Clarification capability of revision: Requirement to estimate expenses when statutory assessment of tax bases does not render assessment null
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Finance (BFH) dismissed the taxpayers' complaint, denying admission of the revision for lack of fundamental significance; consequently, the lower financial court's decision upholding the tax assessment remains in force. The dispute concerned a challenge to the nullity of an income tax assessment, where the taxpayers argued that the tax office failed to estimate necessary special expenses and pension contributions for self-employed individuals during a statutory estimation of tax bases, thereby violating the duty to estimate. The court held that the legal question was not capable of being clarified in the revision proceedings because it was not decision-relevant to the lower court's judgment, which was based solely on the absence of willful or punitive estimation that would render the assessment null; even if a duty to estimate such expenses existed, its breach would result only in unlawfulness, not nullity, which was sufficient to validate the binding tax assessment. Key legal norms include § 115 Abs. 2 Nr. 1 and § 116 Abs. 3 Satz 3 of the Fiscal Courts Act (FGO) regarding the requirements for revision admission and the substantive distinction between tax unlawfulness and nullity.
Legislator-Regeste
KI-generiertClarification capability of revision: Requirement to estimate expenses when statutory assessment of tax bases does not render assessment null: The dispute concerned a challenge to the nullity of an income tax assessment, where the taxpayers argued that the tax office failed to estimate necessary special expenses and pension contributions for self-employed individuals during a statutory estimation of tax bases, thereby violating the duty to estimate. The court held that the legal question was not capable of being clarified in the revision proceedings because it was not decision-relevant to the lower court's judgment, which was based solely on the absence of willful or punitive estimation that would render the assessment null; even if a duty to estimate such expenses existed, its breach would result only in unlawfulness, not nullity, which was sufficient to validate the binding tax assessment. Key legal norms include § 115 Abs. 2 Nr. 1 and § 116 Abs. 3 Satz 3 of the Fiscal Courts Act (FGO) regarding the requirements for revision admission and the substantive distinction between tax unlawfulness and nullity.
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KI-generiertVolltext
Klärungsfähige Rechtsfrage im Rahmen einer NZB - Rechtswidrigkeit eines Steuerbescheids bei Verstoß gegen die Verpflichtung zur Schätzung
[LEITSATZ] NV: Ob eine Rechtsfrage im anschließenden Revisionsverfahren klärungsfähig ist, bestimmt sich danach, ob die Frage für das FG entscheidungserheblich war. Dies ist nur dann der Fall, wenn eine Aussage zu dieser Rechtsfrage erforderlich war, um die vom FG getroffene Entscheidung zu begründen .
[GRUENDE] 1
Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Der von den Klägern und Beschwerdeführern (Kläger) benannte Grund der grundsätzlichen Bedeutung der Rechtssache gemäß § 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) kann nicht zur Zulassung der Revision führen.
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Die Kläger sind der Auffassung, die Frage, ob die Finanzämter im Rahmen einer Schätzung von Besteuerungsgrundlagen jedenfalls bei Selbstständigen und Freiberuflern verpflichtet seien, die Höhe von Sonderausgaben und Vorsorgeaufwendungen zu schätzen, sei höchstrichterlich noch nicht entschieden und habe grundsätzliche Bedeutung.
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a) Es ist bereits zweifelhaft, ob dieses Vorbringen die Darlegungsanforderungen i.S. des § 116 Abs. 3 Satz 3 FGO erfüllt, da die Darlegung des Zulassungsgrundes der grundsätzlichen Bedeutung der Rechtssache substantiierte Ausführungen zur Klärungsbedürftigkeit einer hinreichend bestimmten Rechtsfrage verlangt, die im konkreten Streitfall voraussichtlich klärbar ist und deren Beurteilung zweifelhaft oder umstritten ist (ständige Rechtsprechung, vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 22. März 2011 X B 151/10, BFH/NV 2011, 1165; Gräber/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7. Aufl., § 116 Rz 32, m.w.N.).
4
b) Dieses kann jedoch dahingestellt bleiben, da die von den Klägern formulierte Rechtsfrage im Streitfall nicht klärungsfähig wäre. Ob die für die Zulassung maßgebliche Rechtsfrage im anschließenden Revisionsverfahren klärungsfähig ist, bestimmt sich danach, ob die Frage für das Finanzgericht (FG) entscheidungserheblich war. Dies ist nur dann der Fall, wenn eine Aussage zu dieser Rechtsfrage erforderlich war, um die vom FG getroffene Entscheidung zu begründen (z.B. Senatsbeschluss vom 16. Januar 2007 X B 5/06, BFH/NV 2007, 720, m.w.N.). Diese Erforderlichkeit ist im Streitfall nicht gegeben.
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c) Das FG hatte zu entscheiden, ob der Einkommensteuerbescheid 2007 vom 16. März 2009 nichtig ist. Diese Frage hat das Gericht auf der Grundlage der ständigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs eindeutig verneint, weil eine Willküroder Strafschätzung durch das Finanzamt nicht erkennbar sei.
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Die weiteren Ausführungen des FG zur möglichen Verpflichtung des Beklagten und Beschwerdegegners (Finanzamt --FA--), im Rahmen einer Schätzung von Besteuerungsgrundlagen ebenfalls Sonderausgaben, insbesondere Vorsorgeaufwendungen, zu schätzen, sind demgegenüber nicht entscheidungserheblich. Sie haben keinerlei Bedeutung für die Feststellung, der Einkommensteuerbescheid 2007 sei bestandskräftig und nicht nichtig. Selbst wenn nämlich eine dementsprechende Verpflichtung des FA zur Schätzung der Vorsorgeaufwendungen gegeben gewesen wäre, hätte deren Nichtbeachtung lediglich die Rechtswidrigkeit, nicht aber die Nichtigkeit des Steuerbescheides zur Folge gehabt.