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1 BvR 1246/20 ECLI:DE:BVerfG:2021:rk20211206a.1bvr124620 KI-generiert

Recusal motion by a party with only a right to be heard inadmissible due to lack of party status

Geschäftsnummer 1 BvR 1246/20
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Constitutional Court’s First Senate dismissed a motion for recusal as inadmissible, thereby upholding the validity of the ongoing proceedings. The dispute involved an individual with a right to be heard under § 94 Abs. 3 BVerfGG who attempted to challenge the impartiality of the judges in a constitutional complaint proceeding. The Court held that a motion for recusal is statutorily available only to formal parties to the proceedings; since individuals with a right to be heard in this specific context lack the legal option to formally join the procedure under § 94 Abs. 5 BVerfGG, they do not qualify as parties and consequently lack the standing to file such procedural motions.

Legislator-Regeste

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§ 94 Abs 3 BVerfGG, § 94 Abs. 5 Satz 1 BVerfGG, § 94 Abs. 5 BVerfGG; Recusal motion by a party with only a right to be heard inadmissible due to lack of party status: Eine Ablehnung wegen Besorgnis der Befangenheit ist nur durch Verfahrensbeteiligte statthaft (vgl. Kliegel, in: Barczak, BVerfGG, § 19 Rn. 6). Anhörungsberechtigte nach § 94 Abs. 3 BVerfGG können dem Verfahren nicht förmlich beitreten (vgl. § 94 Abs. 5 Satz 1 BVerfGG) und sind daher nicht Beteiligte in diesem Sinn (vgl. Nettersheim, in: Barczak, BVerfGG, § 94 Rn. 28). Anhörungsberechtigte nach § 94 Abs. 3 BVerfGG, die mangels Beitrittsmöglichkeit gemäß § 94 Abs. 5 BVerfGG nicht Verfahrensbeteiligte sind oder werden können, können Verfahrensanträge nicht stellen (vgl. auch BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 17. Juni 2020 - 1 BvR 1378/20 -, Rn. 1).

Schlagwörter

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Ausstandsbegehren Anspruch auf rechtliches Gehör Rechtsgutachten fehlende Legitimation Rechtsstellung Wiederaufnahme des Abwesenheitsverfahrens

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Volltext

Kammerbeschluss: Befangenheitsantrag eines im Verfassungsbeschwerdeverfahren lediglich Äußerungsberechtigten (§ 94 Abs 3 BVerfGG) unstatthaft

[TENOR]

Die Ablehnung wegen Besorgnis der Befangenheit seitens des Äußerungsberechtigten wird als unstatthaft verworfen.

[GRUENDE]

Eine Ablehnung wegen Besorgnis der Befangenheit ist nur durch Verfahrensbeteiligte statthaft (vgl. Kliegel, in: Barczak, BVerfGG, § 19 Rn. 6). Anhörungsberechtigte nach § 94 Abs. 3 BVerfGG können dem Verfahren nicht förmlich beitreten (vgl. § 94 Abs. 5 Satz 1 BVerfGG) und sind daher nicht Beteiligte in diesem Sinn (vgl. Nettersheim, in: Barczak, BVerfGG, § 94 Rn. 28). Anhörungsberechtigte nach § 94 Abs. 3 BVerfGG, die mangels Beitrittsmöglichkeit gemäß § 94 Abs. 5 BVerfGG nicht Verfahrensbeteiligte sind oder werden können, können Verfahrensanträge nicht stellen (vgl. auch BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 17. Juni 2020 - 1 BvR 1378/20 -, Rn. 1).

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.