Constitutional complaint recusal: Pauschalverweis to prior same-plaintiff cases fails to substantiate bias under § 18 BVerfGG
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Constitutional Court dismissed the constitutional complaint without a further written explanation and rejected the associated motions for recusal as inadmissible. The complainant had filed a motion for recusal against the panel members, arguing their prior involvement in earlier decisions regarding the same complainant, but the court held that a mere reference to previous proceedings is insufficient to establish a concern of partiality or justify exclusion under § 18 Abs. 1 Nr. 2 BVerfGG. Consequently, the underlying constitutional complaint was deemed inadmissible, and the court abstained from providing a detailed justification pursuant to § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG, leaving no prior decisions modified as the complaint was not taken up for decision.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 18 Abs. 1 Nr. 2 BVerfGG, § 19 BVerfGG, § 93a Abs. 2 BVerfGG, § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG; Constitutional complaint recusal: Pauschalverweis to prior same-plaintiff cases fails to substantiate bias under § 18 BVerfGG: The complainant had filed a motion for recusal against the panel members, arguing their prior involvement in earlier decisions regarding the same complainant, but the court held that a mere reference to previous proceedings is insufficient to establish a concern of partiality or justify exclusion under § 18 Abs. 1 Nr. 2 BVerfGG. Consequently, the underlying constitutional complaint was deemed inadmissible, and the court abstained from providing a detailed justification pursuant to § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG, leaving no prior decisions modified as the complaint was not taken up for decision.
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KI-generiertCited as the procedural basis for abstaining from a further written justification in the operative part of the decision.
Volltext
Nichtannahme einer unzulässigen Verfassungsbeschwerde ohne weitere Begründung - Ablehnungsgesuch kann nicht auf pauschale Verweisung einer Vorbefassung der abgelehnten Richter mit früheren Verfassungsbeschwerden desselben Beschwerdeführers gestützt werden
[TENOR]
Die Ablehnungsgesuche gegen die Richterin Härtel und die Richter Paulus und Christ werden als unzulässig verworfen.
Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.
[GRUENDE]
1. Die Ablehnungsgesuche gegen die Richterin Härtel und die Richter Paulus und Christ sind unzulässig.
Ein Ablehnungsgesuch, das keine Begründung oder lediglich Ausführungen enthält, die zur Begründung der Besorgnis der Befangenheit gänzlich ungeeignet sind, ist unzulässig. Bei offensichtlicher Unzulässigkeit bedarf es keiner dienstlichen Stellungnahme des abgelehnten Richters; dieser ist auch von der Entscheidung über das offensichtlich unzulässige Ablehnungsgesuch nicht ausgeschlossen (vgl. BVerfGK 8, 59 ). Die offensichtliche Unzulässigkeit ergibt sich daraus, dass der Beschwerdeführer zur Begründung des Ablehnungsgesuchs lediglich auf vorige ihn betreffende Verfahren verwiesen hat, über die die abgelehnten Richter der 2. Kammer des Ersten Senates entschieden haben. Dieser pauschale Verweis ist offensichtlich ungeeignet, einen Ausschluss nach § 18 Abs. 1 Nr. 2 BVerfGG in Betracht zu ziehen. Die bloße Mitwirkung an einer Entscheidung in einem vorangegangenen Verfassungsbeschwerdeverfahren desselben Beschwerdeführers kann auch die Besorgnis der Befangenheit im Sinne des § 19 BVerfGG offensichtlich nicht begründen (BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 22. April 2009 - 1 BvR 887/09 -, Rn. 3).
2. Die Verfassungsbeschwerde ist nicht zur Entscheidung anzunehmen. Die Voraussetzungen des § 93a Abs. 2 BVerfGG liegen nicht vor; die Verfassungsbeschwerde ist unzulässig.
Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.
Diese Entscheidung ist unanfechtbar.