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2 BvR 1000/22 ECLI:DE:BVerfG:2022:rk20220627.2bvr100022 KI-generiert

Inadmissibility of judicial recusal motion lacking credible basis for impartiality bias

Geschäftsnummer 2 BvR 1000/22
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Constitutional Court (BVerfG) dismissed the applicant's constitutional complaint without providing a reasoned decision and rendered the request for interim relief moot. Additionally, the Court rejected the applicant’s motion to recuse a judge as obviously inadmissible. The dispute involved a challenge to the dismissal of a recusal motion, where the applicant alleged bias against the judge based on an alleged similarity to a prior case decision, without providing a credible basis for such distrust. The Court held that a recusal motion is obviously inadmissible when its justification is plainly insufficient to substantiate the exclusion, allowing the challenged judges to participate in the decision without a formal statement; the constitutional complaint was not admitted for decision pursuant to the statutory provision permitting the omission of reasons in such cases.

Legislator-Regeste

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§ 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG, § 93d Abs 1 S 3 BVerfGG, § 40 Abs. 3 GOBVerfG; Inadmissibility of judicial recusal motion lacking credible basis for impartiality bias: Additionally, the Court rejected the applicant’s motion to recuse a judge as obviously inadmissible. The dispute involved a challenge to the dismissal of a recusal motion, where the applicant alleged bias against the judge based on an alleged similarity to a prior case decision, without providing a credible basis for such distrust. The Court held that a recusal motion is obviously inadmissible when its justification is plainly insufficient to substantiate the exclusion, allowing the challenged judges to participate in the decision without a formal statement; the constitutional complaint was not admitted for decision pursuant to the statutory provision permitting the omission of reasons in such cases.

Schlagwörter

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Ausstandsbegehren richterliche Unparteilichkeit materielle Begründetheit ungenügende Substantiierung von Grundrechtsverletzungen berechtigter Anschein der Befangenheit Trennungsklage

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 93d Abs 1 S 3 BVerfGG

Statutory basis for dismissing the constitutional complaint without providing a reasoned decision.

§ 40 Abs. 3 GOBVerfG

Procedural provision applied to render the request for interim relief moot following the non-acceptance of the main complaint.

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Volltext

Nichtannahme einer Verfassungsbeschwerde ohne weitere Begründung (§ 93d Abs 1 S 3 BVerfGG) - Verwerfung eines offensichtlich unzulässigen Ablehnungsgesuchs

[TENOR]

Das Ablehnungsgesuch gegen die Richterin Wallrabenstein wird als unzulässig verworfen.

Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.

Mit der Nichtannahme der Verfassungsbeschwerde wird der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gegenstandslos (§ 40 Abs. 3 GOBVerfG).

[GRUENDE]

Die Verwerfung des Ablehnungsgesuchs gegen die Richterinnen und Richter des Bundesverfassungsgerichts kann mit der Sachentscheidung erfolgen, weil das Ablehnungsgesuch offensichtlich unzulässig ist. Bei offensichtlicher Unzulässigkeit bedarf es keiner dienstlichen Stellungnahme der abgelehnten Richter. Auch sind sie von der Entscheidung über das offensichtlich unzulässige Ablehnungsgesuch nicht ausgeschlossen (vgl. BVerfGK 8, 59 ). Offensichtlich unzulässig ist ein Ablehnungsgesuch, wenn dessen Begründung offensichtlich ungeeignet ist, den Ausschluss zu rechtfertigen (vgl. BVerfGE 133, 377 ; BVerfG, Beschluss des Zweiten Senats vom 6. Oktober 2020 - 2 BvC 32/19 -, Rn. 8; Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 24. November 2020 - 1 BvR 2318/19 -, Rn. 16).

So liegt es hier. Das Vorbringen des Beschwerdeführers enthält schon keine Anhaltspunkte dafür, weswegen es Anlass zum Misstrauen gegen die Unparteilichkeit der Richterin Wallrabenstein geben könnte. Der Verweis des Beschwerdeführers auf die Entscheidung des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 12. Januar 2021 zum Aktenzeichen 2 BvR 2006/15 und die (angebliche) Vergleichbarkeit dieses Verfahrens mit dem hiesigen Verfahren wird nicht nachvollziehbar erläutert; eine irgendwie geartete Vergleichbarkeit ist auch sonst nicht erkennbar.

Von einer Begründung der Nichtannahme der Verfassungsbeschwerde wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.