Differentiation between light and gross negligence in tax authority fault under § 173 Abs. 1 Nr. 2 AO
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Finance (BFH) dismissed the tax authority's complaint for leave to appeal, upholding the lower court's decision against the taxpayer. The dispute concerned the application of § 173 Abs. 1 Nr. 2 of the Fiscal Code (AO), specifically whether the authority's conduct constituted a simple breach of duty (light negligence) or a serious breach (gross negligence) affecting the binding force of tax assessment. The BFH held that the authority failed to demonstrate a divergence in legal interpretation sufficient to justify admission of the ordinary appeal for the sake of uniform case law. The court noted that the Financial Court had correctly applied the requisite fact-finding standards for distinguishing between light and gross negligence regarding the authority's fault, thereby affirming the lower instance's ruling in full.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 173 Abs. 1 Nr. 2 AO, § 135 Abs. 2 FGO; Differentiation between light and gross negligence in tax authority fault under § 173 Abs. 1 Nr. 2 AO: The dispute concerned the application of § 173 Abs. 1 Nr. 2 of the Fiscal Code (AO), specifically whether the authority's conduct constituted a simple breach of duty (light negligence) or a serious breach (gross negligence) affecting the binding force of tax assessment. The BFH held that the authority failed to demonstrate a divergence in legal interpretation sufficient to justify admission of the ordinary appeal for the sake of uniform case law. The court noted that the Financial Court had correctly applied the requisite fact-finding standards for distinguishing between light and gross negligence regarding the authority's fault, thereby affirming the lower instance's ruling in full.
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KI-generiertCited in the dispositive to justify the allocation of costs to the losing party.
Volltext
(Tatrichterliche Prüfung des § 173 Abs. 1 Nr. 2 AO)
[LEITSATZ]
NV: Der Tatbestand des § 173 Abs. 1 Nr. 2 AO muss im Rahmen der tatrichterlichen Würdigung einer konkreten Prüfung unterzogen werden, die eine Differenzierung zwischen einfachem Pflichtverstoß --als Ausdruck leichter Fahrlässigkeit-- und schwerem Pflichtverstoß --als Ausdruck grober Fahrlässigkeit-- hinreichend deutlich erkennen lässt.
[TENOR]
Die Beschwerde des Beklagten wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts Düsseldorf vom 27. März 2015 13 K 3844/13 E wird als unbegründet zurückgewiesen.
Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat der Beklagte zu tragen.
[GRUENDE]
Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Die Revision ist nicht zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (§ 115 Abs. 2 Nr. 2 2. Alternative der Finanzgerichtsordnung --FGO--) zuzulassen.
Der in der Beschwerdebegründung herausgearbeitete, vorgeblich von anderen Entscheidungen des Bundesfinanzhofs und des Finanzgerichts Münster divergierende --vom Beklagten und Beschwerdeführer (Finanzamt) aber lediglich "sinngemäß" wiedergegebene-- Rechtssatz des Finanzgerichts (FG) ist den Gründen der angefochtenen Entscheidung nicht zu entnehmen. Im Übrigen sind die behaupteten Divergenzen zum Teil auch nicht, wie erforderlich, durch das Gegenüberstellen einander widersprechender abstrakter Rechtssätze aus der Entscheidung der Vorinstanz einerseits und den behaupteten Divergenzentscheidungen andererseits erkennbar gemacht worden.
Lediglich ergänzend weist der Senat darauf hin, dass das FG die rechtlichen Maßstäbe, nach denen der Begriff des Verschuldens i.S. von § 173 Abs. 1 Nr. 2 der Abgabenordnung hinsichtlich der notwendigen Differenzierung zwischen einfachem Pflichtverstoß --als Ausdruck leichter Fahrlässigkeit-- und schwerem Pflichtverstoß --als Ausdruck grober Fahrlässigkeit-- einer tatrichterlichen Prüfung zu unterwerfen ist (Senatsurteil vom 10. Februar 2015 IX R 18/14, BFHE 249, 195), seiner Entscheidung in jeder Hinsicht zutreffend zugrunde gelegt hat, so dass der Streitfall auch in dieser Hinsicht keinen Anlass zu einer revisionsgerichtlichen Überprüfung bietet.
Von einer weiter gehenden Begründung wird gemäß § 116 Abs. 5 Satz 2 FGO abgesehen.
Die Kostenentscheidung beruht auf § 135 Abs. 2 FGO.