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1 BvR 2253/20 ECLI:DE:BVerfG:2020:rk20201014.1bvr225320 KI-generiert

Inadmissibility of recusal motions based solely on judges' participation in a prior decision of the same complainant

Geschäftsnummer 1 BvR 2253/20
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Constitutional Court dismissed the constitutional complaint as inadmissible and rejected the applicant's motions to recuse the presiding judge and two other members of the panel as plainly inadmissible, rendering the application for interim relief moot. The dispute involved a procedural challenge to a prior constitutional review decision, where the applicant sought recusal solely on the basis of the judges' participation in that earlier proceeding without providing specific grounds for bias. The court applied Section 18(1) No. 2 and Section 19 of the Federal Constitutional Court Act (BVerfGG), determining that a mere reference to a previous case and the judges' prior involvement therein are insufficient to establish apparent bias, rendering the recusal motions plainly inadmissible without requiring the judges' input. Consequently, under Section 93a(2) BVerfGG, the complaint itself was not accepted for decision, and no further reasoning was required per Section 93d(1) sentence 3 BVerfGG.

Legislator-Regeste

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§ 18 Abs. 1 Nr. 2 BVerfGG, § 19 BVerfGG, § 93a Abs. 2 BVerfGG, § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG, § 40 Abs. 3 GOBVerfG; Inadmissibility of recusal motions based solely on judges' participation in a prior decision of the same complainant: The dispute involved a procedural challenge to a prior constitutional review decision, where the applicant sought recusal solely on the basis of the judges' participation in that earlier proceeding without providing specific grounds for bias. The court applied Section 18(1) No. 2 and Section 19 of the Federal Constitutional Court Act (BVerfGG), determining that a mere reference to a previous case and the judges' prior involvement therein are insufficient to establish apparent bias, rendering the recusal motions plainly inadmissible without requiring the judges' input. Consequently, under Section 93a(2) BVerfGG, the complaint itself was not accepted for decision, and no further reasoning was required per Section 93d(1) sentence 3 BVerfGG.

Schlagwörter

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Ausstandsbegehren Verfahrensüberprüfung Vorläufiger Rechtsschutz ungenügende Substantiierung von Grundrechtsverletzungen Wiederaufnahme des Abwesenheitsverfahrens Wandelungsrecht

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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1 BvR 2073/20
Die offensichtliche Unzulässigkeit ergibt sich daraus, dass der Beschwerdeführer zur Begründung des Ablehnungsgesuchs lediglich auf das ihn betreffende Verfahren 1 BvR 2073/20 verwiesen hat, über das die abgelehnten Richter der 2.
1 BvR 887/09
April 2009 - 1 BvR 887/09 -, Rn.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 40 Abs. 3 GOBVerfG

Applied to declare the request for interim relief moot following the non-acceptance of the constitutional complaint.

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Volltext

Nichtannahme einer unzulässigen Verfassungsbeschwerde - Verwerfung offensichtlich unzulässiger Ablehnungsgesuche

[TENOR]

Die Ablehnungsgesuche gegen die Richterin Härtel und die Richter Paulus und Christ werden als unzulässig verworfen.

Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.

Mit der Nichtannahme der Verfassungsbeschwerde wird der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gegenstandslos (§ 40 Abs. 3 GOBVerfG).

[GRUENDE]

1. Die Ablehnungsgesuche gegen die Richterin Härtel und die Richter Paulus und Christ sind unzulässig.

Ein Ablehnungsgesuch, das keine Begründung oder lediglich Ausführungen enthält, die zur Begründung der Besorgnis der Befangenheit gänzlich ungeeignet sind, ist unzulässig. Bei offensichtlicher Unzulässigkeit bedarf es keiner dienstlichen Stellungnahme des abgelehnten Richters; dieser ist auch von der Entscheidung über das offensichtlich unzulässige Ablehnungsgesuch nicht ausgeschlossen (vgl. BVerfGK 8, 59 ).

Die offensichtliche Unzulässigkeit ergibt sich daraus, dass der Beschwerdeführer zur Begründung des Ablehnungsgesuchs lediglich auf das ihn betreffende Verfahren 1 BvR 2073/20 verwiesen hat, über das die abgelehnten Richter der 2. Kammer entschieden haben. Dieser pauschale Verweis ist offensichtlich ungeeignet, einen Ausschluss nach § 18 Abs. 1 Nr. 2 BVerfGG in Betracht zu ziehen. Die bloße Mitwirkung an einer Entscheidung in einem vorangegangenen Verfassungsbeschwerdeverfahren desselben Beschwerdeführers kann ferner die Besorgnis der Befangenheit im Sinne des § 19 BVerfGG offensichtlich nicht begründen (BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 22. April 2009 - 1 BvR 887/09 -, Rn. 3).

2. Die Verfassungsbeschwerde ist nicht zur Entscheidung anzunehmen. Die Voraussetzungen des § 93a Abs. 2 BVerfGG liegen nicht vor; die Verfassungsbeschwerde ist unzulässig.

Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.