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2 BvR 1781/23 ECLI:DE:BVerfG:2024:rk20240529.2bvr178123 KI-generiert

Recusal motion based on prior procedural involvement; insufficiency of general allegations to establish bias under § 19 BVerfGG

Geschäftsnummer 2 BvR 1781/23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Constitutional Court dismissed a motion for recusal against a vice-president and a judge as obviously inadmissible and refused to accept the underlying constitutional complaint, rendering the associated application for interim relief moot. The petitioner challenged the impartiality of the court members, alleging bias due to their prior participation in his previous constitutional complaint proceedings, but the Court found no basis for recusal under the relevant constitutional court act. The recusal motion was deemed structurally unsound because a general reference to prior involvement in other cases is legally insufficient to establish a credible risk of bias, and one of the targeted judges was not assigned to the current case; consequently, the constitutional complaint was not accepted for decision without further reasoning, as permitted when a complaint is manifestly inadmissible.

Legislator-Regeste

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§ 19 BVerfGG, § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG, § 40 Abs. 3 GOBVerfG; Recusal motion based on prior procedural involvement; insufficiency of general allegations to establish bias under § 19 BVerfGG: The petitioner challenged the impartiality of the court members, alleging bias due to their prior participation in his previous constitutional complaint proceedings, but the Court found no basis for recusal under the relevant constitutional court act. The recusal motion was deemed structurally unsound because a general reference to prior involvement in other cases is legally insufficient to establish a credible risk of bias, and one of the targeted judges was not assigned to the current case; consequently, the constitutional complaint was not accepted for decision without further reasoning, as permitted when a complaint is manifestly inadmissible.

Schlagwörter

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Ausstandsbegehren Vorläufiger Rechtsschutz ungenügende Substantiierung von Grundrechtsverletzungen Prozesshandlung Beteiligung am Verfahren Wandelungsrecht

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 40 Abs. 3 GOBVerfG

Cited in the dispositive to declare the application for interim relief moot following the non-acceptance of the constitutional complaint.

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Volltext

Nichtannahme einer Verfassungsbeschwerde ohne weitere Begründung - Verwerfung offensichtlich unzulässiger Ablehnungsgesuche

[TENOR]

Das Ablehnungsgesuch gegen die Vizepräsidentin König und den Richter Maidowski wird als unzulässig verworfen.

Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.

Mit der Nichtannahme der Verfassungsbeschwerde wird der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gegenstandslos (§ 40 Abs. 3 GOBVerfG).

[GRUENDE]

1. Das Ablehnungsgesuch gegen die Vizepräsidentin König und den Richter Maidowski ist offensichtlich unzulässig, weil es sich auf eine gänzlich ungeeignete Begründung stützt (vgl. BVerfGE 159, 26 m.w.N. - Äußerungen der Bundeskanzlerin Merkel in Südafrika - Befangenheitsgesuch). Dem Vorbringen des Beschwerdeführers lässt sich ein Ablehnungsgrund nicht ansatzweise entnehmen. Der pauschale Verweis auf die Mitwirkung an vorherigen, ihn betreffenden Verfassungsbeschwerdeverfahren ist offensichtlich ungeeignet, die Besorgnis der Befangenheit im Sinne des § 19 BVerfGG zu begründen (vgl. BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats vom 6. März 2024 - 2 BvR 137/24 -, Rn. 5 m.w.N.). Soweit das Ablehnungsgesuch den Richter Maidowski betrifft, kommt hinzu, dass dieser nicht zur Mitwirkung im vorliegenden Verfahren berufen ist (vgl. BVerfGE 142, 1 ).

Vor dem Hintergrund der offensichtlichen Unzulässigkeit des Ablehnungsgesuchs bedarf es keiner dienstlichen Stellungnahme der abgelehnten Richterin und des abgelehnten Richters. Ferner ist die Vizepräsidentin König an der Mitwirkung bei der Entscheidung über das Ablehnungsgesuch nicht gehindert (vgl. BVerfGE 159, 26 m.w.N.).

2. Von einer Begründung der Nichtannahme der Verfassungsbeschwerde wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.

3. Mit der Nichtannahme der Verfassungsbeschwerde wird der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gegenstandslos (§ 40 Abs. 3 GOBVerfG).

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.