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1 BvQ 91/23 ECLI:DE:BVerfG:2023:qk20230831.1bvq009123 KI-generiert

Interim relief in compulsory execution proceedings: insufficient pleading of exhaustion of ordinary legal remedies under § 32(1) BVerfGG

Geschäftsnummer 1 BvQ 91/23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Constitutional Court dismissed the applicant’s request for interim relief. The dispute concerned enforcement measures in a compulsory execution proceeding, specifically challenging a garnishment order, an objection filed by the applicant, and a subsequent non-remediation decision by a judicial officer. The court rejected the application as insufficiently reasoned, finding that the applicant failed to meet the heightened pleading standards for interim measures under Section 32(1) of the Federal Constitutional Court Act (BVerfGG); notably, the application did not demonstrate how the applicant's fundamental rights were violated, nor did it establish that the regular legal avenues had been exhausted or that exhaustion was impossible, a prerequisite under Section 90(2) BVerfGG to preclude the inevitable inadmissibility of the subsequent constitutional complaint.

Legislator-Regeste

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§ 32 Abs. 1 BVerfGG, § 90 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG, § 90 Abs. 2 Satz 2 BVerfGG; Interim relief in compulsory execution proceedings: insufficient pleading of exhaustion of ordinary legal remedies under § 32(1) BVerfGG: Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung bleibt ohne Erfolg, weil die dafür nach § 32 Abs. 1 BVerfGG erforderlichen Voraussetzungen nicht vorliegen.

Schlagwörter

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Vorläufiger Rechtsschutz Erschöpfung des Instanzenzuges ordentliches Verfahren Zwangsvollstreckung Rüge verfassungsmässiger Rechte erworbener Anspruch

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Volltext

Erfolgloser isolierter Eilantrag bzgl Maßnahmen im Zwangsvollstreckungsverfahren - unzureichende Antragsbegründung

[TENOR]

Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung wird abgelehnt.

[GRUENDE]

Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung bleibt ohne Erfolg, weil die dafür nach § 32 Abs. 1 BVerfGG erforderlichen Voraussetzungen nicht vorliegen.

Er lässt insbesondere entgegen den für einen solchen Antrag maßgeblichen spezifischen Begründungsanforderungen nicht in der gebotenen Weise erkennen, ob eine noch zu erhebende Verfassungsbeschwerde unzulässig oder offensichtlich unbegründet wäre (dazu BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom 1. August 2022 - 1 BvQ 50/22 -, Rn. 27 m.w.N.). Soweit der Antragsteller das Schreiben des Amtsgerichts vom 14. August 2023 beanstandet, lässt sich dem Antrag nicht entnehmen, in welcher Weise der Antragsteller dadurch in seinen Grundrechten verletzt sein könnte.

Für den Pfändungs- und Überweisungsbeschluss sowie den Nichtabhilfebeschluss der Rechtspflegerin vom 16. August 2023 ist weder dargelegt, dass der fachrechtliche Rechtsweg erschöpft ist (§ 90 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG) noch, dass dies ausnahmsweise unzumutbar wäre (vgl. § 90 Abs. 2 Satz 2 BVerfGG). Tragfähige Ausführungen dazu gehören aber zu den Begründungsanforderungen im einstweiligen Rechtsschutzverfahren nach § 32 Abs. 1 BVerfGG, weil die Nichterschöpfung des fachgerichtlichen Rechtswegs zur Unzulässigkeit der noch zu erhebenden Verfassungsbeschwerde führen würde (vgl. BVerfG, Beschluss der 1.

Kammer des Ersten Senats vom 18. März 2019 - 1 BvQ 90/18 -, Rn. 13). Wie sich aus Ziffer 2 des Tenors des Beschlusses vom 16. August 2023 ergibt, ist dem zuständigen Vollstreckungsrichter das Verfahren zur Entscheidung über die Erinnerung des Antragstellers vorgelegt worden. Ob eine solche richterliche Entscheidung mittlerweile ergangen ist und der Rechtsweg (erst) damit erschöpft wäre, ergibt sich aus dem Antrag nicht.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.