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1 BvR 655/26 ECLI:DE:BVerfG:2026:rk20260409.1bvr065526 KI-generiert

Admission of legal assistant in constitutional complaint and substantive admissibility of parallel decision review

Geschäftsnummer 1 BvR 655/26
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Constitutional Court refused to accept the constitutional complaint for decision and dismissed the concurrent application for the admission of a legal representative, rendering the application for interim relief moot. The dispute concerned a challenge to a parallel decision, where the complainant sought to represent themselves through a specific assistant in proceedings resulting in an unreasoned non-acceptance. The Court held that the admission of a representative under § 22 Abs. 1 Satz 4 BVerfGG was denied because it was neither objectively expedient nor subjectively necessary, and that prior representation in other unreasoned non-acceptance cases did not create a claim for admission, as such decisions require explicit reasoning. Furthermore, the constitutional complaint was deemed obviously inadmissible as it failed to meet the effective filing and substantive elaboration requirements of § 23 Abs. 1 Satz 2 and § 92 BVerfGG, leading to the non-acceptance under § 93a Abs. 2 BVerfGG.

Legislator-Regeste

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§ 22 Abs. 1 Satz 4 BVerfGG, § 22 Abs. 1 Satz 1 BVerfGG, § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG, § 93a Abs. 2 BVerfGG, § 92 BVerfGG, § 40 Abs. 3 GOBVerfG; Admission of legal assistant in constitutional complaint and substantive admissibility of parallel decision review: The dispute concerned a challenge to a parallel decision, where the complainant sought to represent themselves through a specific assistant in proceedings resulting in an unreasoned non-acceptance. The Court held that the admission of a representative under § 22 Abs. 1 Satz 4 BVerfGG was denied because it was neither objectively expedient nor subjectively necessary, and that prior representation in other unreasoned non-acceptance cases did not create a claim for admission, as such decisions require explicit reasoning. Furthermore, the constitutional complaint was deemed obviously inadmissible as it failed to meet the effective filing and substantive elaboration requirements of § 23 Abs. 1 Satz 2 and § 92 BVerfGG, leading to the non-acceptance under § 93a Abs. 2 BVerfGG.

Schlagwörter

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verfassungsmässige Anforderung gesetzliche Vertretung Rüge verfassungsmässiger Rechte Begründung in der Sache Leitverfahren Forderungseingabe

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 40 Abs. 3 GOBVerfG

Procedural rule applied in the dispositive to declare the application for interim relief moot following the non-acceptance of the constitutional complaint.

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Volltext

Nichtannahmebeschluss: Parallelentscheidung

[TENOR]

Der Antrag auf Zulassung von Herrn (…) als Beistand wird abgelehnt.

Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.

Mit der Nichtannahme der Verfassungsbeschwerde wird der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gegenstandslos (§ 40 Abs. 3 GOBVerfG).

[GRUENDE]

1. Dem (konkludenten) Antrag auf Zulassung eines Beistandes nach § 22 Abs. 1 Satz 4 BVerfGG ist nicht zu entsprechen.

a) Eine Zulassung nach § 22 Abs. 1 Satz 4 BVerfGG, die in das pflichtgemäße Ermessen des Bundesverfassungsgerichts gestellt ist, kommt nur in Betracht, wenn sie objektiv sachdienlich oder subjektiv erforderlich ist (vgl. BVerfGE 8, 92 ; 68, 360 ; BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom 10. Mai 2021 - 1 BvR 690/20 -, juris, Rn. 1). Hier ist nicht dargelegt, warum es der Beschwerdeführerin unzumutbar wäre, sich durch eine der in § 22 Abs. 1 Satz 1 BVerfGG genannten Personen vertreten zu lassen.

b) Es folgt auch kein Anspruch auf Zulassung als Beistand daraus, dass (…) bereits in anderen Verfassungsbeschwerdeverfahren, die zu einer nichtbegründeten Nichtannahme zur Entscheidung führten, als Bevollmächtigter geführt wurde. In diesen Verfahren ist keine Entscheidung über seine Zulassung als Beistand getroffen worden (vgl. BVerfGE 154, 372 ). Eine solche Entscheidung ist diesen Beschlüssen auch nicht konkludent zu entnehmen, da eine Zulassungsentscheidung nach § 22 Abs. 1 Satz 4 BVerfGG nicht von der Möglichkeit zur Nichtbegründung nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG erfasst ist und mithin hätte begründet werden müssen.

2. Die Verfassungsbeschwerde ist nicht zur Entscheidung anzunehmen, weil die Annahmevoraussetzungen nach § 93a Abs. 2 BVerfGG nicht erfüllt sind. Die Verfassungsbeschwerde ist offensichtlich unzulässig. Insbesondere ist sie nicht wirksam erhoben worden und genügt nicht den Darlegungs- und Substantiierungsanforderungen der § 23 Abs. 1 Satz 2 Halbsatz 1, § 92 BVerfGG.

Von einer weiteren Begründung der Nichtannahme der Verfassungsbeschwerde zur Entscheidung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.