Reimbursement of legal costs for constitutional complaint against manifestly unfounded determination of subsidiary protection for Afghan asylum seekers due to insufficient judicial review of Art. 19(4) GG
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Constitutional Court ordered the State of Hesse to reimburse the applicants' necessary legal costs and fixed the matter value at €5,000, finding that a prior chamber decision of February 11, 2020, had become moot upon the applicants' entry into federal territory. The dispute arose from an administrative court decision that failed to properly review the Federal Office for Migration and Refugees' "manifestly unfounded" determination regarding the applicants' subsidiary protection status, specifically in the context of Afghan asylum seekers. Relying on § 34a(3) of the Federal Constitutional Court Act and the Basic Law, the Court held that the administrative court's decision violated the fundamental right to an effective legal remedy (Art. 19(4) Sentence 1 GG) because its reasoning did not meet the formal and substantive requirements established for judicial confirmation of such manifestly unfounded decisions.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 34a Abs. 3 BVerfGG, § 14 Abs. 1 RVG; Reimbursement of legal costs for constitutional complaint against manifestly unfounded determination of subsidiary protection for Afghan asylum seekers due to insufficient judicial review of Art. 19(4) GG: Über die Auslagenerstattung ist gemäß § 34a Abs. 3 BVerfGG nach Billigkeitsgesichtspunkten zu entscheiden (BVerfGE 89, 91 ; 131, 47 ).
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KI-generiertVolltext
Anordnung der Auslagenerstattung im Verfassungsbeschwerdeverfahren nach Erledigung sowie Gegenstandswertfestsetzung
[TENOR]
Die Verfahren 2 BvQ 12/20 und 2 BvQ 13/20 werden zur gemeinsamen Entscheidung verbunden.
Es wird festgestellt, dass der Beschluss der Kammer vom 11. Februar 2020 gegenstandslos ist.
Das Land Hessen hat den Antragstellern ihre notwendigen Auslagen zu erstatten.
Der Wert des Gegenstands der anwaltlichen Tätigkeit wird auf 5.000 (in Worten: fünftausend) Euro festgesetzt.
[GRUENDE]
1. Der Beschluss der Kammer vom 11. Februar 2020 ist mit der Einreise der Antragsteller in das Bundesgebiet gegenstandslos geworden.
2. Der Antrag auf Auslagenerstattung hat Erfolg.
Über die Auslagenerstattung ist gemäß § 34a Abs. 3 BVerfGG nach Billigkeitsgesichtspunkten zu entscheiden (BVerfGE 89, 91 ; 131, 47 ).
Danach ist die Auslagenerstattung anzuordnen. Die Beschlüsse des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main vom 3. Februar 2020 verstoßen gegen Art. 19 Abs. 4 Satz 1 GG. Ihre Begründung wird weder in formeller noch in materieller Hinsicht den Anforderungen gerecht, die das Bundesverfassungs-gericht für die gerichtliche Bestätigung einer vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge getroffenen Offensichtlichkeitsentscheidung aufgestellt hat (vgl. BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Zweiten Senats vom 25. Februar 2019 - 2 BvR 1193/18 -; speziell zum subsidiären Schutz bei afghanischen Asyl-suchenden: BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Zweiten Senats vom 26. Juni 2017 - 2 BvR 1353/17 -).
3. Die Festsetzung des Gegenstandswerts beruht auf § 37 Abs. 2 Satz 2 in Verbindung mit § 14 Abs. 1 RVG.
Diese Entscheidung ist unanfechtbar.