Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
II R 50/10 KI-generiert

Tax identification number assignment and data storage: compatibility with constitutional rights to human dignity and informational self-determination

Geschäftsnummer II R 50/10
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Finance Court dismissed the revision, upholding the lower court’s judgment that the defendant prevailed. The case involved a minor whose claim to compel the deletion of a tax identification number and associated stored data was rejected. The plaintiff challenged the validity of the assignment, arguing it violated human dignity, the right to informational self-determination, and freedom of religion. Relying on a concurrent decision in a sister case, the court held that the assignment of the identification number was not an administrative act but a statutory duty, and that the subsequent data storage complied with constitutional provisions, rendering the claim for a declaratory judgment of unlawfulness unfounded.

Legislator-Regeste

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§ 139a Abs. 2 AO, § 41 Abs. 1 FGO, § 41 Abs. 2 Satz 1 FGO, § 139a Abs. 1 AO, § 139b Abs. 3 AO, Art. 4 Abs. 1 GG; Tax identification number assignment and data storage: compatibility with constitutional rights to human dignity and informational self-determination: The case involved a minor whose claim to compel the deletion of a tax identification number and associated stored data was rejected. The plaintiff challenged the validity of the assignment, arguing it violated human dignity, the right to informational self-determination, and freedom of religion. Relying on a concurrent decision in a sister case, the court held that the assignment of the identification number was not an administrative act but a statutory duty, and that the subsequent data storage complied with constitutional provisions, rendering the claim for a declaratory judgment of unlawfulness unfounded.

Schlagwörter

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Identitätsnachweispflicht Rechte des Steuerpflichtigen Einreichung von Ausweispapieren Schutz der Privatsphäre Auskunftsrecht über Personendaten Identitätsdiebstahl
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung --FGO--

Procedural basis cited in the dispositive for dismissing the revision as inadmissible.

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Volltext

(Inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 18.1.2012 II R 49/10 - Zuteilung der Identifikationsnummer und dazu erfolgte Datenspeicherung mit Grundgesetz vereinbar - Zuteilung der Identifikationsnummer kein Verwaltungsakt - Steuerpflichtiger nach § 139a Abs. 2 AO - Pflichtangaben zur Religionszugehörigkeit auf Lohnsteuerkarte - mit einem Prozesskostenhilfeantrag verbundene Rechtsmitteleinlegung - Feststellung des Bestehens eines Rechtsverhältnisses i.S. des § 41 Abs. 1 FGO - einschränkende Auslegung des § 41 Abs. 2 Satz 1 FGO)

[TATBESTAND] 1

I. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Bundeszentralamt für Steuern --BZSt--) teilte der im Jahr 2007 geborenen Klägerin und Revisionsklägerin (Klägerin) im Jahr 2008 nach § 139a Abs. 1 der Abgabenordnung (AO) eine Identifikationsnummer zu und unterrichtete sie hiervon.

2

Die Klage, mit der die Klägerin beantragte, das BZSt zu verpflichten, die Identifikationsnummer nach § 139a Abs. 1 AO sowie die dazu nach § 139b Abs. 3 AO und -soweit vorhandennach anderen Vorschriften bei ihm gespeicherten Daten zu löschen, blieb erfolglos.

3

Mit der Revision rügt die Klägerin Verletzung der Menschenwürde (Art. 1 Abs. 1 des Grundgesetzes --GG--), des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung und der Religionsfreiheit (Art. 4 Abs. 1 GG).

4

Die Klägerin beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und festzustellen, dass die Zuteilung der Identifikationsnummer und die Speicherung von Daten unter dieser Nummer rechtswidrig waren und sind.

5

Das BZSt beantragt, die Revision als unzulässig zu verwerfen.

[ENTSCHEIDUNGSGRUENDE] 6

II. Die Revision ist zwar zulässig, aber unbegründet und war daher zurückzuweisen (§ 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung --FGO--). Die Klage ist mit dem im Revisionsverfahren zuletzt gestellten Antrag zulässig, jedoch unbegründet. Wegen der Beurteilung im Einzelnen wird auf das Urteil des Bundesfinanzhofs vom 18. Januar 2012 verwiesen, das in dem von der Mutter der Klägerin betriebenen Revisionsverfahren II R 49/10 ergangen ist.