Rejection of legal aid for failure to prove indigence via statutory declaration, despite claim under EU Charter Art. 47(3)
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Finance (BFH) dismissed the application for legal aid (Prozesskostenhilfe, PKH), ruling in favor of the court's procedural requirements by finding the applicant's request unsubstantiated. The dispute arose during compensation litigation before the BFH, where the applicant failed to submit the mandatory declaration of personal and economic circumstances within the court's deadline, subsequently attempting to invoke European fundamental rights without providing the required financial evidence. The court held that under § 142 FGO in conjunction with §§ 114, 117 ZPO, legal aid must be rejected if the applicant does not prove indigence by submitting the official statutory forms, and this requirement applies equally to claims based on Article 47(3) of the Charter of Fundamental Rights of the European Union, which also mandates a lack of sufficient means; the decision was issued free of court fees.
Legislator-Regeste
KI-generiertRejection of legal aid for failure to prove indigence via statutory declaration, despite claim under EU Charter Art. 47(3): The dispute arose during compensation litigation before the BFH, where the applicant failed to submit the mandatory declaration of personal and economic circumstances within the court's deadline, subsequently attempting to invoke European fundamental rights without providing the required financial evidence. The court held that under § 142 FGO in conjunction with §§ 114, 117 ZPO, legal aid must be rejected if the applicant does not prove indigence by submitting the official statutory forms, and this requirement applies equally to claims based on Article 47(3) of the Charter of Fundamental Rights of the European Union, which also mandates a lack of sufficient means; the decision was issued free of court fees.
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KI-generiertVolltext
Nachweis der Mittellosigkeit im PKH-Verfahren
[LEITSATZ] NV: Ohne Nachweis der Mittellosigkeit ist die Gewährung von PKH abzulehnen, auch soweit der Antragsteller sich auf Art. 47 Abs. 3 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union beruft .
[TATBESTAND] 1
I. Der Antragsteller hat Entschädigungsklage beim Bundesfinanzhof (BFH) erhoben und mit Schriftsatz vom 12. Februar 2013 einen Antrag auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe (PKH) gestellt. Mit Schreiben vom 18. Februar 2013 ist er um Vorlage der Erklärung über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse unter Verwendung des beigefügten amtlichen Vordrucks bis zum 15. März 2013 gebeten worden. Diese Vorlage erfolgte nicht. Mit Schreiben vom 26. März 2013 beantragte der Antragsteller die Bewilligung von PKH auch nach Art. 47 Abs. 3 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union (EUGrdRCh).
[ENTSCHEIDUNGSGRUENDE] 2
II. Der Antrag auf Gewährung von PKH wird abgelehnt, weil der Antragsteller die Erklärung über seine persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse nicht eingereicht hat.
3
1. Nach § 142 der Finanzgerichtsordnung (FGO) i.V.m. § 114 Satz 1 der Zivilprozessordnung (ZPO) erhält eine Partei, die nach ihren persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen die Kosten der Prozessführung nicht, nur zum Teil oder nur in Raten aufbringen kann, auf Antrag PKH, wenn die beabsichtigte Rechtsverfolgung hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet und nicht mutwillig erscheint. Dem beim Prozessgericht zu stellenden Antrag nach § 117 Abs. 1 Satz 1 ZPO sind nach § 117 Abs. 2 Satz 1 ZPO eine Erklärung der Partei über ihre persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse sowie entsprechende Belege beizufügen. Hierbei hat der Antragsteller die dafür eingeführten amtlichen Vordrucke zu benutzen (§ 117 Abs. 4 ZPO).
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Wird vom Antragsteller keine Erklärung über seine persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse eingereicht, ist die Gewährung von PKH abzulehnen, da der Nachweis über die Mittellosigkeit nicht erbracht worden ist (vgl. BFH-Beschluss vom 6. Juli 2012 V S 8/12 (PKH), BFH/NV 2012, 1630).
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2. Da die Gewährung von PKH nach Art. 47 Abs. 3 EUGrdRCh ebenfalls verlangt, dass der Antragsteller "nicht über ausreichende Mittel" verfügt, ist auch insoweit der Antrag auf Bewilligung von PKH mangels Nachweis der Mittellosigkeit abzulehnen.
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3. Die Entscheidung ergeht gerichtsgebührenfrei (§ 142 FGO i.V.m. § 118 Abs. 1 Sätze 4 und 5 ZPO, § 1 Abs. 2 Nr. 2 i.V.m. § 3 Abs. 2 des Gerichtskostengesetzes und des Kostenverzeichnisses der Anlage 1).