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IX B 139/13 KI-generiert

Right to be heard and surprise decision: Judicial remarks during conciliation negotiations do not bind the court

Geschäftsnummer IX B 139/13
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Finance (BFH) dismissed the plaintiff's non-admission complaint, rejecting his appeal against the rejection of the Federal Finance Court's (FG) decision to admit an appeal in revision. The dispute concerned a tax assessment where the plaintiff alleged a violation of his right to be heard (Art. 103 Abs. 1 GG, § 96 Abs. 2 FGO) through a "surprise decision," claiming the FG had verbally committed to recognizing income-related deduction expenses up to 2006 during a conciliation attempt, leading him to withhold further evidence. The BFH held that no procedural error occurred because remarks made during judicial conciliation are subject to the reservation of final deliberation and do not create binding reliance interests, and the plaintiff failed to demonstrate what specific evidence he would have presented or how the outcome would have changed. Consequently, the court refused to admit the appeal based on procedural defects, noting that the plaintiff's substantive argument regarding the intent to earn income constituted a mere challenge to material correctness, which is insufficient for non-admission.

Legislator-Regeste

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§ 116 Abs. 5 Satz 2 2. Halbsatz FGO; Right to be heard and surprise decision: Judicial remarks during conciliation negotiations do not bind the court: The dispute concerned a tax assessment where the plaintiff alleged a violation of his right to be heard (Art. 103 Abs. 1 GG, § 96 Abs. 2 FGO) through a "surprise decision," claiming the FG had verbally committed to recognizing income-related deduction expenses up to 2006 during a conciliation attempt, leading him to withhold further evidence. The BFH held that no procedural error occurred because remarks made during judicial conciliation are subject to the reservation of final deliberation and do not create binding reliance interests, and the plaintiff failed to demonstrate what specific evidence he would have presented or how the outcome would have changed. Consequently, the court refused to admit the appeal based on procedural defects, noting that the plaintiff's substantive argument regarding the intent to earn income constituted a mere challenge to material correctness, which is insufficient for non-admission.

Schlagwörter

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Anspruch auf rechtliches Gehör Schlichtungsverhandlung Verletzung von Verfahrensrechten Reservationsrecht Mündlich mitgeteilte Entscheidung materielle Begründung
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 116 Abs. 5 Satz 2 2. Halbsatz FGO

Procedural rule applied to waive the further reasoning in the decision.

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Volltext

Nichtzulassungsbeschwerde

[LEITSATZ]

1. NV: Verletzung rechtlichen Gehörs durch Überraschungsentscheidung.

2. NV: Eine Revisionszulassung setzt voraus, dass die Voraussetzungen eines Verfahrensfehlers nicht nur schlüssig dargelegt werden, sondern nach Überzeugung des Senats auch vorliegen.

[GRUENDE]

Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Die vom Kläger und Beschwerdeführer (Kläger) geltend gemachte Verletzung rechtlichen Gehörs (Art. 103 Abs. 1 des Grundgesetzes, § 96 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung --FGO--) liegt nicht vor. Das Finanzgericht (FG) hat keine Überraschungsentscheidung erlassen. Aus dem Protokoll der mündlichen Verhandlung vom 26. September 2013 ergibt sich nicht, dass das Gericht die Anerkennung der Werbungskosten bis 2006 bindend zugesagt hat. Selbst wenn sich der Vorsitzende im Zusammenhang mit dem protokollierten Vorschlag für eine tatsächliche Verständigung, wonach die Werbungskosten bis 2006 anerkannt werden könnten, in entsprechender Weise geäußert haben sollte, durfte der Kläger nicht in der Weise darauf vertrauen, dass er möglichen weiteren Sachvortrag für den Fall eines anderen Ausgangs des Verfahrens unterließ.

Hinweise und Äußerungen des Gerichts im Rechtsgespräch stehen regelmäßig unter dem Vorbehalt der abschließenden Beratung. Der Kläger hätte vorsorglich zur Sache weiter vortragen können. Im Übrigen ist nicht dargelegt, was der Kläger vorgetragen hätte, wenn er nicht davon ausgegangen wäre, dass die Klage hinsichtlich der Werbungskosten bis 2006 Erfolg haben würde und inwiefern das Urteil darauf beruhen kann.

In der Sache geht es der Beschwerde darum, die Einschätzung des FG hinsichtlich der Einkünfteerzielungsabsicht bis 2006 anzugreifen, d.h. die Beschwerde zielt auf die materielle Unrichtigkeit der finanzgerichtlichen Entscheidung. Dies kann die Revisionszulassung aber nicht rechtfertigen.

Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 116 Abs. 5 Satz 2 2. Halbsatz FGO abgesehen.