Manifestly unfounded constitutional complaints and threat of abuse fee for substantively empty filings
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe German Federal Constitutional Court (Second Senate, First Chamber) issued a non-acceptance decision (Nichtannahmebeschluss), refusing to hear the merits of a series of joined constitutional complaints, thereby upholding the validity of the challenged actions and ruling against the applicant. The court also rejected a request for legal aid due to the lack of prospects for success and warned that the applicant faces a future abuse fee of up to €2,600 for the repetitive filing of substantively empty and hopeless petitions. The dispute involved numerous separate constitutional complaints alleging fundamental rights violations, which the court found to be manifestly inadmissible. The decisive legal basis for the refusal was § 93a(2) BVerfGG, as the filings failed to meet the substantive requirements for constitutional review under § 23(1) sentence 2 and § 92 BVerfGG, and the threat of sanctions was grounded in § 34(2) BVerfGG regarding the abuse of legal remedy.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 93a Abs. 2 BVerfGG, § 92 BVerfGG, § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG, § 34 Abs. 2 BVerfGG, § 40 Abs. 3 GOBVerfG; Manifestly unfounded constitutional complaints and threat of abuse fee for substantively empty filings: The court also rejected a request for legal aid due to the lack of prospects for success and warned that the applicant faces a future abuse fee of up to €2,600 for the repetitive filing of substantively empty and hopeless petitions. The dispute involved numerous separate constitutional complaints alleging fundamental rights violations, which the court found to be manifestly inadmissible. The decisive legal basis for the refusal was § 93a(2) BVerfGG, as the filings failed to meet the substantive requirements for constitutional review under § 23(1) sentence 2 and § 92 BVerfGG, and the threat of sanctions was grounded in § 34(2) BVerfGG regarding the abuse of legal remedy.
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KI-generiertProcedural rule applied to render the applications for interim relief moot upon the non-acceptance of the constitutional complaints.
Volltext
Nichtannahme mehrerer offensichtlich unzulässiger Verfassungsbeschwerden - Androhung einer Missbrauchsgebühr
[TENOR]
1. Die Verfahren werden zur gemeinsamen Entscheidung verbunden.
2. Der im Verfahren 2 BvR 1856/22 gestellte Antrag auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe und Beiordnung eines Rechtsanwalts wird abgelehnt, weil die beabsichtigte Rechtsverfolgung keine hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet.
3. Die Verfassungsbeschwerden werden nicht zur Entscheidung angenommen.
4. Mit der Nichtannahme der Verfassungsbeschwerden werden die in den Verfahren 2 BvR 1750/22, 2 BvR 1964/22, 2 BvR 1999/22, 2 BvR 2030/22, 2 BvR 2045/22, 2 BvR 2064/22, 2 BvR 2075/22, 2 BvR 2146/22, 2 BvR 2081/22 und 2 BvR 2209/22 gestellten Anträge auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gegenstandslos (§ 40 Abs. 3 GOBVerfG).
[GRUENDE]
Die zur gemeinsamen Entscheidung verbundenen Verfassungsbeschwerden sind nicht zur Entscheidung anzunehmen, weil die Annahmevoraussetzungen des § 93a Abs. 2 BVerfGG nicht vorliegen. Die Verfassungsbeschwerden sind unzulässig, da sie den Anforderungen der § 23 Abs. 1 Satz 2 Halbsatz 1, § 92 BVerfGG offensichtlich nicht genügen und eine Grundrechtsverletzung auch sonst nicht ersichtlich ist (vgl. BVerfGE 81, 208 ; 88, 40 ; 99, 84 ; 105, 252 ; 108, 370 ; 113, 29 ; stRspr).
Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.
Der Beschwerdeführer wird für künftige Verfahren erneut darauf hingewiesen, dass ihm bei Vorliegen der Voraussetzungen des § 34 Abs. 2 BVerfGG eine Missbrauchsgebühr von bis zu 2.600 Euro auferlegt werden kann. Ein Missbrauch kann unter anderem vorliegen, wenn das Bundesverfassungsgericht durch für jedermann erkennbar substanzlose Verfassungsbeschwerden oder völlig aussichtslose einstweilige Rechtsschutzanträge an der Erfüllung seiner Aufgaben gehindert wird, wodurch anderen Rechtsuchenden der ihnen zukommende Grundrechtsschutz nur verzögert gewährt werden kann (vgl. BVerfGK 3, 219 ; 6, 219 ; 10, 94 ; BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Zweiten Senats vom 24. Mai 2022 - 2 BvR 386/22 u.a. -, Rn. 4 m.w.N.). Die fortlaufende Erhebung zahlreicher völlig unzureichend begründeter Verfassungsbeschwerden sowie das Stellen nicht nachvollziehbar begründeter einstweiliger Rechtsschutzanträge muss von jedem Einsichtigen als aussichtslos angesehen werden.
Diese Entscheidung ist unanfechtbar.