Constitutional petition: lack of legal interest in judicial determination of minimum matter value for rejected interim relief
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Constitutional Court dismissed the applicant's request for a judicial determination of the matter value (Gegenstandswert) as inadmissible due to a lack of legal interest. The dispute concerned the assignment of a statutory minimum matter value in a petition for interim relief (einstweilige Anordnung) that had been either rejected or withdrawn, a procedural context where no extraordinary circumstances justifying a higher value were present. Relying on § 37(2) sentence 2 of the Federal Lawyers' Fees Act (RVG), the Court held that when the statutory minimum value of €5,000 applies and no exceptional reasons exist for a higher valuation, a judicial determination is unnecessary and thus no right to legal protection for such a determination exists.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 37 Abs. 2 Satz 2 RVG; Constitutional petition: lack of legal interest in judicial determination of minimum matter value for rejected interim relief: Der Antrag auf Gegenstandswertfestsetzung wird verworfen, weil für eine gerichtliche Festsetzung des Gegenstandswertes kein Rechtsschutzbedürfnis besteht.
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KI-generiertVolltext
Verwerfung eines Antrags auf Gegenstandswertfestsetzung in einem eA-Verfahren
[TENOR]
Der Antrag auf Gegenstandswertfestsetzung wird verworfen.
[GRUENDE]
Der Antrag auf Gegenstandswertfestsetzung wird verworfen, weil für eine gerichtliche Festsetzung des Gegenstandswertes kein Rechtsschutzbedürfnis besteht.
Gemäß § 37 Abs. 2 Satz 2 RVG beträgt der Mindestgegenstandswert im eigenständigen Verfahren der einstweiligen Anordnung (vgl. BVerfGE 89, 91 ) 5.000 Euro. Ein höherer Gegenstandswert kommt in Fällen, in denen ein Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung abgelehnt oder zurückgenommen worden ist, regelmäßig nicht in Betracht (vgl. zur insoweit vergleichbaren Rechtslage bei einer Verfassungsbeschwerde BVerfGE 79, 365 ). Umstände, die hier ausnahmsweise einen höheren Gegenstandswert rechtfertigen könnten, sind nicht ersichtlich. Ist deshalb vom Mindestgegenstandswert auszugehen, so besteht für die gerichtliche Festsetzung des Gegenstandswertes kein Rechtsschutzbedürfnis (vgl. BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 8. Februar 2021 - 1 BvQ 135/20 -; Beschluss der 1. Kammer des Zweiten Senats vom 9. September 2021 - 2 BvR 1427/21 -; Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 29. Oktober 2021 - 1 BvQ 147/20 -).
Diese Entscheidung ist unanfechtbar.