Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
2 BvR 2126/22 ECLI:DE:BVerfG:2022:rk20221215.2bvr212622 KI-generiert

Judicial recusal based on baseless suspicion and abusive filing practice

Geschäftsnummer 2 BvR 2126/22
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Constitutional Court dismissed the constitutional complaint without further reasoning and rejected the motion for recusal of a judge as inadmissible. The dispute arose from a complainant’s allegation that a judge was biased based on baseless suspicions and unsubstantiated claims, including an unfounded assertion that the complainant had been contacted by a court member. Relying on the doctrine that recusal motions must be based on objective facts suitable to raise suspicion of bias rather than mere speculation, the Court determined that the motion was manifestly inadmissible and abusive, noting the complainant’s history of similar improper applications. Consequently, the judge was permitted to participate in the decision, and the related request for interim injunctive relief became moot.

Legislator-Regeste

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§ 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG, § 40 Abs. 3 GOBVerfG; Judicial recusal based on baseless suspicion and abusive filing practice: The dispute arose from a complainant’s allegation that a judge was biased based on baseless suspicions and unsubstantiated claims, including an unfounded assertion that the complainant had been contacted by a court member. Relying on the doctrine that recusal motions must be based on objective facts suitable to raise suspicion of bias rather than mere speculation, the Court determined that the motion was manifestly inadmissible and abusive, noting the complainant’s history of similar improper applications. Consequently, the judge was permitted to participate in the decision, and the related request for interim injunctive relief became moot.

Schlagwörter

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Ausstandsbegehren Befangenheit des Richters missbräuchliche Kündigung ungenügende Substantiierung von Grundrechtsverletzungen objektive Beweise Trennungsklage

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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§ 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG
Cited to justify the omission of a further reasoning for the decision.
§ 40 Abs. 3 GOBVerfG
Cited in the dispositive to declare the request for interim injunctive relief moot upon the non-acceptance of the constitutional complaint.

Zitierte Rechtsprechung

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BVerfGE 131, 239
BVerfGE 131, 239 ; BVerfGK 8, 59 ).
BVerfGE 142, 9
BVerfGE 11, 343
hierzu BVerfGE 11, 343 ); nicht selten erschöpften sich seine Ausführungen − ebenso wie vorliegend − in haltlosen Unterstellungen beziehungsweise Vermutungen.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 40 Abs. 3 GOBVerfG

Cited in the dispositive to declare the request for interim injunctive relief moot upon the non-acceptance of the constitutional complaint.

§ 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG

Cited to justify the omission of a further reasoning for the decision.

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Volltext

Nichtannahme einer Verfassungsbeschwerde ohne weitere Begründung - Verwerfung eines auf haltlose Mutmaßungen und Unterstellungen gestützten, mithin offensichtlich unzulässigen Ablehnungsgesuchs

[TENOR]

Das Ablehnungsgesuch gegen die Richterin Hermanns wird als unzulässig verworfen.

Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.

Mit der Nichtannahme der Verfassungsbeschwerde wird der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gegenstandslos (§ 40 Abs. 3 GOBVerfG).

[GRUENDE]

Das Ablehnungsgesuch ist offensichtlich unzulässig, da das Vorbringen des Beschwerdeführers lediglich Ausführungen enthält, die zur Begründung der Besorgnis der Befangenheit gänzlich ungeeignet sind und weil der Antrag missbräuchlich ist.

Die abgelehnte Richterin ist weder von Gesetzes wegen noch aufgrund des von dem Beschwerdeführer formulierten Ablehnungsgesuchs von der Mitwirkung an der Entscheidung über die Verfassungsbeschwerde und den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung ausgeschlossen. Sie konnte auch an der Entscheidung über das offensichtlich unzulässige Ablehnungsgesuch ohne Einholung dienstlicher Stellungnahmen mitwirken (vgl. BVerfGE 131, 239 ; BVerfGK 8, 59 ).

Die Ausführungen des Beschwerdeführers sind gänzlich ungeeignet, die Besorgnis der Befangenheit zu begründen und der Antrag ist somit offensichtlich unzulässig. Soweit der Beschwerdeführer mutmaßt, von einem Mitglied des Bundesverfassungsgerichts angerufen worden zu sein, handelt es sich um eine bloße Unterstellung ohne jeden sachlichen Gehalt, die ebenfalls von vorneherein ungeeignet ist, Besorgnis der Befangenheit zu begründen (vgl. BVerfGE 142, 9 ). Darüber hinaus ist der Antrag als missbräuchlich zu bewerten. Der Beschwerdeführer stellte bereits in der Vergangenheit mehrere unzulässige Befangenheitsanträge (vgl. hierzu BVerfGE 11, 343 ); nicht selten erschöpften sich seine Ausführungen − ebenso wie vorliegend − in haltlosen Unterstellungen beziehungsweise Vermutungen.

Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.