Burden of proof for allocation of renovation costs to rental property under § 9a EStG
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Finance dismissed the taxpayer's non-admission complaint, upholding the financial court's decision to disallow the claimed tax deductions and relying on the tax authority's estimate. The dispute concerned whether the taxpayer, who owned multiple properties (some self-used, some rented out), could deduct costs for renovation and maintenance works performed personally as rental expenses. The court held that under § 9a Sentence 1 of the Income Tax Act, the taxpayer bears the burden of proof to substantiate the specific amount and allocation of maintenance costs to the rented units. Since the taxpayer failed to provide credible receipts and the evidence presented raised significant doubts about the validity of the claimed expenses, the financial court was correctly authorized to estimate the tax base under § 162 Sentence 2 of the Fiscal Code and § 96 Sentence 1 Second Half-Sentence of the Fiscal Courts Code; an on-site inspection was deemed legally insufficient to prove the monetary value of the incurred costs.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 9a Satz 1 EStG, § 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO, § 116 Abs. 3 Satz 3 FGO, § 115 Abs. 2 Nr. 2 FGO; Burden of proof for allocation of renovation costs to rental property under § 9a EStG: The dispute concerned whether the taxpayer, who owned multiple properties (some self-used, some rented out), could deduct costs for renovation and maintenance works performed personally as rental expenses. The court held that under § 9a Sentence 1 of the Income Tax Act, the taxpayer bears the burden of proof to substantiate the specific amount and allocation of maintenance costs to the rented units. Since the taxpayer failed to provide credible receipts and the evidence presented raised significant doubts about the validity of the claimed expenses, the financial court was correctly authorized to estimate the tax base under § 162 Sentence 2 of the Fiscal Code and § 96 Sentence 1 Second Half-Sentence of the Fiscal Courts Code; an on-site inspection was deemed legally insufficient to prove the monetary value of the incurred costs.
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KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited in the dispositive order to establish that a decision by the Federal Court of Finance is not required for the sake of uniform legal practice.
Cited in the dispositive order to establish that the matter is not of fundamental importance.
Volltext
Feststellungslast und Beweislast für Aufwendungen im Zusammenhang mit Eigenleistungen zur Renovierung
[LEITSATZ] NV: Ist der Steuerpflichtige Eigentümer mehrerer Wohnungen, die er zum Teil selbst nutzt und zum Teil vermietet, und macht er Aufwendungen für selbst vorgenommene Erhaltungsarbeiten als Werbungskosten aus Vermietung und Verpachtung geltend, so muss er nachweisen (§ 9a Satz 1 EStG), in welcher Höhe und bei welchem seiner vermieteten Objekte er Erhaltungsaufwendungen getragen hat .
[GRUENDE] 1
Die Nichtzulassungsbeschwerde ist unbegründet.
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Eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) ist zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung nicht erforderlich (§ 115 Abs. 2 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung --FGO--). Das Finanzgericht (FG) weicht nicht --wie vorgetragen-- vom Urteil des BFH vom 13. November 1979 VIII R 93/73 (BFHE 129, 53, BStBl II 1980, 69) ab. Wenn es dort um das Entkräften des Beweises des ersten Anscheins (Erwerb eines Gebäudes in Abbruchabsicht) durch Gegenbeweis statt durch den Beweis des Gegenteils geht (so dass der Steuerpflichtige lediglich die ernstliche Möglichkeit darlegen muss, dass im konkreten Einzelfall keine Abbruchabsicht bestand), so hat im Streitfall der Kläger und Beschwerdeführer (Kläger) die Feststellungsund Beweislast dafür, in welcher Höhe und bei welchem seiner vermieteten Objekte er Erhaltungsaufwendungen getragen hat. Denn es ergibt sich aus dem Gesetz ausdrücklich (§ 9a Satz 1 des Einkommensteuergesetzes), dass der Steuerpflichtige Werbungskosten nachweisen muss.
3
Die Sache ist auch nicht grundsätzlich bedeutsam i.S. des § 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO. Der Kläger formuliert bereits keine Rechtsfrage, die den Anforderungen des § 116 Abs. 3 Satz 3 FGO genügt, sondern greift im Kern die Beweiswürdigung des Beklagten und Beschwerdegegners (Finanzamt --FA--) im streitigen Einzelfall an, um die es in einem Verfahren wegen Nichtzulassung der Revision gegen ein finanzgerichtliches Urteil allenfalls nur mittelbar, im Rahmen eines geltend gemachten Zulassungsgrundes, gehen kann. Überdies und unabhängig von der mangelhaften Darlegung der grundsätzlichen Bedeutung weist der Senat auf Folgendes hin: Der Kläger hat seine Aufwendungen gerade nicht anhand der Barbelege nachgewiesen. Wie das FG zutreffend ausführt, ergeben sich bei diesen Belegen gravierende Zweifel (z.B. kurzfristiges, nicht erklärbares Aufeinanderfolgen und Dokumentation von Produkten, die ersichtlich nicht mit den Erhaltungsarbeiten zusammenhängen können), die es nahelegen, dass verschiedene, als Erhaltungsaufwendungen deklarierte und geltend gemachte Ausgaben entweder gar nicht angefallen sind oder mit den Renovierungsarbeiten nicht zusammenhängen. Von daher musste das FG nach § 162 Abs. 2 der Abgabenordnung i.V.m. § 96 Abs. 1 Satz 1, 2. Halbsatz FGO die Besteuerungsgrundlagen schätzen - und es hat die sehr großzügige Schätzung des FA nicht nur aus verfahrensrechtlichen Gründen gebilligt. Eine Inaugenscheinnahme der Wohnungen ist als Beweismittel dagegen völlig untauglich. Denn sie beweist allenfalls die hier unbestrittene Tatsache, dass Erhaltungsarbeiten durchgeführt wurden, gibt aber keine Klarheit darüber, in welcher Höhe Aufwendungen angefallen sind.