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II S 18/14 KI-generiert

Counter-representation against cost assessment remittal is inadmissible because the decision is not modifiable

Geschäftsnummer II S 18/14
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Fiscal Court (BFH) dismissed the debtor’s objection as inadmissible, upholding the lower court’s rejection of the appeal against the cost assessment and confirming that the appeal itself is not a permissible remedy. The dispute concerned the debtor’s attempt to challenge the BFH’s decision upholding a cost invoice issued for a unsuccessful appeal in a prior proceeding, where the debtor argued that the cost burden violated fundamental rights or was legally baseless due to their financial hardship and disability status. The court held that a "counter-representation" (Gegenvorstellung) against a decision on a reminder (Erinnerung) regarding court costs is not statutorily available because such decisions are not modifiable under the applicable procedural rules, and the requirement of mandatory representation by a licensed attorney at the BFH does not apply to this specific procedural step. Key legal bases included § 128 FGO (excluding appeals against BFH decisions), the doctrine that counter-representations are limited to modifiable decisions, and § 135(2) FGO (mandatory cost liability for unsuccessful appeals without provision for consideration of personal financial circumstances).

Legislator-Regeste

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§ 135 Abs. 2 FGO; Counter-representation against cost assessment remittal is inadmissible because the decision is not modifiable: The dispute concerned the debtor’s attempt to challenge the BFH’s decision upholding a cost invoice issued for a unsuccessful appeal in a prior proceeding, where the debtor argued that the cost burden violated fundamental rights or was legally baseless due to their financial hardship and disability status. The court held that a "counter-representation" (Gegenvorstellung) against a decision on a reminder (Erinnerung) regarding court costs is not statutorily available because such decisions are not modifiable under the applicable procedural rules, and the requirement of mandatory representation by a licensed attorney at the BFH does not apply to this specific procedural step. Key legal bases included § 128 FGO (excluding appeals against BFH decisions), the doctrine that counter-representations are limited to modifiable decisions, and § 135(2) FGO (mandatory cost liability for unsuccessful appeals without provision for consideration of personal financial circumstances).

Schlagwörter

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Nichteintreten auf Kostenbeschwerde Nichteintreten infolge Nichtbezahlung unzulässige Rechtsverweigerungseinsprache unanfechtbarer Entscheid Zulässigkeit der Steuerbeschwerde Unzulässigkeit der Einspracheveranlagung
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 135 Abs. 2 FGO

Cited in the operative reasoning to establish that the debtor is liable for the costs of the unsuccessful appeal, which is the basis for the upheld cost assessment.

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Volltext

Gegenvorstellung gegen BFH-Beschluss über Erinnerung nicht statthaft

[LEITSATZ] NV: Eine Gegenvorstellung gegen einen Beschluss, durch den der BFH eine Erinnerung gegen eine Kostenrechnung zurückgewiesen hat, kann zwar ohne Beachtung des beim BFH bestehenden Vertretungszwanges eingelegt werden, ist aber nicht statthaft.

[TATBESTAND] 1

I. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat durch Beschluss vom 10. April 2014 II E 1/14 die Erinnerung des Kostenschuldners, Erinnerungsführers und Rügeführers (Kostenschuldner) gegen die Kostenrechnung des BFH --Kostenstelle-- vom 23. Januar 2014 KostL 54/14 zurückgewiesen. Dagegen hat der Kostenschuldner mit Schreiben vom 2. Mai 2014 "Beschwerde" eingelegt.

[ENTSCHEIDUNGSGRUENDE] 2

II. 1. Da Beschwerden gemäß § 128 der Finanzgerichtsordnung (FGO) nur gegen bestimmte Entscheidungen der Finanzgerichte, nicht aber gegen Entscheidungen des BFH vorgesehen sind, ist die "Beschwerde" des Kostenschuldners als Gegenvorstellung auszulegen, die allerdings unzulässig ist.

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2. Der Zulässigkeit der Gegenvorstellung steht zwar nicht entgegen, dass der Kostenschuldner nicht durch einen beim BFH gemäß § 62 Abs. 4 Sätze 1 bis 3 i.V.m. Abs. 2 Satz 1 FGO zugelassenen Prozessbevollmächtigten vertreten wird. Für die Einlegung der Erinnerung besteht nämlich beim BFH kein Vertretungszwang (BFH-Beschlüsse vom 21. Juni 2012 X E 3/12, BFH/NV 2012, 1618, und vom 26. Juni 2012 X E 4/12, BFH/NV 2012, 1622). Gleiches gilt auch für eine Gegenvorstellung gegen den Beschluss des BFH über eine Erinnerung.

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3. Die Gegenvorstellung ist aber nicht statthaft. Gegenvorstellungen können nur noch gegen abänderbare Entscheidungen des Gerichts erhoben werden (BFH-Beschluss vom 14. Februar 2012 IV S 1/12, BFH/NV 2012, 967, Rz 8). Die Entscheidung über eine Erinnerung gehört nicht zu den abänderbaren Entscheidungen.

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4. Würde man demgegenüber die Statthaftigkeit von Gegenvorstellungen unterstellen, wären sie allenfalls dann zulässig, wenn substantiiert dargelegt würde, die angegriffene Entscheidung beruhe auf schwerwiegenden Grundrechtsverstößen oder erscheine unter keinem denkbaren Gesichtspunkt vertretbar und entbehre jeder gesetzlichen Grundlage (BFH-Beschluss vom 14. Februar 2012 X S 4/12 (PKH), BFH/NV 2012, 967, Rz 8).

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Das Vorliegen dieser Voraussetzungen hat der Kostenschuldner nicht substantiiert dargelegt. Entgegen seiner Ansicht ergibt sich weder aus der Gewährung von Prozesskostenhilfe durch Beschluss des Sozialgerichts Düsseldorf vom 9. April 2014 S 23 SB 2198/13 für ein bei diesem Gericht anhängiges Verfahren noch aus dem laut weiterem Beschluss dieses Gerichts vom 9. April 2014 S 23 SB 2198/13 beim Kostenschuldner gegebenen "Gesamt-GdB von 40", dass der BFH-Beschluss vom 10. April 2014 II E 1/14 derartige schwere Fehler aufweist. Dass der Kostenschuldner die Kosten des von ihm erfolglos betriebenen Beschwerdeverfahrens II B 115/13 zu tragen hat, ergibt sich aus § 135 Abs. 2 FGO. Die Berücksichtigung der persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Kostenschuldners ist weder in dieser Vorschrift noch in den der Berechnung der Gerichtsgebühren zugrunde liegenden Vorschriften vorgesehen. Ob pfändbares Vermögen des Kostenschuldners vorhanden ist, ist gegebenenfalls im Rahmen der Beitreibung der Gerichtskosten zu prüfen.

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5. Die Entscheidung ergeht gerichtsgebührenfrei (BFH-Beschlüsse vom 14. Februar 2012 X S 1/12, BFH/NV 2012, 1149, Rz 13, und vom 24. April 2012 IX E 4/12, BFH/NV 2012, 1798, Rz 9).