Inadmissibility of constitutional complaint for failure to raise scope of property guarantee covering pecuniary aspects of personality right in prior proceedings
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe German Federal Constitutional Court (1st Senate, 1st Chamber) declined to accept the constitutional complaint for decision, leaving the lower court’s judgment in force. The complainant challenged a decision by the Federal Court of Justice, arguing that it committed a balancing error by failing to recognize that the pecuniary component of the general right of personality falls within the scope of the constitutional property guarantee under Article 14(1) of the Basic Law. The Court held the complaint inadmissible without addressing the merits (noting the complainant’s death, which rendered the question of procedural status moot), primarily because the complainant failed to satisfy the subsidiarity requirement under § 90(2) sentence 1 of the Federal Constitutional Court Act by not demonstrating that this specific constitutional argument had been raised and exhausted in the specialized proceedings.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 90 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG, Art. 14 Abs. 1 GG, Art. 14 GG, § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG; Inadmissibility of constitutional complaint for failure to raise scope of property guarantee covering pecuniary aspects of personality right in prior proceedings: The complainant challenged a decision by the Federal Court of Justice, arguing that it committed a balancing error by failing to recognize that the pecuniary component of the general right of personality falls within the scope of the constitutional property guarantee under Article 14(1) of the Basic Law. The Court held the complaint inadmissible without addressing the merits (noting the complainant’s death, which rendered the question of procedural status moot), primarily because the complainant failed to satisfy the subsidiarity requirement under § 90(2) sentence 1 of the Federal Constitutional Court Act by not demonstrating that this specific constitutional argument had been raised and exhausted in the specialized proceedings.
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KI-generiertVolltext
Nichtannahmebeschluss: Unzulässigkeit einer Verfassungsbeschwerde wegen Subsidiarität bei mangelnden Darlegungen zu verfassungsrechtlicher Argumentation bereits im fachgerichtlichen Verfahren - hier: zur Reichweite des Eigentumsgrundrechts hinsichtlich vermögenswerter Bestandteile des allgemeinen Persönlichkeitsrechts
[TENOR]
Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.
[GRUENDE]
Die Beschwerdeführerin ist zwischenzeitlich verstorben. Darüber, welche Folgen der Tod eines Beschwerdeführers auf ein anhängiges Verfassungsbeschwerdeverfahren hat, ist gesetzlich nichts bestimmt. Zwar ist in der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts anerkannt, dass sich eine Verfassungsbeschwerde zur Durchsetzung höchstpersönlicher Rechte des Beschwerdeführers im Falle seines Todes erledigt (vgl. BVerfGE 6, 389 ; 12, 311 ; 109, 279 ; 124, 300 ; 153, 182 ; BVerfGK 9, 62 ). Dieser Grundsatz gilt indes nicht ausnahmslos. Das Bundesverfassungsgericht hat bereits früh betont, dass sich diese Frage letztlich nur für den einzelnen Fall unter Berücksichtigung der Art des angegriffenen Hoheitsakts und des Standes des Verfassungsbeschwerdeverfahrens entscheiden lässt (vgl. BVerfGE 6, 389 ).
Die Frage kann im vorliegenden Fall indes offenbleiben. Denn die Verfassungsbeschwerde ist unzulässig, da sie nicht dem in § 90 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG zum Ausdruck kommenden Grundsatz der Subsidiarität gerecht wird (vgl. BVerfGE 112, 50 ). Die Beschwerdeführerin hat vorgebracht, die angegriffene Entscheidung enthalte Abwägungsfehler, die eine grundsätzliche Verkennung des Schutzbereichs der Eigentumsgarantie gemäß Art. 14 Abs. 1 GG bei Auslegung des einfachen Rechts erkennen ließen. Der Bundesgerichtshof habe nicht berücksichtigt, dass unter Zugrundelegung der verfassungsrechtlichen Definition des Eigentums konsequenterweise der vermögensrechtliche Bestandteil des zivilrechtlichen allgemeinen Persönlichkeitsrechts vom Eigentumsbegriff des Art. 14 GG umfasst sei. Die Beschwerdeführerin hat jedoch nicht dargelegt, entsprechenden Vortrag bereits im fachgerichtlichen Verfahren gehalten zu haben (vgl. BVerfGE 112, 50 ).
Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.
Diese Entscheidung ist unanfechtbar.