Subsidiarity bars constitutional challenge over delayed beSt registration despite unresolved issues regarding secure transmission status and fast-lane reinstatement denials
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertIn a non-acceptance decision, the Federal Constitutional Court 1st Senate, 3rd Chamber, rejected the constitutional complaint as inadmissible, ruling that the complainants failed to exhaust available procedural remedies; no substantive order was issued, and the underlying lower court rulings remain in force. The dispute concerned the taxation authorities' recognition of the special electronic tax advisor post (beSt) as a secure transmission channel under § 52d Sentence 2 FGO as of January 1, 2023, despite the lack of individual usability, and the subsequent denial of reinstatement of missed deadlines by the Federal Finance Court due to the availability of a fast-lane procedure. While the Court noted that denying reinstatement via fast-lane procedures and recognizing the beSt might raise issues under the right to effective legal protection (Art. 19(4) German Basic Law), the complaint was barred by the general principle of subsidiarity (§ 90(2) Sentence 1 BVerfGG) and the violation of the right to a lawful judge (Art. 101(1) Sentence 2 German Basic Law), as the complainants did not demonstrate why their representative’s delay in registering for the beSt from January to February 2023 was unavoidable or why they failed to take alternative measures to cure registration errors before the objection deadline expired.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 93a Abs.2 BVerfGG, § 52d Satz 2 FGO, Art. 19 Abs. 4 GG, § 90 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG, § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG; Subsidiarity bars constitutional challenge over delayed beSt registration despite unresolved issues regarding secure transmission status and fast-lane reinstatement denials: The dispute concerned the taxation authorities' recognition of the special electronic tax advisor post (beSt) as a secure transmission channel under § 52d Sentence 2 FGO as of January 1, 2023, despite the lack of individual usability, and the subsequent denial of reinstatement of missed deadlines by the Federal Finance Court due to the availability of a fast-lane procedure. While the Court noted that denying reinstatement via fast-lane procedures and recognizing the beSt might raise issues under the right to effective legal protection (Art. 19(4) German Basic Law), the complaint was barred by the general principle of subsidiarity (§ 90(2) Sentence 1 BVerfGG) and the violation of the right to a lawful judge (Art. 101(1) Sentence 2 German Basic Law), as the complainants did not demonstrate why their representative’s delay in registering for the beSt from January to February 2023 was unavoidable or why they failed to take alternative measures to cure registration errors before the objection deadline expired.
Schlagwörter
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KI-generiertMain ground for the non-acceptance of the constitutional complaint due to the lack of the statutory prerequisites for acceptance.
Procedural rule invoked to dispense with a further justification of the decision.
Volltext
Nichtannahmebeschluss: Einordnung des besonderen elektronischen Steuerberaterpostfachs als sicherer Übermittlungsweg ungeachtet der fehlenden individuellen Nutzungsmöglichkeit verletzt möglicherweise das Recht auf effektiven Rechtsschutz - Verneinung von Wiedereinsetzungsgründen unter Verweis auf das Fast-Lane-Verfahren verfassungsrechtlich nicht unbedenklich - Unzulässigkeit der Verfassungsbeschwerde wg Subsidiarität
[GRUENDE]
Die Verfassungsbeschwerde ist nicht zur Entscheidung anzunehmen, weil die Annahmevoraussetzungen des § 93a Abs.2 BVerfGG nicht vorliegen. Der Verfassungsbeschwerde kommt keine grundsätzliche Bedeutung zu. Ihre Annahme ist auch nicht zur Durchsetzung der Rechte der Beschwerdeführer angezeigt, da sie unzulässig ist und daher keine Aussicht auf Erfolg hat (vgl. BVerfGE 90, 22 ).
Soweit sich die Beschwerdeführer dagegen wenden, dass der Bundesfinanzhof einen sicheren Übermittlungsweg im Sinne des § 52d Satz 2 FGO ungeachtet der fehlenden individuellen Nutzungsmöglichkeit des besonderen elektronischen Steuerberaterpostfachs (beSt) bereits ab dem 1. Januar 2023 bejaht hat, ist eine Verletzung des Rechts auf effektiven Rechtsschutz aus Art. 19 Abs. 4 GG nicht ausgeschlossen. Auch ist verfassungsrechtlich nicht unbedenklich, Wiedereinsetzungsgründe unter Verweis auf das Fast-Lane-Verfahren zu verneinen.
Dies bedarf aber vorliegend keiner abschließenden Beurteilung, da der Zulässigkeit der Verfassungsbeschwerde mit der Rüge der Verletzung des Rechts auf den gesetzlichen Richter aus Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG der in § 90 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG zum Ausdruck kommende allgemeine Grundsatz der Subsidiarität entgegensteht. Er fordert, dass ein Beschwerdeführer über das Gebot der Erschöpfung des Rechtswegs im engeren Sinn hinaus alle nach Lage der Sache zur Verfügung stehenden prozessualen Möglichkeiten ergreift, um eine Korrektur der geltend gemachten Grundrechtsverletzung zu erwirken oder eine Grundrechtsverletzung zu verhindern (vgl. BVerfGE 73, 322 ; 77, 381 ).
Der Beschwerdeführer hat nicht dargetan, weshalb der für ihn auftretende Steuerberater der prozessbevollmächtigten Partnerschaft, welcher seinen Registrierungsbrief für das beSt bereits unter dem 16. Januar 2023 erhalten hatte und dessen neuer Personalausweis am 24. Januar 2023 zur Registrierung bereitgelegen haben soll, erst am 28. Februar 2023 den Erstversuch der Registrierung für das beSt unternommen hat. Zudem ist nicht dargetan, welche Maßnahmen nach Ablauf der avisierten Frist für die Berufsregisteraktualisierung, die im Laufe des Registrierungsverfahrens notwendig geworden war, und vor Verstreichen der Beschwerdefrist unternommen worden sind.
Es erscheint nicht ausgeschlossen, dass ohne diese zeitlichen Verzögerungen die Suche und Behebung von Registrierungs- und Versendungsfehlern vor Ablauf der Beschwerdefrist hätte erfolgen können.
Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.
Diese Entscheidung ist unanfechtbar.