Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1 BvR 1456/12 ECLI:DE:BVerfG:2020:rs20200929.1bvr145612 KI-generiert

Enforcement application against nuclear phase-out ruling denied for lack of legal interest following successful challenge to 16th Atomic Energy Act amendment's entry into force.

Geschäftsnummer 1 BvR 1456/12
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Federal Constitutional Court of Germany dismissed the applicants' application for a specific enforcement order under § 35 BVerfGG, finding it inadquate due to a lack of interest in legal protection. The dispute concerned the enforcement of a prior ruling that the accelerated nuclear phase-out legislation violated property rights; the applicants argued that a subsequent 2018 amendment to the Atomic Energy Act perpetuated this violation and that the amendment was invalid. The Court determined that the lack of legal protection interest arose because a concurrent constitutional complaint (1 BvR 1550/19) had already established that the 2018 amendment had not entered into force, thereby clarifying that the contested statutory provisions were ineffective and that the legislature remained obligated to enact new legislation to remedy the original fundamental rights violation.

Legislator-Regeste

KI-generiert

§ 35 BVerfGG; Enforcement application against nuclear phase-out ruling denied for lack of legal interest following successful challenge to 16th Atomic Energy Act amendment's entry into force: The dispute concerned the enforcement of a prior ruling that the accelerated nuclear phase-out legislation violated property rights; the applicants argued that a subsequent 2018 amendment to the Atomic Energy Act perpetuated this violation and that the amendment was invalid. The Court determined that the lack of legal protection interest arose because a concurrent constitutional complaint (1 BvR 1550/19) had already established that the 2018 amendment had not entered into force, thereby clarifying that the contested statutory provisions were ineffective and that the legislature remained obligated to enact new legislation to remedy the original fundamental rights violation.

Schlagwörter

KI-generiert
Antrag auf Zulassung der Zwangsvollstreckung – Entscheidung Energierecht Verbleiberecht gesetzlicher Anspruch Inkrafttreten Urteilsvollstreckung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
BVerfGE 143, 246
Erfolgloser Antrag auf Erlass einer Vollstreckungsanordnung bzgl des Senatsurteils zum Atomausstieg (BVerfGE 143, 246) - Unzulässigkeit mangels Rechtsschutzbedürfnisses
1 BvR 1550/19
Nuclear phase-out compensation statute held ineffective due to defective conditional entry-into-force clause and failure to cure property right violation
KI-generiert

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Erfolgloser Antrag auf Erlass einer Vollstreckungsanordnung bzgl des Senatsurteils zum Atomausstieg (BVerfGE 143, 246) - Unzulässigkeit mangels Rechtsschutzbedürfnisses

[TENOR]

Der Antrag auf Erlass einer Vollstreckungsanordnung wird verworfen.

[GRUENDE]

Gegenstand des Verfahrens ist der Antrag auf Erlass einer Vollstreckungsanordnung nach § 35 BVerfGG im Nachgang zum Urteil des Senats vom 6. Dezember 2016 zum beschleunigten Atomausstieg (BVerfGE 143, 246). Die Antragstellerinnen machen geltend, dass die in Nummer 1 der Entscheidungsformel festgestellte Verletzung des Eigentumsgrundrechts durch das Sechzehnte Gesetz zur Änderung des Atomgesetzes vom 10. Juli 2018 (BGBl I S. 1122; im Folgenden: 16. AtG-Novelle) offensichtlich perpetuiert statt behoben werde, und überdies die Novelle nicht in Kraft getreten sei.

I. Der Antrag wird verworfen, weil er unzulässig ist. Den Antragstellerinnen fehlt jedenfalls das Rechtsschutzbedürfnis für eine Vollstreckungsanordnung. Der Antrag auf Maßnahmen nach § 35 BVerfGG wirft im Wesentlichen die gleichen Fragen auf wie die unter anderen von den hiesigen Antragstellerinnen erhobene Verfassungsbeschwerde im Verfahren 1 BvR 1550/19. Mit dieser haben die Antragstellerinnen Erfolg. Der Beschluss des Senats im Verfassungsbeschwerdeverfahren klärt, dass die 16. AtG-Novelle nicht in Kraft getreten ist. Damit steht zum einen fest, dass der Gesetzgeber weiterhin zur Neuregelung verpflichtet ist, um die bereits im Urteil vom 6. Dezember 2016 festgestellte Grundrechtsverletzung zu beheben. Zum anderen ist geklärt, dass bislang weder die im nicht in Kraft getretenen § 7f Abs. 1 Satz 3 AtG statuierte Bemühensobliegenheit noch der dort geregelte Anspruchsausschluss wirksam sind, so dass die Regelungen die Antragstellerinnen gegenwärtig nicht belasten.