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1 BvR 625/22 ECLI:DE:BVerfG:2022:rk20220502.1bvr062522 KI-generiert

Direct constitutional challenge to § 20a IfSG rejected for insufficient substantiation of fundamental rights infringement

Geschäftsnummer 1 BvR 625/22
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Constitutional Court dismissed the constitutional complaint without admitting it for decision and rejected the motion for recusal of the Court President as manifestly inadmissible, leaving the prior administrative order under the Infectious Diseases Act in force. The dispute concerned a legal challenge against § 20a of the Infectious Diseases Act (IfSG), but the applicants failed to demonstrate a sufficient infringement of their own fundamental rights, and the recusal motion was rejected because the President was not a member of the Third Chamber of the First Senate handling the case. The decisive legal bases were § 23 Abs. 1 Satz 2 and § 92 of the Federal Constitutional Court Act (BVerfGG), which require a sufficient allegation of individual fundamental rights violations for admissibility, and the principle that recusal motions against judges not participating in the specific proceedings are manifestly inadmissible.

Legislator-Regeste

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§ 92 BVerfGG, § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG, § 40 Abs. 3 GOBVerfG; Direct constitutional challenge to § 20a IfSG rejected for insufficient substantiation of fundamental rights infringement: The dispute concerned a legal challenge against § 20a of the Infectious Diseases Act (IfSG), but the applicants failed to demonstrate a sufficient infringement of their own fundamental rights, and the recusal motion was rejected because the President was not a member of the Third Chamber of the First Senate handling the case. The decisive legal bases were § 23 Abs. 1 Satz 2 and § 92 of the Federal Constitutional Court Act (BVerfGG), which require a sufficient allegation of individual fundamental rights violations for admissibility, and the principle that recusal motions against judges not participating in the specific proceedings are manifestly inadmissible.

Schlagwörter

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Ausstandsbegehren einzelne Grundrechte verfassungsmässiger Grundsatz Demonstrationsrecht Verfassungsbeschwerde im Ausland Anfechtung von Verwaltungsverfügungen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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BVerfGE 142, 1
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 40 Abs. 3 GOBVerfG

Cited in the dispositive to declare the application for interim measures moot upon the non-acceptance of the constitutional complaint.

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Volltext

Nichtannahme einer unmittelbar gegen § 20a IfSG gerichteten Rechtssatzverfassungsbeschwerde - Möglichkeit einer Grundrechtsverletzung nicht hinreichend dargelegt - Verwerfung eines offensichtlich unzulässigen Ablehnungsgesuchs

[TENOR]

Das Ablehnungsgesuch gegen Präsidenten Harbarth wird als unzulässig verworfen.

Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.

Mit der Nichtannahme der Verfassungsbeschwerde wird der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gegenstandslos (§ 40 Abs. 3 GOBVerfG).

[GRUENDE]

1. Das Ablehnungsgesuch gegen Präsidenten Harbarth wird als unzulässig verworfen.

Ein Ablehnungsgesuch, das lediglich Ausführungen enthält, die zur Begründung der Besorgnis der Befangenheit gänzlich ungeeignet sind, ist offensichtlich unzulässig. Bei offensichtlicher Unzulässigkeit bedarf es keiner dienstlichen Stellungnahme des abgelehnten Richters. Offensichtlich unzulässig ist ein Ablehnungsgesuch auch, wenn der abgelehnte Richter nicht zur Mitwirkung im vorliegenden Verfahren berufen ist (vgl. BVerfGE 142, 1 ).

Die offensichtliche Unzulässigkeit des Antrags auf Ablehnung von Präsident Harbarth ergibt sich daraus, dass dieser nicht zur Mitwirkung in diesem Verfahren berufen ist. Er gehört der 3. Kammer des Ersten Senats nicht an.

2. Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen, weil die Beschwerdeführenden nicht in einer den § 23 Abs. 1 Satz 2, § 92 BVerfGG genügenden Weise die Möglichkeit dargelegt haben, in eigenen Grundrechten verletzt zu sein.

Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.