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1 BvR 182/22 ECLI:DE:BVerfG:2022:rk20220208.1bvr018222 KI-generiert

Scope of corporate immunity proof requirement under § 20a IfSG for personal budget beneficiaries versus employed integration assistants

Geschäftsnummer 1 BvR 182/22
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The German Federal Constitutional Court refused to accept the constitutional complaint, leaving the lower court's dismissal of the request for interim relief moot. An eleven-year-old beneficiary of a Personal Budget for school integration assistance challenged the immunitization requirement under § 20a Abs. 1 S. 1 Nr. 3 f IfSG, alleging it violated his fundamental rights by obliging him to prove COVID-19 immunity. The Court deemed the complaint inadmissible for failing to demonstrate the possibility of a fundamental rights violation, determining that the complainant's claim was based on a misunderstanding of the statute; the provision applies to persons employed within businesses (specifically the hired integration assistant) to whom the Personal Budget is allocated, not to the minor beneficiary himself, who is merely the customer of such services.

Legislator-Regeste

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§ 29 Abs 1 SGB IX, § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG, § 40 Abs. 3 GOBVerfG; Scope of corporate immunity proof requirement under § 20a IfSG for personal budget beneficiaries versus employed integration assistants: An eleven-year-old beneficiary of a Personal Budget for school integration assistance challenged the immunitization requirement under § 20a Abs. 1 S. 1 Nr. 3 f IfSG, alleging it violated his fundamental rights by obliging him to prove COVID-19 immunity. The Court deemed the complaint inadmissible for failing to demonstrate the possibility of a fundamental rights violation, determining that the complainant's claim was based on a misunderstanding of the statute; the provision applies to persons employed within businesses (specifically the hired integration assistant) to whom the Personal Budget is allocated, not to the minor beneficiary himself, who is merely the customer of such services.

Schlagwörter

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verfassungsmässige Anforderung Grundrechte Dienstleistung Schutzbereich des Patents beitragspflichtige Beschäftigung staatliche Immunität

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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§ 29 Abs 1 SGB IX
sgbix
§ 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG
Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.
§ 40 Abs. 3 GOBVerfG
Cited in the dispositive to declare the application for interim measures moot as a consequence of the non-acceptance of the constitutional complaint.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 40 Abs. 3 GOBVerfG

Cited in the dispositive to declare the application for interim measures moot as a consequence of the non-acceptance of the constitutional complaint.

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Volltext

Nichtannahmebeschluss: Zur Reichweite der unternehmensbezogenen Nachweispflicht über COVID-19-Immunität gem § 20a Abs 1 S 1 Nr 3 Buchst f IfSG - Rechtssatzverfassungsbeschwerde eines minderjährigen Leistungsberechtigten mit Persönlichem Budget (§ 29 Abs 1 SGB IX ) mangels Darlegung der Möglichkeit einer Grundrechtsverletzung unzulässig

[TENOR]

Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.

Mit der Nichtannahme der Verfassungsbeschwerde wird der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gegenstandslos (§ 40 Abs. 3 GOBVerfG).

[GRUENDE]

Der elf Jahre alte Beschwerdeführer, der eine Schulbegleitung als Integrationshilfe zum Besuch einer Regelschule benötigt und dem hierfür ein Persönliches Budget (§ 29 Abs. 1 SGB IX) genehmigt worden ist, wendet sich gegen § 20a Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 f Infektionsschutzgesetz (IfSG). Er nimmt an, dass er als Leistungsberechtigter ab 15. März 2022 einen Immunitätsnachweis gegen COVID-19 vorlegen muss und sieht sich deshalb in seinen Grundrechten verletzt.

Die Verfassungsbeschwerde ist unzulässig, da der Beschwerdeführer die Möglichkeit einer Grundrechtsverletzung nicht dargelegt hat. Die Annahmen des Beschwerdeführers beruhen auf einem falschen Verständnis des einfachen Rechts. § 20a Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 f IfSG verlangt keinen Immunitätsnachweis von dem Beschwerdeführer als Leistungsberechtigtem. § 20a Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 IfSG gilt für Personen, die in ambulanten Pflegediensten und weiteren vergleichbaren Unternehmen tätig sind. Der Beschwerdeführer als Leistungsberechtigter eines Persönlichen Budgets zählt zwar gemäß § 20a Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 f IfSG zu diesen weiteren Unternehmen. Nur die vom Beschwerdeführer beschäftigte Integrationshilfe gilt jedoch als Person, die in einem Unternehmen tätig ist und ab 15. März 2022 einen Immunitätsnachweis vorlegen muss, nicht aber der Beschwerdeführer.

Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.