Constitutional admissibility of challenging termination of a child’s procedural representative appointment under German family procedure law
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Constitutional Court declined to accept the constitutional complaint for decision, leaving the family court's revocation of the applicant's appointment as procedural representative of a minor child in force. The applicant, formerly appointed as a *Verfahrensbеistand* in custody and contact proceedings, challenged the family court's decision to terminate his appointment and replace him with a new representative, arguing violations of fundamental rights and procedural defects regarding the absence of a direct appeal. The Court found the complaint inadmissible due to insufficient substantiation under German constitutional procedure rules, specifically failing to demonstrate a plausible infringement of the child's fundamental rights, and therefore did not rule on the unresolved questions of whether such an interim decision is amenable to direct constitutional review or if the representative retains the authority to assert the child's constitutional claims after dismissal. The decisive legal basis involved the unacceptance of the complaint under § 93a Abs. 2 BVerfGG and the application of § 158 Abs. 4 Satz 2 Nr. 2 FamFG for the revocation of the appointment.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 158 FamFG, § 158 Abs. 4 Satz 2 Nr. 2 FamFG, § 158 Abs. 5 FamFG, § 93a Abs. 2 BVerfGG, § 92 BVerfGG, § 158 Abs. 4 Satz 2 FamFG; Constitutional admissibility of challenging termination of a child’s procedural representative appointment under German family procedure law: The applicant, formerly appointed as a *Verfahrensbеistand* in custody and contact proceedings, challenged the family court's decision to terminate his appointment and replace him with a new representative, arguing violations of fundamental rights and procedural defects regarding the absence of a direct appeal. The Court found the complaint inadmissible due to insufficient substantiation under German constitutional procedure rules, specifically failing to demonstrate a plausible infringement of the child's fundamental rights, and therefore did not rule on the unresolved questions of whether such an interim decision is amenable to direct constitutional review or if the representative retains the authority to assert the child's constitutional claims after dismissal. The decisive legal basis involved the unacceptance of the complaint under § 93a Abs. 2 BVerfGG and the application of § 158 Abs. 4 Satz 2 Nr. 2 FamFG for the revocation of the appointment.
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KI-generiertCited in the final operative part to justify the omission of a further substantive reasoning for the non-acceptance of the complaint.
Volltext
Nichtannahmebeschluss: Mangels hinreichender Substantiierung unzulässige Verfassungsbeschwerde gegen familiengerichtliche Entscheidungen gem § 158 Abs 4 S 2 Nr 2 FamFGAufhebung der Bestellung des Beschwerdeführers als Verfahrensbeistand in Kindschaftssachen
[TENOR]
Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.
[GRUENDE]
Die Verfassungsbeschwerde betrifft fachgerichtliche Entscheidungen über die Aufhebung der Bestellung des Beschwerdeführers zum Verfahrensbeistand.
1. Der Beschwerdeführer war durch das zuständige Familiengericht in einem Umgangs- und einem Sorgerechtsverfahren zum Verfahrensbeistand (vgl. § 158 FamFG) eines im September 2020 geborenen Kindes bestellt worden. Mit hier angegriffenen Beschlüssen jeweils vom 12. April 2023 hob das Familiengericht die Bestellung des Beschwerdeführers auf und bestellte dem Kind eine neue Verfahrensbeiständin. Die Aufhebung stützte das Familiengericht auf § 158 Abs. 4 Satz 2 Nr. 2 FamFG und legte näher dar, warum es die Interessen des Kindes bei einer Fortführung des Amtes durch den Beschwerdeführer gefährdet sah. Die gegen diese Entscheidungen gerichteten fachgerichtlichen Rechtsbehelfe des Beschwerdeführers blieben erfolglos.
Mit der Verfassungsbeschwerde macht der Beschwerdeführer ausschließlich eine Verletzung von Grundrechten und grundrechtsgleichen Rechten des betroffenen Kindes geltend und rügt vor allem "Artikel 1, 2, 3, 6, 20 und 103 GG" als verletzt. In der Sache beanstandet er auch, dass fachrechtlich die Möglichkeit einer Beschwerde gegen die Aufhebung der Bestellung eines Verfahrensbeistandes nicht eröffnet ist (vgl. § 158 Abs. 5 FamFG).
2. Die Verfassungsbeschwerde ist nicht zur Entscheidung anzunehmen. Annahmegründe nach § 93a Abs. 2 BVerfGG liegen nicht vor, weil die Verfassungsbeschwerde unzulässig ist und schon deshalb keine Aussicht auf Erfolg hat. Die Verfassungsbeschwerde zeigt die Möglichkeit einer Verletzung der Grundrechte oder grundrechtsgleichen Rechte des Kindes nicht in einer § 23 Abs. 1 Satz 2, § 92 BVerfGG genügenden Weise auf.
Deshalb muss offenbleiben, ob die Aufhebung der Bestellung eines Verfahrensbeistandes (§ 158 Abs. 4 Satz 2 FamFG) als Zwischenentscheidung des fachgerichtlichen Verfahrens überhaupt unmittelbar mit einer Verfassungsbeschwerde überprüft werden kann. § 158 Abs. 5 FamFG schließt fachrechtlich die selbstständige Anfechtbarkeit der Entpflichtung aus. Die Aufhebung der Bestellung des Verfahrensbeistandes soll aber nach zum Fachrecht wohl einhellig vertretener Auffassung zum Gegenstand der Beschwerde in der Hauptsache gemacht werden können (vgl. Hammer, in: Helms/Prütting, FamFG, 6. Aufl. 2023, § 158 Rn. 51; Schäder, in: Sternal, FamFG, 21. Aufl. 2023, § 158 Rn. 42; siehe auch BTDrucks 16/6308, S. 239 zu § 158 FamFG a.F.).
Ebenso wenig kann entschieden werden, ob dem vormals bestellten Verfahrensbeistand die während des Amtes bestehende Befugnis, Rechte des Kindes, etwa den gegen den Staat gerichteten Schutzanspruch des Kindes (vgl. BVerfGE 159, 355 ; 162, 378 ; BVerfG, Beschluss des Ersten Senats vom 1. Februar 2023 - 1 BvL 7/18 -, Rn. 127), in Prozessstandschaft für dieses geltend zu machen (vgl. BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 3. Februar 2017 - 1 BvR 2569/17 -, Rn. 35; Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 15. Dezember 2020 - 1 BvR 1395/19 -, Rn. 28 f.), mit der Möglichkeit, die Entpflichtung zu überprüfen, im Kindesinteresse erhalten bleiben kann.
Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.
Diese Entscheidung ist unanfechtbar.