Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VII S 8/14 KI-generiert

Mootness of motion to modify preliminary injunction after final rejection of underlying compulsory auction claim

Geschäftsnummer VII S 8/14
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Finance (7th Senate) dismissed the applicant’s request to modify a preliminary injunction, ruling that the application was moot as the applicant’s underlying obligation claim had become final and unenforceable through the rejection of a non-admission complaint. The dispute concerned a petition for interim relief under § 114 FGO to compel a tax authority to withdraw a request for the compulsory auction of the applicant’s property, following a prior regional tax court decision that had denied such relief. The court held that interim legal protection could no longer be granted because the main action failed definitively; consequently, an application to modify the initial order pursuant to § 927 ZPO, which is generally admissible when circumstances change, became obsolete once the contested administrative act of compulsory auction became legally binding (bestandskräftig) via the rejection of the appeal.

Legislator-Regeste

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§ 927 ZPO, § 135 Abs. 1 FGO; Mootness of motion to modify preliminary injunction after final rejection of underlying compulsory auction claim: The dispute concerned a petition for interim relief under § 114 FGO to compel a tax authority to withdraw a request for the compulsory auction of the applicant’s property, following a prior regional tax court decision that had denied such relief. The court held that interim legal protection could no longer be granted because the main action failed definitively; consequently, an application to modify the initial order pursuant to § 927 ZPO, which is generally admissible when circumstances change, became obsolete once the contested administrative act of compulsory auction became legally binding (bestandskräftig) via the rejection of the appeal.

Schlagwörter

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Gegenstandslosigkeit der vorsorglichen Massnahme Gegenstandslosigkeit der Gläubigerforderung Gegenstandslosigkeit des Wegweisungsvollzugs Gegenstandslosigkeit des Streitgegenstandes Unzulässigkeit der Vorfrage Einreichung des angefochtenen Entscheids
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 135 Abs. 1 FGO

Basis for the decision on costs in the operative part of the order.

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Volltext

(Zum Antrag auf Änderung einer einstweiligen Anordnung wegen veränderter Umstände entsprechend § 927 ZPO)

[LEITSATZ] NV: Wird ein Antrag auf Anordnung der Zwangsversteigerung durch Ablehnung der Verpflichtungsklage und Verwerfung der Nichtzulassungsbeschwerde rechtskräftig und kann deshalb vorläufiger Rechtsschutz nicht (mehr) in Anspruch genommen werden, ist damit auch der grundsätzlich entsprechend § 927 ZPO zulässige Antrag auf Änderung aufgrund neuer Erkenntnisse erledigt.

[GRUENDE] 1

Der Antrag hat keinen Erfolg.

2

Mit Beschluss vom 18. Dezember 2013 1 V 1857/13 hat das Finanzgericht (FG) Rheinland-Pfalz den Erlass einer einstweiligen Anordnung gemäß § 114 Abs. 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) abgelehnt, mit der der Antragsgegner (das Finanzamt) zur Rücknahme des Antrags auf Anordnung der Zwangsversteigerung des Grundstücks der Antragstellerin verpflichtet werden sollte. Dagegen hat die Antragstellerin "Änderungsantrag zum Beschluss des einstweiligen Rechtsschutzes gem. § 69 Abs. 6 Satz 2 und § 114 Abs. 3 FGO i.V.m. § 927 Abs. 1 ZPO" gestellt.

3

Mit Beschluss vom 4. Juni 2014 zum Az. VII B 27/14 hat der Senat die Nichtzulassungsbeschwerde der Antragstellerin gegen das Urteil des FG vom 18. Dezember 2013 1 K 1813/13 als unzulässig verworfen. Damit ist der von der Antragstellerin mit der Klage bekämpfte Antrag auf Anordnung der Zwangsversteigerung ihres Grundstücks bestandskräftig geworden. Der Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz --und damit auch der (grundsätzlich zulässige, vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs vom 28. Januar 1988 IV R 68/86, BFHE 152, 314, BStBl II 1988, 449) Änderungsantrag-- hat sich damit erledigt. Vorläufiger Rechtsschutz kann nicht in Anspruch genommen werden, wenn er in der Hauptsache endgültig nicht gewährt werden kann.

4

Die Kostenentscheidung beruht auf § 135 Abs. 1 FGO.