Trademark appeal fee forfeiture: No refund of flat procedural fee upon withdrawal of appeal absent prior administrative error
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Patent Court dismissed the applicant's motion for the refund of the appeal fee, upholding the refusal of the word mark application by the trademark office. The applicant had filed an appeal against the refusal of their word mark for lack of distinctiveness, paid the statutory appeal fee, and subsequently withdrew the appeal while requesting a cost refund under the principle of equitable consideration. The court held that the appeal fee is a flat procedural fee that becomes forfeited upon the filing of the appeal, irrespective of the subsequent withdrawal of the appeal or the absence of a substantive decision on the merits. The court found no grounds for a refund, noting that the applicant had already filed a reasoned appeal and received a judicial notice regarding the low prospects of success, and no procedural errors in the prior administrative proceedings were alleged or found to justify a refund under Section 71(3) of the German Trademark Act.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 71 Abs. 3 MarkenG; Trademark appeal fee forfeiture: No refund of flat procedural fee upon withdrawal of appeal absent prior administrative error: The applicant had filed an appeal against the refusal of their word mark for lack of distinctiveness, paid the statutory appeal fee, and subsequently withdrew the appeal while requesting a cost refund under the principle of equitable consideration. The court held that the appeal fee is a flat procedural fee that becomes forfeited upon the filing of the appeal, irrespective of the subsequent withdrawal of the appeal or the absence of a substantive decision on the merits. The court found no grounds for a refund, noting that the applicant had already filed a reasoned appeal and received a judicial notice regarding the low prospects of success, and no procedural errors in the prior administrative proceedings were alleged or found to justify a refund under Section 71(3) of the German Trademark Act.
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KI-generiertVolltext
Markenbeschwerdeverfahren – "Radio Erzgebirge - Ich liebe mein Erzgebirge" – Beschwerdegebühr ist pauschale Verfahrensgebühr – Gebühr verfällt mit Einlegung der Beschwerde - keine Rückzahlung der Beschwerdegebühr bei Rücknahme der Beschwerde
[TENOR] In der Beschwerdesache
…
betreffend die Markenanmeldung 30 2008 010 343.4
(hier: Antrag auf Rückzahlung der Beschwerdegebühr)
hat der 27. Senat (Marken-Beschwerdesenat) des Bundespatentgerichts durch den Vorsitzenden Richter Dr. Albrecht, den Richter Kruppa und die Richterin Werner am 11. Oktober 2012
beschlossen:
Der Antrag auf Rückzahlung der Beschwerdegebühr wird zurückgewiesen.
[GRUENDE] I.
1
Die Markenstelle für Klasse 41 des Deutschen Patentund Markenamts hat die angemeldete Wortmarke Nr. 30 2008 010 343.4 mit zwei Beschlüssen vom 28. Juli 2009 und vom 2. Mai 2011, von denen letzterer im Erinnerungsverfahren ergangen ist, aufgrund fehlender Unterscheidungskraft zurückgewiesen. Gegen den ihrem anwaltlichen Vertreter am 9. Mai 2010 zugestellten Erinnerungsbeschluss hat die Anmelderin mit Schriftsatz vom 3. Juni 2011, eingegangen beim Deutschen Patentund Markenamt am 6. Juni 2011, Beschwerde eingelegt und am selben Tag die Beschwerdegebühr i. H. v. 200,00 € bezahlt. Die Beschwerde hat sie dann mit Schriftsatz vom 12. August 2011 begründet.
2
Nach weiterer Stellungnahme mit Schriftsatz vom 15. Februar 2012 und richterlichem Hinweis vom 12. September 2012 hat die Anmelderin die Beschwerde mit Schriftsatz vom 1. Oktober 2012 zurückgenommen und beantragt, ihr im Rahmen der Kostenentscheidung eine angemessene Gebührenrückerstattung zuzusprechen.
II.
3
Der Antrag, im Rahmen der Kostenentscheidung der Beschwerdeführerin eine angemessene Gebührenrückerstattung zuzusprechen, ist als zulässiger Antrag der Anmelderin auf Rückzahlung der Beschwerdegebühr auszulegen, § 71 Abs. 3 MarkenG.
4
Dieser Antrag ist allerdings unbegründet.
5
Mit der Einlegung der Beschwerde ist die Beschwerdegebühr verfallen. Daran ändert auch die spätere Rücknahme der Beschwerde nichts (vgl. Ströbele/Hacker, MarkenG, 10. Aufl., § 71 Rn. 42; Ingerl/Rohnke, MarkenG, 3. Aufl., § 71 Rn. 36 m. w. Nachw.).
6
Dass es vorliegend aufgrund besonderer Umstände unbillig wäre, die Beschwerdegebühr einzubehalten, ist nicht ersichtlich.
7
Insbesondere nach Einreichung der Beschwerdebegründung und entsprechendem eingehenden Hinweis des Senats zu den mangelnden Erfolgsaussichten der Beschwerde ist ein Anlass für die Rückzahlung der Beschwerdegebühr gemäß § 71 Abs. 3 MarkenG nicht zu erkennen.
8
Die Beschwerdegebühr ist keine Gegenleistung für eine Sachentscheidung, sondern eine pauschale Verfahrensgebühr (Ingerl/Rohnke, a. a. O., § 71 Rn. 36 m. w. Nachw.). Ein Grund für die Rückzahlung kann sich nur aus dem vorgelagerten patentamtlichen Verfahren, nicht aber aus dem Beschwerdeverfahren ergeben. Verfahrensfehler der Markenstelle hat die Anmelderin nicht geltend gemacht; sie sind auch nicht erkennbar.
9
Dr. Albrecht
Kruppa
Werner