Determination of subject matter value for urgent injunction challenging ban on public assembly under pandemic regulations
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Constitutional Court’s First Senate, 1st Chamber, unanously fixed the subject matter value for the attorney’s activity at €15,000 for an urgent injunction proceeding concerning a ban on a public assembly. The dispute involved the applicant, as the organizer of a scheduled demonstration, challenging the city administration’s refusal to permit the assembly under the Corona regulations of the Federal State of Baden-Württemberg; the court had previously ordered the administration to reassess the application, effectively allowing the event if no new decision was rendered. The decision applied § 37(2) Sentence 2 and § 14(1) of the Lawyers’ Remuneration Act (RVG) to determine the value based on the scope and difficulty of the legal work and the significance of the right to freedom of assembly for the applicant and the public, ultimately setting the fee base at three times the statutory minimum amount.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 37 Abs. 2 Satz 2 RVG, § 14 Abs. 1 RVG, § 14 Abs. 1 Satz 1 RVG; Determination of subject matter value for urgent injunction challenging ban on public assembly under pandemic regulations: The dispute involved the applicant, as the organizer of a scheduled demonstration, challenging the city administration’s refusal to permit the assembly under the Corona regulations of the Federal State of Baden-Württemberg; the court had previously ordered the administration to reassess the application, effectively allowing the event if no new decision was rendered. The decision applied § 37(2) Sentence 2 and § 14(1) of the Lawyers’ Remuneration Act (RVG) to determine the value based on the scope and difficulty of the legal work and the significance of the right to freedom of assembly for the applicant and the public, ultimately setting the fee base at three times the statutory minimum amount.
Schlagwörter
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KI-generiertLegal basis for the determination of the subject matter value in the final order.
Provisions cited to justify the specific calculation of the value based on the circumstances of the case.
Volltext
Gegenstandswertfestsetzung für ein Eilverfahren in einer versammlungsrechtlichen Sache
[TENOR]
Der Wert des Gegenstands der anwaltlichen Tätigkeit wird auf 15.000 Euro (in Worten: fünfzehntausend Euro) festgesetzt.
[GRUENDE]
I. Der isolierte Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung betraf die Durchführung einer Versammlung am 18. April 2020 unter dem Motto "Wir bestehen auf die ersten 20 Artikel der Verfassung. Wir bestehen auf Beendigung des Notstands-Regimes". Der Antragsteller war Anmelder und vorgesehener Leiter der Versammlung. Sein Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung mit dem Ziel, die Stadt Stuttgart zur Zulassung der Versammlung unter Ausnahme des Verbots des Aufenthalts im öffentlichen Raum nach der Corona-Verordnung Baden-Württemberg zu verpflichten, war insofern teilweise erfolgreich, als die Stadt Stuttgart zur Neubescheidung des Antragstellers verpflichtet und festgestellt wurde, dass bei Unterlassung einer Verbescheidung die angemeldete Versammlung durchgeführt werden dürfe (vgl. BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 17. April 2020 - 1 BvQ 37/20 -).
II. Auf Antrag des Antragstellers wird der Gegenstandswert auf 15.000 Euro festgesetzt.
1. Nach § 37 Abs. 2 Satz 2 RVG ist der Gegenstandswert im eigenständigen Verfahren der einstweiligen Anordnung (vgl. BVerfGE 89, 91 ) unter Berücksichtigung der in § 14 Abs. 1 RVG genannten Umstände nach billigem Ermessen zu bestimmen; er beträgt jedoch mindestens 5.000 Euro. Maßgebliche Kriterien sind vor allem der Umfang und die Schwierigkeit der anwaltlichen Tätigkeit, die Bedeutung der Angelegenheit für den Antragsteller und die Allgemeinheit sowie die Einkommens- und Vermögensverhältnisse des Auftraggebers (§ 14 Abs. 1 Satz 1 RVG; vgl. BVerfGE 79, 365 ).
2. In Anwendung dieser Maßstäbe ist der Gegenstandswert hier in Höhe des Dreifachen des Einsatzwertes des § 37 Abs. 2 Satz 2 RVG zu bemessen. Vorliegend maßgeblich waren insbesondere die Bedeutung der einstweiligen Anordnung für den Antragsteller, um die Zulassung einer Versammlung erreichen zu können, wie auch der Umfang der für das Betreiben des einstweiligen Anordnungsverfahrens notwendigen anwaltlichen Tätigkeit. In objektiver Hinsicht hat der Antragsteller sein Rechtsschutzziel teilweise erreicht.
Diese Entscheidung ist unanfechtbar.