 Abs. 2 FGO; Mandatory representation extends to hearing complaints against decisions subject to the same requirement: The dispute concerned a procedural objection to the prior decision dismissing the plaintiff's non-appealability complaint for failure to comply with the mandatory representation requirement. The court held that the obligation to be represented by a qualified legal practitioner under § 62(4) of the Fiscal Courts Code (FGO) applies equally to filing a hearing complaint under § 133a FGO if the underlying decision was also subject to such a representation mandate; because the plaintiff filed the complaint personally without proper representation, it was legally void.

Schlagwörter

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Anwaltszwang Zulässigkeit der Gehörsrüge obligatorische persönliche Anhörung Verweigerung des Rechtsbeistands fehlende Legitimation des Anzeigers unentgeltliche Rechtsverbeiständung
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 62 Abs. 4 FGO

Basis for declaring the hearing complaint inadmissible due to the plaintiff's failure to comply with the mandatory representation requirement.

§ 135 Abs. 2 FGO

Legal basis for the order that the plaintiff bears the costs of the proceedings.

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Volltext

Vertretungszwang bei Anhörungsrüge

[LEITSATZ] NV: Der Vertretungszwang für Verfahren vor dem BFH gilt auch für die Erhebung einer Anhörungsrüge, wenn für die beanstandete Entscheidung ihrerseits Vertretungszwang galt.

[TENOR] Die Anhörungsrüge der Klägerin gegen den Beschluss des Bundesfinanzhofs vom 8. Juni 2016 II B 11/16 wird als unzulässig verworfen.

Die Kosten des Verfahrens hat die Klägerin zu tragen.

[TATBESTAND] 1

I. Durch Beschluss vom 8. Juni 2016 II B 11/16 verwarf der beschließende Senat die Beschwerde der Klägerin, Beschwerdeführerin und Rügeführerin (Klägerin) wegen Nichtzulassung der Revision als unzulässig, da die Klägerin die Beschwerde unter Nichtbeachtung des Vertretungszwangs vor dem Bundesfinanzhof (BFH) trotz entsprechenden Hinweises in der Rechtsmittelbelehrung des angefochtenen Urteils des Finanzgerichts selbst eingelegt hatte. Gegen diesen Beschluss wendet sich die Klägerin persönlich mit Schreiben vom 28. Juni 2016.

[ENTSCHEIDUNGSGRUENDE] 2

II. Die von der Klägerin persönlich eingelegte Anhörungsrüge ist unzulässig. Sie war deshalb durch Beschluss zu verwerfen.

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1. Die Klägerin hat den Vertretungszwang (§ 62 Abs. 4 der Finanzgerichtsordnung --FGO--) nicht beachtet. Der Vertretungszwang für Verfahren vor dem BFH gilt auch für die Erhebung einer Anhörungsrüge i.S. des § 133a FGO, wenn für die beanstandete Entscheidung --wie hier eine Entscheidung über eine Beschwerde wegen Nichtzulassung der Revision-- ihrerseits Vertretungszwang galt (BFH-Beschluss vom 14. Februar 2012 X S 1/12, BFH/NV 2012, 1149). Da der Vertretungszwang bei der Einlegung des Rechtsbehelfs zu beachten ist, hätte die Klägerin ihre gegen den Beschluss II B 11/16 gerichtete Anhörungsrüge durch eine postulationsfähige Person oder Gesellschaft i.S. des § 62 Abs. 4 FGO einlegen müssen. Dies ist im Streitfall nicht erfolgt.

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2. Die Kostenentscheidung beruht auf § 135 Abs. 2 FGO.