Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
IX S 8/13 KI-generiert

Substantiation requirements for petition against lack of hearing: Merits-based arguments insufficient to demonstrate violation of right to be heard

Geschäftsnummer IX S 8/13
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Fiscal Court dismissed the taxpayer’s petition for relief against lack of hearing as inadmissible, leaving the prior rejection of their non-appealability complaint and the underlying tax assessment in force. The dispute concerned a procedural complaint filed under § 133a of the Fiscal Courts Act, where the taxpayers argued that the court had failed to consider their arguments regarding the substantive correctness of the lower court's decision in a non-appealability complaint procedure. The court held that the petition did not meet the statutory requirements for substantiating a violation of the right to be heard under Article 103(1) of the German Basic Law, as the taxpayers merely presented a differing legal opinion on the merits and alleged insufficient consideration of their counter-arguments, rather than identifying specific factual or legal points they were unable to address that the court ignored or failed to weigh.

Legislator-Regeste

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§ 133a Abs. 2 Satz 5 der Finanzgerichtsordnung, Art. 103 Abs. 1 des Grundgesetzes (GG; Substantiation requirements for petition against lack of hearing: Merits-based arguments insufficient to demonstrate violation of right to be heard: The dispute concerned a procedural complaint filed under § 133a of the Fiscal Courts Act, where the taxpayers argued that the court had failed to consider their arguments regarding the substantive correctness of the lower court's decision in a non-appealability complaint procedure. The court held that the petition did not meet the statutory requirements for substantiating a violation of the right to be heard under Article 103(1) of the German Basic Law, as the taxpayers merely presented a differing legal opinion on the merits and alleged insufficient consideration of their counter-arguments, rather than identifying specific factual or legal points they were unable to address that the court ignored or failed to weigh.

Schlagwörter

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Anspruch auf rechtliches Gehör Prozessvoraussetzung Rechte des Steuerpflichtigen Rechtsgutachten materielle Begründung Steuerverfahren
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 133a Abs. 2 Satz 5 der Finanzgerichtsordnung

Cited as the procedural requirement for substantiating a petition for relief against lack of hearing, whose non-fulfillment rendered the petition inadmissible.

Art. 103 Abs. 1 des Grundgesetzes (GG)

Constitutional basis for the right to be heard, which the court found not violated due to the lack of substantive demonstration of ignored arguments.

Nr. 6400 des Kostenverzeichnisses, Anl. 1 zu § 3 Abs. 2 des Gerichtskostengesetzes

Basis for the imposition of a 50 EUR court fee for the decision on the petition.

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Volltext

Darlegungserfordernisse bei einer Anhörungsrüge

[LEITSATZ]

NV: Mit einem Vorbringen, das sich im Wesentlichen gegen die inhaltliche Richtigkeit der angefochtenen Entscheidung wendet, ohne im Übrigen eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör substantiiert darzulegen, kann der Rügeführer im Rahmen einer Anhörungsrüge keinen Erfolg haben.

[GRUENDE]

Die Anhörungsrüge ist unzulässig; ihre Begründung entspricht nicht den Anforderungen des § 133a Abs. 2 Satz 5 der Finanzgerichtsordnung.

Nach dieser Bestimmung hätten die Kläger, Beschwerdeführer und Rügeführer (Kläger) schlüssig und substantiiert darlegen müssen, zu welchen Sach- oder Rechtsfragen sie sich im rechtskräftig abgeschlossenen Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren IX B 111/12 nicht haben äußern können, welches entscheidungserhebliche Vorbringen das Gericht unter Verstoß gegen Art. 103 Abs. 1 des Grundgesetzes (GG) nicht zur Kenntnis genommen oder in Erwägung gezogen habe und woraus die Kläger dies im Einzelnen folgern (vgl. Beschluss des Bundesfinanzhofs vom 11. März 2009 VI S 2/09, BFH/NV 2009, 1131).

Diesen Anforderungen wird die Anhörungsrüge nicht gerecht. Die Ausführungen der Kläger erschöpfen sich im Kern in der Darlegung einer gegen die erstinstanzliche Entscheidung des Finanzgerichts (FG) gerichteten, abweichenden Rechtsauffassung und in der Behauptung, der Senat habe in seinem Beschluss vom 15. Februar 2013 IX B 111/12 die insoweit vorgetragenen (Gegen-)Argumente nicht hinreichend berücksichtigt; sie bringen damit lediglich zum Ausdruck, das FG habe nach ihrer Ansicht den Streitfall unzutreffend entschieden und der Senat habe die Revision auf die Nichtzulassungsbeschwerde der Kläger zu Unrecht nicht zugelassen. Damit ist ein Verstoß gegen Art. 103 Abs. 1 GG nicht dargetan.

Für die Entscheidung über die Anhörungsrüge wird eine Gebühr in Höhe von 50 € erhoben (Nr. 6400 des Kostenverzeichnisses, Anl. 1 zu § 3 Abs. 2 des Gerichtskostengesetzes).