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27 W (pat) 69/11 KI-generiert

Refund of appeal fee following withdrawal: fee remains due as flat procedural charge under Section 71(3) MarkenG

Geschäftsnummer 27 W (pat) 69/11
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Patent Court (BPatG) dismissed the applicant's motion for reimbursement of the appeal fee, ruling that the applicant did not prevail on this specific procedural cost claim. The dispute arose in a trademark opposition proceeding concerning a word mark for services in Class 41, which the Patent and Trademark Office had rejected for lack of distinctiveness; the applicant appealed this decision and subsequently withdrew the appeal after the court issued a judicial notice indicating poor prospects of success, requesting a fee refund. The court held that under Section 71(3) of the Trademark Act (MarkenG), the appeal fee acts as a flat procedural charge that is irrevocably consumed upon the filing of the appeal and is not refunded upon withdrawal, as it is not consideration for a substantive decision but rather for the initiation of the proceeding; the court further found no procedural errors by the lower authority that would render retention of the fee inequitable.

Legislator-Regeste

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§ 71 Abs. 3 MarkenG; Refund of appeal fee following withdrawal: fee remains due as flat procedural charge under Section 71(3) MarkenG: The dispute arose in a trademark opposition proceeding concerning a word mark for services in Class 41, which the Patent and Trademark Office had rejected for lack of distinctiveness; the applicant appealed this decision and subsequently withdrew the appeal after the court issued a judicial notice indicating poor prospects of success, requesting a fee refund. The court held that under Section 71(3) of the Trademark Act (MarkenG), the appeal fee acts as a flat procedural charge that is irrevocably consumed upon the filing of the appeal and is not refunded upon withdrawal, as it is not consideration for a substantive decision but rather for the initiation of the proceeding; the court further found no procedural errors by the lower authority that would render retention of the fee inequitable.

Schlagwörter

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Auferlegung von Verfahrenskosten Patentanspruch Ertrag verfahrensrechtliche Fragen Markenwiderspruch Steuerrückerstattung
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Volltext

Markenbeschwerdeverfahren – "Radio Zwickau - Wir lieben Zwickau" – Beschwerdegebühr ist pauschale Verfahrensgebühr – Gebühr verfällt mit Einlegung der Beschwerde - keine Rückzahlung der Beschwerdegebühr bei Rücknahme der Beschwerde

[TENOR]

In der Beschwerdesache

…

betreffend die Markenanmeldung 30 2008 010 338.8

(hier: Antrag auf Rückzahlung der Beschwerdegebühr)

hat der 27. Senat (Marken-Beschwerdesenat) des Bundespatentgerichts durch den Vorsitzenden Richter Dr. Albrecht, den Richter Kruppa und die Richterin Werner am 11. Oktober 2012

beschlossen:

Der Antrag auf Rückzahlung der Beschwerdegebühr wird zurückgewiesen.

[GRUENDE]

I. 1

Die Markenstelle für Klasse 41 des Deutschen Patent- und Markenamts hat die angemeldete Wortmarke Nr. 30 2008 010 338.8 mit zwei Beschlüssen vom 28. Juli 2009 und vom 2. Mai 2011, von denen letzterer im Erinnerungsverfahren ergangen ist, aufgrund fehlender Unterscheidungskraft zurückgewiesen. Gegen den ihrem anwaltlichen Vertreter am 9. Mai 2010 zugestellten Erinnerungsbeschluss hat die Anmelderin mit Schriftsatz vom 3. Juni 2011, eingegangen beim Deutschen Patent- und Markenamt am 6. Juni 2011, Beschwerde eingelegt und am selben Tag die Beschwerdegebühr i. H. v. 200,00 € bezahlt. Die Beschwerde hat sie dann mit Schriftsatz vom 12. August 2011 begründet.

2

Nach weiterer Stellungnahme mit Schriftsatz vom 15. Februar 2012 und richterlichem Hinweis vom 12. September 2012 hat die Anmelderin die Beschwerde mit Schriftsatz vom 1. Oktober 2012 zurückgenommen und beantragt, ihr im Rahmen der Kostenentscheidung eine angemessene Gebührenrückerstattung zuzusprechen.

II. 3

Der Antrag, im Rahmen der Kostenentscheidung der Beschwerdeführerin eine angemessene Gebührenrückerstattung zuzusprechen, ist als zulässiger Antrag der Anmelderin auf Rückzahlung der Beschwerdegebühr auszulegen, § 71 Abs. 3 MarkenG.

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Dieser Antrag ist allerdings unbegründet.

5

Mit der Einlegung der Beschwerde ist die Beschwerdegebühr verfallen. Daran ändert auch die spätere Rücknahme der Beschwerde nichts (vgl. Ströbele/Hacker, MarkenG, 10. Aufl., § 71 Rn. 42; Ingerl/Rohnke, MarkenG, 3. Aufl., § 71 Rn. 36 m. w. Nachw.).

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Dass es vorliegend aufgrund besonderer Umstände unbillig wäre, die Beschwerdegebühr einzubehalten, ist nicht ersichtlich.

7

Insbesondere nach Einreichung der Beschwerdebegründung und entsprechendem eingehenden Hinweis des Senats zu den mangelnden Erfolgsaussichten der Beschwerde ist ein Anlass für die Rückzahlung der Beschwerdegebühr gemäß § 71 Abs. 3 MarkenG nicht zu erkennen.

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Die Beschwerdegebühr ist keine Gegenleistung für eine Sachentscheidung, sondern eine pauschale Verfahrensgebühr (Ingerl/Rohnke, a. a. O., § 71 Rn. 36 m. w. Nachw.). Ein Grund für die Rückzahlung kann sich nur aus dem vorgelagerten patentamtlichen Verfahren, nicht aber aus dem Beschwerdeverfahren ergeben. Verfahrensfehler der Markenstelle hat die Anmelderin nicht geltend gemacht; sie sind auch nicht erkennbar.

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