SPC eligibility of a safener with independent protective effect as an active ingredient and product under Regulation (EC) No 1610/96
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Patent Court (BPatG) decided to stay the patent opposition proceedings and refer a preliminary question to the Court of Justice of the European Union, resulting in no final adjudication on the merits at this stage. The dispute concerned the grant of a supplementary protection certificate (SPC) for a herbicide preparation containing the active ingredient and a safener, Isoxadifen ethyl, where the central issue was whether a safener could legally qualify as an "active ingredient" and the protected "product" under SPC legislation despite its potential classification as an inert substance by administrative authorities. The court held that the classification of a substance as an active ingredient requires an objective scientific assessment of its independent phytotoxic or protective effect, rather than relying on administrative designations, and preliminarily determined that a safener exhibiting its own protective effect (as a herbicide antidote) constitutes an "active ingredient" under Article 1(1) and (3) of Regulation (EC) No 1610/96, thereby potentially qualifying as the protected "product" under Article 3(1), subject to the CJEU's interpretation of Articles 3(1) and 1(8) and (3) of the same Regulation.
Legislator-Regeste
KI-generiertSPC eligibility of a safener with independent protective effect as an active ingredient and product under Regulation (EC) No 1610/96: Entfaltet ein in einer Pflanzenschutzmittelzubereitung zugelassener Stoff (hier: Isoxadifenethyl) eine eigene, unmittelbar pflanzenschützende Wirkung, die zwar nicht in der Hemmung eines Schadorganismus besteht, jedoch den Schutz der Nutzpflanze vor einem Herbizid bewirkt, indem die toxische Wirkung des Herbizids auf die Nutzpflanze herabgesetzt wird (Herbizid-Antidot, Safener), so handelt es sich um einen „Wirkstoff“ i.S.d. Art. 1 Nr. 1 und 3 der Verordnung (EG) Nr. 1610/96 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Juli 1996 über die Schaffung eines ergänzenden Schutzzertifikats für Pflanzenschutzmittel und damit um ein „Erzeugnis“ gemäß Art. 1 Nr. 8 und Art. 3 Abs. 1 dieser Verordnung.
Schlagwörter
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KI-generiertVolltext
(Patentbeschwerdeverfahren - "Safener Isoxadifen" - Vorabentscheidungsersuchen an den Gerichtshof der Europäischen Union zur Auslegung von Art. 3 Abs 1 und des Art 1 Nr 8 und Nr 3 der Verordnung (EG) Nr 1610/96 (juris-Abkürzung: EGV 1610/96) - zur Klärung, ob unter die Begriffe Erzeugnis und Wirkstoff auch ein Safener fällt - zur Erteilung eines ergänzenden Schutzzertifikats für Pflanzenschutzmittel)
[LEITSATZ]
Isoxadifen II
1. b ein für den Gebrauch in einer Pflanzenschutzmittelzubereitung zugelassener Stoff eine eigene toxische, phytotoxische oder pflanzenschützende Wirkung entfaltet, ist anhand einer objektiv wissenschaftlichen Bewertung zu bestimmen. Auf eine von der Zulassungsbehörde vorgenommene – ggf. wechselnde und nur vorübergehende – rein verwaltungstechnische Einordnung eines Bestandteils einer Pflanzenschutzmittelzubereitung, hier eines Safeners, als Wirkstoff oder als Beistoff kommt es im Erteilungsverfahren eines ergänzenden Schutzzertifikats insoweit nicht an.
2. Entfaltet ein in einer Pflanzenschutzmittelzubereitung zugelassener Stoff (hier: Isoxadifenethyl) eine eigene, unmittelbar pflanzenschützende Wirkung, die zwar nicht in der Hemmung eines Schadorganismus besteht, jedoch den Schutz der Nutzpflanze vor einem Herbizid bewirkt, indem die toxische Wirkung des Herbizids auf die Nutzpflanze herabgesetzt wird (Herbizid-Antidot, Safener), so handelt es sich um einen „Wirkstoff“ i.S.d. Art. 1 Nr. 1 und 3 der Verordnung (EG) Nr. 1610/96 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Juli 1996 über die Schaffung eines ergänzenden Schutzzertifikats für Pflanzenschutzmittel und damit um ein „Erzeugnis“ gemäß Art. 1 Nr. 8 und Art. 3 Abs. 1 dieser Verordnung.