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2 BvR 882/23 ECLI:DE:BVerfG:2023:rk20230707.2bvr088223 KI-generiert

Recusal motion against non-participating judges deemed manifestly inadmissible without substantive review

Geschäftsnummer 2 BvR 882/23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Constitutional Court dismissed the constitutional complaint without further reasoning, rendering the request for interim relief moot, and rejected the motion for legal aid and the application for exemption of judges as inadmissible. The petitioner challenged the impartiality of specific judicial officers and sought to review a lower court decision, but the dismissal targeted the procedural defects in the challenge. The court held that a motion for recusal is manifestly inadmissible if the judges identified are not assigned to participate in the specific proceedings at hand, citing the principle that such obviously inadmissible applications require no further substantive review or personal exclusion of the non-participating judges.

Legislator-Regeste

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§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO, § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG, § 40 Abs. 3 GOBVerfG, § 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO analog; Recusal motion against non-participating judges deemed manifestly inadmissible without substantive review: The petitioner challenged the impartiality of specific judicial officers and sought to review a lower court decision, but the dismissal targeted the procedural defects in the challenge. The court held that a motion for recusal is manifestly inadmissible if the judges identified are not assigned to participate in the specific proceedings at hand, citing the principle that such obviously inadmissible applications require no further substantive review or personal exclusion of the non-participating judges.

Schlagwörter

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Ausstandsbegehren Normenkontrolle verfassungsmässiger Grundsatz ungenügende Substantiierung von Grundrechtsverletzungen Wiederaufnahme des Abwesenheitsverfahrens materielle Mängel

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO
Der Antrag auf Beiordnung eines Rechtsanwalts und Bewilligung von Prozesskostenhilfe ist mangels hinreichender Erfolgsaussicht (§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO analog) abzulehnen.
§ 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG
Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.
§ 40 Abs. 3 GOBVerfG
Cited in the dispositive to determine that the request for interim relief becomes moot upon the non-acceptance of the constitutional complaint.
§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO analog
Cited in the dispositive as the basis for rejecting the application for legal aid and appointment of a counsel due to lack of sufficient prospects of success.

Zitierte Rechtsprechung

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BVerfGE 153, 72
BVerfGE 142, 1
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 40 Abs. 3 GOBVerfG

Cited in the dispositive to determine that the request for interim relief becomes moot upon the non-acceptance of the constitutional complaint.

§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO analog

Cited in the dispositive as the basis for rejecting the application for legal aid and appointment of a counsel due to lack of sufficient prospects of success.

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Volltext

Nichtannahme einer Verfassungsbeschwerde ohne weitere Begründung - Verwerfung eines offensichtlich unzulässigen Ablehnungsgesuchs

[TENOR]

Das Ablehnungsgesuch gegen den Präsidenten Harbarth und die Richterinnen und Richter Ott, Kessal-Wulf, Radtke, Härtel und Wallrabenstein wird als unzulässig verworfen.

Der Antrag auf Beiordnung eines Rechtsanwalts und Bewilligung von Prozesskostenhilfe ist mangels hinreichender Erfolgsaussicht (§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO analog) abzulehnen.

Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.

Mit der Nichtannahme der Verfassungsbeschwerde wird der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gegenstandslos (§ 40 Abs. 3 GOBVerfG).

[GRUENDE]

1. Das Ablehnungsgesuch gegen die im Tenor genannten Richterinnen und Richter wird als unzulässig verworfen.

a) Ein Ablehnungsgesuch, das lediglich Ausführungen enthält, die zur Begründung der Besorgnis der Befangenheit gänzlich ungeeignet sind, ist offensichtlich unzulässig. Bei offensichtlicher Unzulässigkeit bedarf es keiner dienstlichen Stellungnahme der abgelehnten Richter und Richterinnen; diese sind auch von der Entscheidung über das offensichtlich unzulässige Ablehnungsgesuch nicht ausgeschlossen (vgl. BVerfGE 153, 72 ). Offensichtlich unzulässig ist ein Ablehnungsgesuch auch, wenn ein abgelehnter Richter oder eine abgelehnte Richterin nicht zur Mitwirkung im vorliegenden Verfahren berufen ist (vgl. BVerfGE 142, 1 m.w.N.).

b) Danach ist das hier gestellte Ablehnungsgesuch offensichtlich unzulässig, da die abgelehnten Richterinnen und Richter zur Mitwirkung in diesem Verfahren nicht berufen sind.

2. Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.