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V B 60/11 KI-generiert

Limits of a qualified legal error in the context of a court's assessment of evidence under § 115 Abs. 2 Nr. 2 Alt. 2 FGO

Geschäftsnummer V B 60/11
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Finance (BFH) dismissed the plaintiff's complaint, refusing to admit the revision appeal against the Lower Finance Court's judgment, thereby leaving the lower court's decision in force. The dispute centered on a tax matter where the plaintiff challenged the lower court's assessment of facts and evidence, arguing that it constituted an error of law sufficient to warrant a higher court review under § 115 Abs. 2 Nr. 2 Alt. 2 FGO. The BFH held that only obvious, objectively arbitrary, and legally untenable errors in the lower court's fact-finding qualify as a "qualified legal application error" justifying such an exception, and found that the plaintiff failed to substantiate that the challenged decision was legally unsustainable from any perspective. Furthermore, the court ruled that issues regarding the lower court's evaluation of evidence are not capable of establishing a fundamental significance of the legal issue under § 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO.

Legislator-Regeste

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§ 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO; Limits of a qualified legal error in the context of a court's assessment of evidence under § 115 Abs. 2 Nr. 2 Alt. 2 FGO: Aus der von der Klägerin und Beschwerdeführerin (Klägerin) gerügten fehlerhaften Tatsachen- und Beweiswürdigung des Finanzgerichts (FG) ergibt sich kein sog. qualifizierter Rechtsanwendungsfehler, der ausnahmsweise die Zulassung der Revision nach § 115 Abs. 2 Nr. 2 2. Alternative der Finanzgerichtsordnung (FGO) erfordert.

Schlagwörter

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willkürliche Beweiswürdigung Revision eines Entscheids Sachverhaltsirrtum Streitgegenstand Kognitionsbeschränkung schwerer Mangel des Verfahrens im Ausland
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Volltext

Qualifizierter Rechtsanwendungsfehler

[LEITSATZ]

NV: Für einen qualifizierten Rechtsanwendungsfehler, der ausnahmsweise die Zulassung der Revision nach § 115 Abs. 2 Nr. 2 2. Alternative FGO erfordert, kommen nur offensichtliche materielle oder formelle Fehler des FG im Sinne einer objektiv willkürlichen und unter keinem Gesichtspunkt rechtlich vertretbaren Entscheidung in Betracht.

[GRUENDE]

Die Beschwerde hat keinen Erfolg.

1. Aus der von der Klägerin und Beschwerdeführerin (Klägerin) gerügten fehlerhaften Tatsachen- und Beweiswürdigung des Finanzgerichts (FG) ergibt sich kein sog. qualifizierter Rechtsanwendungsfehler, der ausnahmsweise die Zulassung der Revision nach § 115 Abs. 2 Nr. 2 2. Alternative der Finanzgerichtsordnung (FGO) erfordert.

Für diesen Zulassungsgrund kommen nur offensichtliche materielle oder formelle Fehler des FG im Sinne einer objektiv willkürlichen und unter keinem Gesichtspunkt rechtlich vertretbaren Entscheidung in Betracht (Beschlüsse des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 13. Oktober 2003 IV B 85/02, BFHE 203, 404, BStBl II 2004, 25; vom 7. Juli 2004 VII B 344/03, BFHE 206, 226, BStBl II 2004, 896; vom 1. September 2008 IV B 4/08, BFH/NV 2009, 35; vom 25. März 2010 X B 176/08, BFH/NV 2010, 1455). Eine Beweiswürdigung ist willkürlich, wenn sie so schwerwiegende Fehler aufweist, dass sie unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt vertretbar ist und offensichtlich jedem Zweck einer Beweiswürdigung zuwiderläuft, so dass ein allgemeines Interesse an einer korrigierenden Entscheidung besteht (BFH-Beschluss vom 27.

Dezember 2007 IV B 124/06, BFH/NV 2008, 781). In der Beschwerdebegründung muss bei Geltendmachung dieses Zulassungsgrundes substantiiert dargelegt werden, weshalb die Vorentscheidung unter keinem denkbaren Aspekt rechtlich vertretbar ist (vgl. z.B. BFH-Beschlüsse vom 12. Dezember 2002 X B 99/02, BFH/NV 2003, 496; vom 3. November 2005 V B 9/04, BFH/NV 2006, 248). Derartige Rechtsfehler sind im Streitfall nicht substantiiert dargetan.

2. Fragen der Beweiswürdigung des FG sind entgegen der Auffassung der Klägerin nicht geeignet, eine grundsätzliche Bedeutung einer Rechtssache (§ 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO) zu begründen.