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2 BvR 258/20 ECLI:DE:BVerfG:2020:rk20201023.2bvr025820 KI-generiert

Prison execution: constitutional complaint rejected for insufficient substantiation due to failure to submit decisive prior recusal rulings and judicial decision applications

Geschäftsnummer 2 BvR 258/20
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Constitutional Court refused to accept the constitutional complaint, leaving the underlying decisions of the Higher Regional Court in force. The dispute involved a criminal prisoner challenging procedural rulings in prison execution proceedings, specifically the rejection of applications for judicial decision and recusal motions. The Court dismissed the complaint as inadmissible because the petitioner failed to submit essential records, including prior court decisions and specific recusal filings, and did not adequately engage with the lower court's reasons for finding the underlying applications procedurally defective. The decision was based on the requirement under §§ 23(1), 90(1), and 92 of the Federal Constitutional Court Act for a constitutionally compliant complaint that substantiates the alleged violation of fundamental rights.

Legislator-Regeste

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§ 93a Abs. 2 BVerfGG, § 92 BVerfGG, § 90 Abs. 1 BVerfGG, § 93 Abs. 1 BVerfGG, § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG, § 23 Abs. 1 Satz 2 Halbsatz 1, § 92 BVerfGG; Prison execution: constitutional complaint rejected for insufficient substantiation due to failure to submit decisive prior recusal rulings and judicial decision applications: The dispute involved a criminal prisoner challenging procedural rulings in prison execution proceedings, specifically the rejection of applications for judicial decision and recusal motions. The Court dismissed the complaint as inadmissible because the petitioner failed to submit essential records, including prior court decisions and specific recusal filings, and did not adequately engage with the lower court's reasons for finding the underlying applications procedurally defective. The decision was based on the requirement under §§ 23(1), 90(1), and 92 of the Federal Constitutional Court Act for a constitutionally compliant complaint that substantiates the alleged violation of fundamental rights.

Schlagwörter

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verfassungsmässige Anforderung Verletzung von Verfahrensrechten Strafanzeige Ausstandsbegehren Gefangener Verfassungsbeschwerde im Ausland

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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BVerfGE 78, 320
BVerfGE 78, 320 ; 88, 40 ; 93, 266 ; BVerfGK 5, 170 ).
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 93a Abs. 2 BVerfGG

Legal basis for the refusal to accept the constitutional complaint for decision due to inadmissibility.

§ 23 Abs. 1 Satz 2 Halbsatz 1, § 92 BVerfGG

Procedural requirements for the content and substantiation of the constitutional complaint that were not met.

§ 90 Abs. 1 BVerfGG

Standard for identifying a violation of fundamental rights that the complaint failed to demonstrate.

§ 93 Abs. 1 BVerfGG

Deadline provision regarding the submission of essential documents and their content.

§ 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG

Basis for dispensing with a further detailed reasoning in the decision.

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Volltext

Nichtannahmebeschluss: Unzureichende Substantiierung der Verfassungsbeschwerde mangels Vorlage entscheidungserheblicher Unterlagen

[TENOR]

Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.

[GRUENDE]

Die Verfassungsbeschwerde ist nicht zur Entscheidung anzunehmen (§ 93a Abs. 2 BVerfGG), weil sie unzulässig ist. Die Verfassungsbeschwerde genügt offensichtlich nicht den Anforderungen der § 23 Abs. 1 Satz 2 Halbsatz 1, § 92 BVerfGG. Ihre Begründung lässt eine Verletzung von Rechten im Sinne des § 90 Abs. 1 BVerfGG inhaltlich nachvollziehbar nicht erkennen.

1. Der Beschwerdeführer hat für die verfassungsrechtliche Beurteilung unverzichtbare Unterlagen innerhalb der Frist des § 93 Abs. 1 BVerfGG weder vorgelegt noch ihrem wesentlichen Inhalt nach wiedergegeben (vgl. BVerfGE 78, 320 ; 88, 40 ; 93, 266 ; BVerfGK 5, 170 ).

a) Der Beschwerdeführer argumentiert vielfach unter Bezugnahme auf die vorangegangen Strafvollzugsverfahren. Da er diese nur fragmentarisch wiedergibt und auch die entsprechenden Unterlagen, insbesondere die in diesem Zusammenhang ergangenen Entscheidungen des Oberlandesgerichts, nicht vorlegt, kann sein Vortrag insoweit nicht nachvollzogen werden.

b) Zudem fehlt es - wie auch bereits das Oberlandesgericht ausgeführt hat - an der Mitteilung des Inhalts der in dem jeweiligen Strafvollzugsverfahren gestellten Befangenheitsanträge sowie des Inhalts der daraufhin ergangenen Verwerfungsbeschlüsse. Soweit der Beschwerdeführer fragmentarisch den Inhalt einzelner Anträge und Beschlüsse wiedergibt, reicht auch dies für eine vollständige und nachvollziehbare Sachverhaltsdarstellung nicht aus.

c) Der Beschwerdeführer hat zudem den Antrag vom 17. Oktober 2019 auf gerichtliche Entscheidung nicht vorgelegt oder seinem wesentlichen Inhalt nach wiedergegeben. Er gibt zwar an, den Antrag seiner Verfassungsbeschwerde als Anlage beigefügt zu haben. Tatsächlich beigefügt wurde jedoch ein Schriftsatz mit Datum vom 13. Februar 2020. Inwieweit der vorgelegte Schriftsatz dem ursprünglichen Antrag vom 17. Oktober 2019 entspricht, lässt sich nur vermuten. Eine gesicherte Grundlage für eine verfassungsrechtliche Überprüfung liegt daher nicht vor.

2. Darüber hinaus setzt sich die Verfassungsbeschwerde nicht in hinreichender Weise mit den Begründungen der angegriffenen Entscheidungen auseinander. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, das Oberlandesgericht habe die formalen Anforderungen an einen Klageerzwingungsantrag überdehnt, geht er insbesondere nicht im Einzelnen auf die vom Oberlandesgericht ausführlich dargelegten Mängel der Sachverhaltsdarstellung ein.

Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.