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IX S 19/11 KI-generiert

Admissibility of counter-representation and hearing complaint requirements under Art. 103(1) GG and § 96(2) FGO

Geschäftsnummer IX S 19/11
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Finance (BFH) rejected the taxpayers' counter-representation as inadmissible and dismissed their hearing complaint as unfounded, resulting in the maintenance of the underlying lower court judgment. The dispute concerned a procedural challenge to a decision in case IX K 1/11, where the taxpayers alleged that the court had violated their right to be heard by failing to consider their submissions. The court held that a counter-representation is only admissible against a modifiable judicial decision, which was not present here, and further noted that a violation of Article 103(1) of the German Basic Law and § 96(2) of the Fiscal Court Rules (FGO) requires clear evidence that the court did not take the arguments into knowledge or evidently failed to consider them, which the taxpayers did not substantiate; consequently, the counter-representation was processed without court fees, while a €50 fee was imposed for the hearing complaint.

Legislator-Regeste

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Art. 103 Abs. 1 GG, § 96 Abs. 2 FGO, § 133a Abs. 4 Satz 2 FGO; Admissibility of counter-representation and hearing complaint requirements under Art. 103(1) GG and § 96(2) FGO: The dispute concerned a procedural challenge to a decision in case IX K 1/11, where the taxpayers alleged that the court had violated their right to be heard by failing to consider their submissions. The court held that a counter-representation is only admissible against a modifiable judicial decision, which was not present here, and further noted that a violation of Article 103(1) of the German Basic Law and § 96(2) of the Fiscal Court Rules (FGO) requires clear evidence that the court did not take the arguments into knowledge or evidently failed to consider them, which the taxpayers did not substantiate; consequently, the counter-representation was processed without court fees, while a €50 fee was imposed for the hearing complaint.

Schlagwörter

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Anspruch auf rechtliches Gehör Rechte des Steuerpflichtigen Verletzung von Verfahrensrechten Prozessrecht Widerklage Einreichung von Strafanzeigen
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 133a Abs. 4 Satz 2 FGO

Cited as the direct legal basis for the dispositive order to dismiss the hearing complaint as unfounded.

Nr. 6400 des Kostenverzeichnisses, Anl. 1 zu § 3 Abs. 2 des Gerichtskostengesetzes

Cited to impose the specific cost fee of 50 euros for the decision on the hearing complaint.

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Volltext

Gegenvorstellung und Anhörungsrüge

[LEITSATZ]

1. NV: Eine Gegenvorstellung kann nur noch gegen eine abänderbare Entscheidung des Gerichts erhoben werden.

2. NV: Art. 103 Abs. 1 GG und § 96 Abs. 2 FGO sind erst dann verletzt, wenn sich aus den besonderen Umständen des Einzelfalls deutlich ergibt, dass das Gericht Vorbringen entweder überhaupt nicht zur Kenntnis genommen oder doch bei seiner Entscheidung ersichtlich nicht in Erwägung gezogen hat.

[GRUENDE]

1. Die Gegenvorstellung der Kläger, Beschwerdeführer, Antragsteller und Rügeführer (Kläger) ist unzulässig, weil sie nicht statthaft ist. Eine Gegenvorstellung kann nur noch gegen eine --vorliegend nicht gegebene-- abänderbare Entscheidung des Gerichts erhoben werden (vgl. auch den Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 25. November 2008 1 BvR 848/07, BVerfGE 122, 190). Im Übrigen wäre die Gegenvorstellung, selbst wenn ihre Statthaftigkeit unterstellt würde, nur zulässig, wenn substantiiert dargelegt würde, die angegriffene Entscheidung beruhe auf schwerwiegenden Grundrechtsverstößen oder sie entbehre jeder gesetzlichen Grundlage. Hiervon ist im Streitfall --auch jetzt-- nicht auszugehen.

2. Die Anhörungsrüge ist unbegründet und zurückzuweisen (§ 133a Abs. 4 Satz 2 der Finanzgerichtsordnung --FGO--). Der Anspruch der Kläger auf Gewährung rechtlichen Gehörs wurde im Verfahren IX K 1/11 nicht verletzt.

Der Anspruch auf rechtliches Gehör i.S. von Art. 103 Abs. 1 des Grundgesetzes (GG) und § 96 Abs. 2 FGO verpflichtet das Gericht, die Beteiligten über den Verfahrensstoff zu informieren und ihnen Gelegenheit zur Äußerung zu geben, die Ausführungen der Beteiligten zur Kenntnis zu nehmen, in Erwägung zu ziehen und sich mit dem entscheidungserheblichen Kern des Vorbringens auseinanderzusetzen. Art. 103 Abs. 1 GG und § 96 Abs. 2 FGO sind erst dann verletzt, wenn sich aus den besonderen Umständen des Einzelfalls ergibt, dass das Gericht Vorbringen entweder überhaupt nicht zur Kenntnis genommen oder doch bei seiner Entscheidung ersichtlich nicht in Erwägung gezogen hat. Hiervon kann im Streitfall nicht ausgegangen werden.

3. Die Gegenvorstellung ergeht gerichtsgebührenfrei (vgl. Beschluss des Bundesfinanzhofs vom 14. November 2006 IX S 14/06, BFH/NV 2007, 474). Für die Entscheidung über die Anhörungsrüge wird eine Gebühr in Höhe von 50 € erhoben (Nr. 6400 des Kostenverzeichnisses, Anl. 1 zu § 3 Abs. 2 des Gerichtskostengesetzes).