Constitutional complaint for abuse of remedy: failure to meet § 92 BVerfGG reasoning requirements
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Constitutional Court declined to accept the constitutional complaint for decision and imposed a 500 Euro abuse fee on the complainant. The dispute involved a constitutional challenge to a prior court ruling, which the Court deemed obviously inadmissible due to a failure to meet the substantive requirements for legal reasoning under § 92 and § 23(1) Sentence 2 First Half-Sentence BVerfGG. The Court determined that the complaint lacked prospects of success and that its admission was not necessary to uphold constitutional rights or address fundamental constitutional significance. The imposition of the abuse fee was justified under § 34(2) BVerfGG because the complaint was obviously inadmissible or unfounded, and its filing was recognized as completely hopeless by any reasonable person. The Court noted that the complainant had been previously warned of such fees for similar unsubstantiated filings in a related case, and the current complaint was largely verbatim identical to that prior submission, constituting a repeated, obvious violation of procedural duties. The decision is final and unchallengeable.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 93a Abs. 2 BVerfGG, § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG, § 34 Abs. 2 BVerfGG; Constitutional complaint for abuse of remedy: failure to meet § 92 BVerfGG reasoning requirements: The dispute involved a constitutional challenge to a prior court ruling, which the Court deemed obviously inadmissible due to a failure to meet the substantive requirements for legal reasoning under § 92 and § 23(1) Sentence 2 First Half-Sentence BVerfGG. The Court determined that the complaint lacked prospects of success and that its admission was not necessary to uphold constitutional rights or address fundamental constitutional significance. The imposition of the abuse fee was justified under § 34(2) BVerfGG because the complaint was obviously inadmissible or unfounded, and its filing was recognized as completely hopeless by any reasonable person. The Court noted that the complainant had been previously warned of such fees for similar unsubstantiated filings in a related case, and the current complaint was largely verbatim identical to that prior submission, constituting a repeated, obvious violation of procedural duties. The decision is final and unchallengeable.
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KI-generiertLegal basis for the imposition of the 500 Euro abuse fee on the complainant.
Volltext
Nichtannahme einer offensichtlich unzureichend begründeten Verfassungsbeschwerde - Auferlegung einer Missbrauchsgebühr
[TENOR]
Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.
Der Beschwerdeführerin wird eine Missbrauchsgebühr in Höhe von 500 Euro (in Worten: fünfhundert Euro) auferlegt.
[GRUENDE]
I. Die Verfassungsbeschwerde ist nicht zur Entscheidung anzunehmen, weil die Voraussetzungen des § 93a Abs. 2 BVerfGG nicht vorliegen. Die Verfassungsbeschwerde hat keine grundsätzliche verfassungsrechtliche Bedeutung. Ihre Annahme ist auch nicht zur Durchsetzung der von der Beschwerdeführerin als verletzt bezeichneten Verfassungsrechte angezeigt. Die Verfassungsbeschwerde hat keine Aussicht auf Erfolg, da sie offensichtlich unzulässig ist. Sie ist offensichtlich nicht den gesetzlichen Bestimmungen der § 92, § 23 Abs. 1 Satz 2 1. Halbsatz BVerfGG entsprechend begründet.
Von einer weiteren Begründung der Nichtannahme der Verfassungsbeschwerde zur Entscheidung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.
II. Die Auferlegung einer Missbrauchsgebühr in der hier angemessenen Höhe von 500 Euro beruht auf § 34 Abs. 2 BVerfGG.
Ein Missbrauch des Rechtsbehelfs der Verfassungsbeschwerde liegt unter anderem dann vor, wenn die Verfassungsbeschwerde offensichtlich unzulässig oder unbegründet ist und ihre Einlegung von jedem Einsichtigen als völlig aussichtslos angesehen werden muss (vgl. BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom 9. Juni 2004 - 1 BvR 915/04 -, Rn. 3; Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 14. August 2013 - 1 BvR 923/13 -, Rn. 9; Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 2. April 2020 - 1 BvR 447/20 -, Rn. 3; Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 28. Juni 2023 - 1 BvR 1017/23 -, Rn. 4). Das Bundesverfassungsgericht muss nicht hinnehmen, dass es an der Erfüllung seiner Aufgaben durch an gravierenden Zulässigkeitsmängeln leidende und damit für jedermann erkennbar aussichtslose Verfassungsbeschwerden behindert wird und dadurch anderen Bürgerinnen und Bürgern den ihnen zukommenden Grundrechtsschutz nur verzögert gewähren kann (vgl. BVerfGK 10, 94 ; BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom 13. Oktober 2022 - 1 BvR 1204/22 -, Rn. 5).
Bereits mit Beschluss vom 15. Februar 2023 - 1 BvR 165/23 - wurde der Beschwerdeführerin für künftige Verfahren die Auferlegung einer Missbrauchsgebühr angedroht, weil sie schon in der Vergangenheit in ähnlich gelagerten Fällen wiederholt unsubstantiierte Verfassungsbeschwerden mit textbausteinartiger Begründung ohne hinreichende rechtliche Subsumtion des konkreten Falls und ohne wesentlich neue Gesichtspunkte erhoben hatte.
Die Aussichtslosigkeit der nunmehr eingereichten Verfassungsbeschwerde musste sich der Beschwerdeführerin aufdrängen. Die hier erhobene Verfassungsbeschwerde entspricht der unter dem Aktenzeichen 1 BvR 165/23 erhobenen in weiten Teilen wörtlich. Die missbräuchliche Erhebung ist in einer (wiederholten) offensichtlichen Verfehlung der Begründungsanforderungen begründet.
Diese Entscheidung ist unanfechtbar. Dies gilt auch hinsichtlich des Ausspruchs über die Missbrauchsgebühr (vgl. BVerfGE 133, 163 ).