Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
IX B 29/10 KI-generiert

Tax classification of roof replacement costs: Preservation expenses versus creation costs and rejection of generic constitutional appeals

Geschäftsnummer IX B 29/10
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The Bundesfinanzhof (BFH) dismissed the appellants' complaint for non-admission of appeal, upholding the lower court's judgment that the costs incurred for replacing a hip roof with a gable roof and gable dormer constituted preservation expenses rather than creation costs. The dispute centered on whether the replacement of an existing structural component qualified as a deductible new building cost or a non-deductible maintenance expense under German income tax law. The court held that the appellants failed to substantiate grounds for appeal under § 115 Abs. 2 FGO, as the distinction between creation and preservation costs was already settled by established BFH case law and did not raise a question of general significance. Furthermore, the court rejected the allegations of qualified errors in legal application, arbitrary unequal treatment, and violations of the principle of taxing according to ability to pay, finding the appellants' arguments to be merely general assertions lacking the specific legal analysis required by the Basic Law and Federal Constitutional Court jurisprudence.

Legislator-Regeste

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§ 116 Abs. 3 Satz 3 FGO, § 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO, § 116 Abs. 5 Satz 2 FGO; Tax classification of roof replacement costs: Preservation expenses versus creation costs and rejection of generic constitutional appeals: The dispute centered on whether the replacement of an existing structural component qualified as a deductible new building cost or a non-deductible maintenance expense under German income tax law. The court held that the appellants failed to substantiate grounds for appeal under § 115 Abs. 2 FGO, as the distinction between creation and preservation costs was already settled by established BFH case law and did not raise a question of general significance. Furthermore, the court rejected the allegations of qualified errors in legal application, arbitrary unequal treatment, and violations of the principle of taxing according to ability to pay, finding the appellants' arguments to be merely general assertions lacking the specific legal analysis required by the Basic Law and Federal Constitutional Court jurisprudence.

Schlagwörter

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Unterhaltskosten Steuer vom Einkommen Unkosten Kostenanalyse neues rechtliches Vorbringen Wohnkosten
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Volltext

NZB: Pauschale Einwendungen keine qualifizierten Rechtsanwendungsfehler

[LEITSATZ] NV: Soweit pauschal auch Auslegungsfehler von erheblichem Gewicht, willkürliche Ungleichbehandlung und eine Verletzung des Grundsatzes der Besteuerung nach der Leistungsfähigkeit gerügt werden, ist einerseits nicht substantiiert dargelegt, dass ein qualifizierter, zur Zulassung der Revision nach führender Rechtsanwendungsfehler i.S.v. § 115 Abs. 2 Nr. 2 2. Alt. FGO vorliegt, andererseits fehlt es an einer an den Vorgaben des GG und der dazu ergangenen Rechtsprechung des BVerfG orientierten rechtlichen Auseinandersetzung.

[GRUENDE] 1

Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Abgesehen davon, dass ihre Begründung nicht den Darlegungsanforderungen des § 116 Abs. 3 Satz 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) im Einzelnen entspricht, sind die geltend gemachten Zulassungsgründe auch nicht gegeben.

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1. Die Kläger und Beschwerdeführer (Kläger) haben die grundsätzliche Bedeutung der Rechtssache nicht hinreichend gemäß § 116 Abs. 3 Satz 3 FGO dargelegt. Denn es fehlt an Ausführungen, inwieweit eine aufgeworfene Rechtsfrage (zur Abgrenzung der Herstellungskosten von Erhaltungsaufwendungen) in Rechtsprechung und/oder Literatur umstritten ist und deshalb eine höchstrichterliche Klärung dieser Rechtsfrage über die Beurteilung des Streitfalls hinaus für die Allgemeinheit Bedeutung hat (vgl. Beschluss des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 24. Oktober 2003 IX B 83/03, BFH/NV 2004, 353, m.w.N.); auch ist nicht dargetan, weshalb trotz der vorhandenen Rechtsprechung des BFH (z.B. BFH-Urteile vom 9. Mai 1995 IX R 88/90, BFHE 178, 32, BStBl II 1996, 628; vom 16. Juli 1996 IX R 34/94, BFHE 181, 50, BStBl II 1996, 649; vom 17. Juni 1997 IX R 30/95, BFHE 183, 470, BStBl II 1997, 802; vom 13. Oktober 1998 IX R 80/95, BFH/NV 1999, 605) gleichwohl eine erneute Entscheidung erforderlich sein soll.

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Die grundsätzliche Bedeutung der Rechtssache (§ 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO) ist auch nicht gegeben. Sie ist vielmehr anhand der o.a. BFH-Rechtsprechung geklärt. Im Übrigen orientiert sich die Abgrenzungsfrage (Herstellungskosten/Erhaltungsaufwendungen) jeweils an den Umständen des Einzelfalls, die generell nicht grundsätzlich bedeutsam sind. Die Rechtssache konnte daher so entschieden werden, wie das Finanzgericht es getan hat, auch wenn der neue Gebäudeteil lediglich eine schon bisher vorhandene Funktion ersetzt (Satteldach mit Drempel statt bisherigem Walmdach; vgl. BFH-Beschluss vom 8. Mai 2001 IX B 153/00, BFH/NV 2001, 1290). Entsprechend ist auch eine Entscheidung des BFH zur Fortbildung des Rechts i.S. von § 115 Abs. 2 Nr. 2 1. Alternative FGO nicht erforderlich.

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2. Soweit die Kläger pauschal auch Auslegungsfehler von erheblichem Gewicht, willkürliche Ungleichbehandlung und eine Verletzung des Grundsatzes der Besteuerung nach der Leistungsfähigkeit rügen, ist einerseits nicht substantiiert dargelegt, dass ein qualifizierter, zur Zulassung der Revision nach § 115 Abs. 2 Nr. 2 2. Alternative FGO führender Rechtsanwendungsfehler vorliegt (vgl. z.B. BFH-Beschlüsse vom 7. Juli 2005 IX B 13/05, BFH/NV 2005, 2031; vom 28. August 2007 VII B 357/06, BFH/NV 2008, 113, m.w.N.), andererseits fehlt es an einer an den Vorgaben des Grundgesetzes und der dazu ergangenen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts orientierten rechtlichen Auseinandersetzung.

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3. Im Übrigen ergeht der Beschluss nach § 116 Abs. 5 Satz 2 FGO ohne weitere Begründung.