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V B 88/11 KI-generiert

Failure to specify equitable grounds precludes tax authority’s duty to rule on § 163 AO measure in export delivery claims

Geschäftsnummer V B 88/11
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Finance (BFH) dismissed the taxpayer’s complaint, upholding the lower court’s judgment and rejecting the claim that a divergence from previous BFH case law existed. The dispute concerned whether the taxpayer’s reliance on legitimate expectations for export deliveries in a prior filing constituted a sufficient application for equitable measures under national tax law, which would have required the tax office to reduce its discretionary discretion to zero and combine the decision on such measures with the tax assessment. The court held that the taxpayer failed to clearly articulate the specific equitable circumstances in the relevant communication to the tax office, thereby failing to trigger the tax office’s obligation to decide on an equitable measure pursuant to §§ 163, 227 AO, meaning the tax office had no duty to act and the lower court’s rejection of the divergence argument was correct.

Legislator-Regeste

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§ 163 AO, § 163 Satz 3 AO; Failure to specify equitable grounds precludes tax authority’s duty to rule on § 163 AO measure in export delivery claims: Die auf Divergenz (§ 115 Abs. 2 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung --FGO--) gestützte Beschwerde des Klägers und Beschwerdeführers (Kläger) hat keinen Erfolg.

Schlagwörter

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Steuerbehörde Ausfuhrabgabe Obligationenrecht Steuerveranlagungen Forderungseingabe Vorentscheid über Steuerpflicht
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Volltext

Geltendmachung von Vertrauensschutz bei Ausfuhrlieferungen

[LEITSATZ]

NV: Eine Divergenz zum BFH-Urteil vom 30. April 2009 V R 15/07, BFHE 225, 254, BStBl II 2009, 744 liegt nicht vor, wenn der Kläger Billigkeitsgesichtspunkte nicht hinreichend deutlich macht.

[GRUENDE]

Die auf Divergenz (§ 115 Abs. 2 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung --FGO--) gestützte Beschwerde des Klägers und Beschwerdeführers (Kläger) hat keinen Erfolg.

Die vom Kläger behauptete Divergenz zum Urteil des Bundesfinanzhofs vom 30. April 2009 V R 15/07 (BFHE 225, 254, BStBl II 2009, 744) liegt nicht vor. In diesem Urteil hat der Senat entschieden, dass Grundsätze des Vertrauensschutzes aufgrund besonderer Verhältnisse des Einzelfalles nach nationalem Recht nicht im Rahmen der Steuerfestsetzung, sondern nur im Rahmen einer Billigkeitsmaßnahme gemäß §§ 163, 227 der Abgabenordnung (AO) Berücksichtigung finden können. Erfordern gemeinschaftsrechtliche Regelungen eine Billigkeitsmaßnahme, ist das in § 163 AO eingeräumte Ermessen des Beklagten und Beschwerdegegners (Finanzamt --FA--) nach dieser Entscheidung auf Null reduziert, mit der Folge, dass ein Steuerpflichtiger, der Gesichtspunkte des Vertrauensschutzes im Festsetzungsverfahren geltend macht, Anspruch darauf hat, dass die Entscheidung über die Billigkeitsmaßnahme gemäß § 163 Satz 3 AO mit der Steuerfestsetzung verbunden wird.

Von dieser Entscheidung weicht das Finanzgericht nicht ab. Denn es geht zu Recht davon aus, dass der Kläger entgegen seinem Vortrag in seinem an das FA gerichteten Schreiben vom 6. Januar 2003 derartige Billigkeitsgesichtspunkte nicht hinreichend deutlich gemacht hat und daher für das FA kein Anlass bestand, über einen Antrag auf eine Billigkeitsmaßnahme nach § 163 AO zu entscheiden.