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2 BvR 1387/20 ECLI:DE:BVerfG:2021:rk20210222.2bvr138720 KI-generiert

Recusal for prior non-acceptance of constitutional complaints; admissibility of unfounded recusal motion

Geschäftsnummer 2 BvR 1387/20
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Constitutional Court dismissed the constitutional complaint without further reasoning and rejected the recusal motion against two judges as inadmissible, resulting in a final, unappealable order favoring the opposing party in both proceedings. The dispute concerned a recusal request alleging bias solely because the judges had previously participated in prior decisions where the complainant’s constitutional complaints had been rejected without grounds, alongside a constitutional complaint whose non-acceptance is the subject of the current decision. The court held that a recusal motion lacking substantive grounds for alleged bias is evidently inadmissible and does not require a service statement or the judges' exclusion from the decision process, as mere participation in prior cases does not demonstrate a risk of partiality under § 19 BVerfGG, and that the rejection of a constitutional complaint need not be justified pursuant to § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG.

Legislator-Regeste

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§ 19 BVerfGG, § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG; Recusal for prior non-acceptance of constitutional complaints; admissibility of unfounded recusal motion: The dispute concerned a recusal request alleging bias solely because the judges had previously participated in prior decisions where the complainant’s constitutional complaints had been rejected without grounds, alongside a constitutional complaint whose non-acceptance is the subject of the current decision. The court held that a recusal motion lacking substantive grounds for alleged bias is evidently inadmissible and does not require a service statement or the judges' exclusion from the decision process, as mere participation in prior cases does not demonstrate a risk of partiality under § 19 BVerfGG, and that the rejection of a constitutional complaint need not be justified pursuant to § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG.

Schlagwörter

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Ausstandsbegehren ungenügende Substantiierung von Grundrechtsverletzungen Ausschlusskriterien konnexe Verfahren Wandelungsrecht prozessuale Einreden

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG

Cited in the dispositive as the legal basis for omitting the reasoning for the non-acceptance of the constitutional complaint.

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Volltext

Nichtannahme einer Verfassungsbeschwerde ohne weitere Begründung - Verwerfung eines offensichtlich unzulässigen Ablehnungsgesuchs

[TENOR]

Das Ablehnungsgesuch gegen den Richter Huber und die Richterin Kessal-Wulf wird als unzulässig verworfen.

Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.

[GRUENDE]

Das gegen den Richter Huber und die Richterin Kessal-Wulf gerichtete Ablehnungsgesuch ist unzulässig.

Ein Ablehnungsgesuch, das keine Begründung oder lediglich Ausführungen enthält, die zur Begründung der Besorgnis der Befangenheit gänzlich ungeeignet sind, ist unzulässig. Bei offensichtlicher Unzulässigkeit bedarf es keiner dienstlichen Stellungnahme des abgelehnten Richters; dieser ist auch von der Entscheidung über das offensichtlich unzulässige Ablehnungsgesuch nicht ausgeschlossen (vgl. BVerfGK 8, 59 ; BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats vom 15. Dezember 2020 - 2 BvR 2177/20 -, Rn. 2). Die offensichtliche Unzulässigkeit ergibt sich vorliegend daraus, dass der Beschwerdeführer sein Ablehnungsgesuch in der Sache lediglich damit begründet, dass seine früheren Verfassungsbeschwerden ohne Begründung nicht zur Entscheidung angenommen worden seien. Die bloße Mitwirkung an einer Entscheidung in einem vorangegangenen Verfassungsbeschwerdeverfahren desselben Beschwerdeführers kann die Besorgnis der Befangenheit im Sinne des § 19 BVerfGG offensichtlich nicht begründen (vgl. BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 28. Oktober 2020 - 1 BvR 2163/20 -, Rn. 2; Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats vom 15. Dezember 2020 - 2 BvR 2177/20 -, Rn. 2). Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers bedarf die Ablehnung der Annahme der Verfassungsbeschwerde keiner Begründung (vgl. § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG).

Von einer Begründung der Nichtannahme der Verfassungsbeschwerde wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.