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2 BvR 618/24 ECLI:DE:BVerfG:2025:rk20250703.2bvr061824 KI-generiert

Renewal of interim suspension of custodial sentence execution: irreversibility of imprisonment versus delay of state’s criminal claim under § 32 BVerfGG

Geschäftsnummer 2 BvR 618/24
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Constitutional Court ordered the renewal of a previously issued interim injunction for up to six months, thereby suspending the execution of the petitioner's imprisonment pending a final decision on the constitutional complaint. The dispute arose from a constitutional complaint challenging the execution of a custodial sentence imposed by a regional court, where the petitioner argued that immediate imprisonment would cause an irrecoverable loss of legal rights, whereas a continued suspension would only delay the state's enforcement of its criminal claim. The Court applied § 32 Abs. 6 Satz 2 BVerfGG, determining that the statutory prerequisites for an interim order remained met because the complaint was not manifestly inadmissible or unfounded, and the balance of consequences favored the petitioner, as the factual and legal situation had not changed since the last renewal.

Legislator-Regeste

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§ 32 Abs. 6 Satz 2 BVerfGG; Renewal of interim suspension of custodial sentence execution: irreversibility of imprisonment versus delay of state’s criminal claim under § 32 BVerfGG: The dispute arose from a constitutional complaint challenging the execution of a custodial sentence imposed by a regional court, where the petitioner argued that immediate imprisonment would cause an irrecoverable loss of legal rights, whereas a continued suspension would only delay the state's enforcement of its criminal claim. The Court applied § 32 Abs. 6 Satz 2 BVerfGG, determining that the statutory prerequisites for an interim order remained met because the complaint was not manifestly inadmissible or unfounded, and the balance of consequences favored the petitioner, as the factual and legal situation had not changed since the last renewal.

Schlagwörter

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Strafaussetzung Freiheitsstrafe Zulassung der Zwangsvollstreckung Strafanzeige Verbleiberecht Überhaft

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 32 Abs. 6 Satz 2 BVerfGG

Provision cited in the dispositive to provide the legal basis for the renewal of the interim injunction for up to six months.

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Volltext

Erneute Wiederholung einer einstweiligen Anordnung: Aussetzung des Vollzugs einer Haftstrafe

[TENOR]

Die einstweilige Anordnung vom 10. September 2024, wiederholt mit Beschluss vom 21. Februar 2025, wird bis zu einer Entscheidung über die Verfassungsbeschwerde, längstens für die Dauer von sechs Monaten, wiederholt (§ 32 Abs. 6 Satz 2 BVerfGG).

[GRUENDE]

I. Die 3. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts hat durch einstweilige Anordnung vom 10. September 2024 den Vollzug der mit Urteil des Landgerichts Traunstein vom 16. November 2023 - 3 NBs 310 Js 28256/21 - verhängten Freiheitsstrafe ausgesetzt und die einstweilige Anordnung am 21. Februar 2025 wiederholt. Zur Begründung hat die Kammer jeweils ausgeführt, die Verfassungsbeschwerde sei nicht von vorneherein unzulässig oder offensichtlich unbegründet und die Folgenabwägung spreche für den Erlass einer einstweiligen Anordnung, da aufgrund des Vollzugs der Strafhaft ein endgültiger Rechtsverlust bei dem Beschwerdeführer eintreten würde. Zeige sich hingegen nach vorläufiger Aussetzung der Vollstreckung, dass die Verurteilung Bestand habe, so wäre die Durchsetzung des staatlichen Strafanspruchs lediglich vorübergehend verzögert.

II. Das Bundesverfassungsgericht kann eine einstweilige Anordnung dann wiederholen, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen für den erstmaligen Erlass einer solchen Anordnung noch gegeben sind (vgl. BVerfGE 21, 50; 89, 113 ; 97, 102 ; BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 26. September 2019 - 2 BvR 1845/18 -, Rn. 2; Beschluss der 1. Kammer des Zweiten Senats vom 22. Februar 2022 - 2 BvR 1514/21 -, Rn. 2; Beschluss des Zweiten Senats vom 20. Dezember 2022 - 2 BvR 900/22 -, Rn. 2).

Dies ist vorliegend der Fall. Zur Begründung wird auf die Beschlüsse der Kammer vom 10. September 2024 und vom 21. Februar 2025 verwiesen. Die Sach- und Rechtslage hat sich seither nicht geändert.